Spießbürger oder Nervensäge?
Am Montag entscheidet die Bundesregierung, ob Jan Böhmermann – wie von der Türkei gefordert – strafrechtlich verfolgt werden soll. Ist er wirklich der Aufrührer, als der er sich aufspielt?
Am Montag entscheidet die Bundesregierung, ob Jan Böhmermann – wie von der Türkei gefordert – strafrechtlich verfolgt werden soll. Ist er wirklich der Aufrührer, als der er sich aufspielt?
Nichts dran an Rassismusvorwürfen: Die Uefa stellt ein Verfahren gegen den 1.FFC Frankfurt nach dem Champions League-Spiel gegen Rosengard wieder ein.
Aus harmlosen Wörtern werden Kampfbegriffe: zwölf prominente Beispiele aus dem aktuellen politischen Diskurs – von Genderwahn bis Widerstand, von Hypermoral bis Lügenpresse.
Der türkische Präsident kritisiert die „hetzerische Rhetorik bestimmter Präsidentschaftsbewerber“ im amerikanischen Wahlkampf. Eine von der Türkei finanzierte Moschee für 110 Millionen Dollar soll dazu beitragen, das Verhältnis wieder zu verbessern.
Neukölln, der Stadtteil im Südosten Berlins, steht in der Integrationsdebatte für „Problem“ und „Brennpunkt“. Pegida-Fans verwenden den Bezirk synonym für alles, was sie hassen. Dabei ist Neukölln ein gutes Beispiel, wie das Deutschland der Zukunft funktionieren könnte. Ein Buchauszug.
Eigentlich könnte alles so schön sein. Der 1. FFC Frankfurt steht im Halbfinale der Champions League. Doch das Nachspiel durch die Uefa sorgt für Ärger beim Sieger.
Der Ruf der Stadt ist ramponiert. Erste Folgen sind spürbar – und Wissenschaft und Unternehmen zunehmend besorgt. Doch wie genau schadet die Demonstration der Stadt?
Seit Wochen hat jeder die Grippe. Und dann auch noch diese Krisenstimmung! Wer hilft uns da raus - Angela Merkel? Oder doch wieder nur Thomas Mann? Eine Krankschreibung.
Wenn es jüngere Menschen zur AfD zieht, wird sie kein Rassismusvorwurf zurückholen: Speziell in Baden-Württemberg kommt die rot-grüne Verachtung traditioneller Lebensentwürfe durch Bildungspläne nicht immer gut an.
Wer die AfD ausnahmslos nur mit dem schwammigen Begriff „rechtspopulistisch“ belegt, ohne andere Facetten wie „wirtschaftsliberal“ und „national-konservativ“ zu berücksichtigen, fängt das Spektrum dieser politischen Kraft nicht angemessen ein.
Bis zu zwanzig Stühle im Landtag von Baden-Württemberg könnte die AfD bald besetzen. Mit wem ist da eigentlich zu rechnen? Ein Panoptikum.
Der Rassismusstreit an amerikanischen Universitäten ist mehr als ein Kreuzzug der politischen Korrektheit. Hier zeigt sich die Unsicherheit der schwarzen Elite in ihrem Verhältnis zu den Ärmsten.
Der 800 Jahre alte Kreuzchor ist eine der wenigen Institutionen, die Dresden noch einen können. Zu Zeiten von Pegida und Flüchtlingshass sind die Kruzianer zu einem der wichtigsten Botschafter der Landeshauptstadt geworden.
Emotionale Belastung, Unkenntnis und geringes Selbstbewusstsein: Sachsens Polizei steht in der Kritik, aber auch zwischen allen Fronten. Dabei sind die Beamten gerade jetzt gefordert, die rechten Übergriffe im Land könnten noch weiter zunehmen.
Eine Verurteilung wegen Zitierens einer Nazi-Parole hat der Münchner schon erhalten. Nun ermittelt die Justiz gegen den Pegida-Funktionär wegen Körperverletzung. Das Opfer ist eine ältere Frau.
Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Dulig glaubt, die Polizei in seinem Land hege größere Sympathien für AfD und Pegida, als der Rest der Deutschen. Es gebe ein qualitatives Problem, kein quantitatives.
Könnten Pegida und AfD zusammenarbeiten? Die Pegida-Anhänger träumten zuletzt von einer gemeinsamen Liste. Trotz mancher Schnittmengen will die AfD von den Dresdenern nichts wissen. Warum?
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt in Umfragen bei 17 Prozent, die Landtagswahl wird eine Protestwahl sondergleichen. Was sind die Gründe für den Protest?
Sachsen macht im Moment vor allem mit bedrückenden Meldungen von sich reden. Eine Dresdnerin erzählt, wie es sich anfühlt, in einem zwiegespaltenen Land zu leben. Ein Protokoll.
Wer für Pegida marschiert, wählt offenbar auch AfD: Die Alternative für Deutschland wird laut einer neuen Studie bei Anhängern der Protestbewegung immer beliebter. Den Rechtspopulisten gelinge so die Ausbreitung in ganz Deutschland.
Auf dem Gelände einer Moschee in Leipzig ist ein totes Ferkel gefunden worden. Nicht nur die muslimische Gemeinde sollte damit beleidigt werden, sondern auch die Kanzlerin. Die Polizei ermittelt.
Kanzleramtsminister Peter Altmaier sieht die Pegida-Bewegung vor ihrem Ende. Ein Gespräch über die fremdenfeindlichen Vorfälle in Sachsen, die Bemühungen um europäische Flüchtlingskontingente und die Schwierigkeit nationaler Lösungen.
Viele deutsche Touristen und Geschäftsreisende haben sich im vergangenen Jahr gegen einen Dresden-Besuch entschieden. Gerade Ausländer besuchten die Stadt häufiger.
Sachsen kämpft ums Image: Die Mitschuld der CDU-Regierung an den Ausschreitungen, die ihm manche vorwerfen, weist Sachsens Ministerpräsident zurück. Die Touristenzahlen in Dresden gehen unterdessen deutlich zurück. Die Stadt beklage einen „Pegida-Effekt“.
In Situationen wie in Clausnitz ist der Staat nur noch in Person junger, übermüdeter, überforderter Polizeibeamter präsent. Den Rückzug der Demokratie können sie nicht auffangen.
Die fremdenfeindliche Protestaktion in Clausnitz ist nach Parteiangaben von AfD-Mitgliedern unterstützt worden. Pegida-Anführerin Festerling lobt den Mob als „Mut der Bürger“.
Seit Jahrzehnten werden in Sachsen rechtsextreme Straftaten verharmlost oder gar nicht erst als solche benannt. Die Folgen sind jetzt fast täglich zu beobachten.
Sind die Menschen in Sachsen empfänglicher für rechtsextreme Parolen? Zumindest zeigen die Zahlen: Die rechten Milieus haben sich vermischt, fremdenfeindliche Übergriffe häufen sich rasch. Die Politik hat das lange ignoriert.
Reparationen für drei Jahrhunderte Unterdrückung und Ausbeutung: Ta-Nehisi Coates möchte sich als Stimme des schwarzen Amerikas etablieren. Kann er diesen Anspruch einlösen?
Christian Müller, der als Organisator von Pegida-Demos in Potsdam bekannt wurde, ist zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Allerdings nicht wegen der Demonstrationen.
In Sachsen haben Demonstranten einen Flüchtlingsbus stundenlang blockiert. Ein Video, das einen rabiaten Polizisten zeigt, wird heiß diskutiert – wie auch die angebliche AfD-Mitgliedschaft des Heimleiters.
Was bedeutet es, in Zeiten der Flüchtlingkrise konservativ zu sein? Völkischer Nationalismus oder Alarmismus sind es eher nicht. Stattdessen sollte man Verlusterfahrungen ernst nehmen – bei Deutschen und Migranten gleichermaßen.
Lange haben sie ausgehalten, jetzt geht es nicht mehr: Nach zunehmenden Angriffen auf eigene Reporter stellt die Leipziger Online-Zeitung direkte Berichte von Legida-Demonstrationen ein.
Pegida-Frontfrau Festerling ruft zu Gewalt gegen Flüchtlinge auf. Wenn Migranten die Grenze überquerten und nicht festgenommen würden, sollte man sie erschießen.
Die gesellschaftliche Stimmung entwickele sich wie im „Dritten Reich“, sagt der Berliner Erzbischof Heiner Koch. Er fordert einen konsequenten Umgang mit Pegida-Anhängern.
Der Wunsch nach Geld von der AfD hat den Journalisten Günther Lachmann seinen Job gekostet. Mit der Entlarvung dürfte mancher in der Partei unglücklich sein.