Freiheit aushalten
María Cecilia Barbetta, deren Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert ist, kommt aus Argentinien und schreibt auf Deutsch. Ein Gespräch über das Erbe ihrer Heimat, den Schutzraum Sprache und die Frage, wem sie gehört.
María Cecilia Barbetta, deren Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert ist, kommt aus Argentinien und schreibt auf Deutsch. Ein Gespräch über das Erbe ihrer Heimat, den Schutzraum Sprache und die Frage, wem sie gehört.
Erst Pegida, jetzt Chemnitz – was ist nur mit dem Osten los? Wurden die Ostdeutschen durch den Einigungsprozess so gedemütigt, dass sie nun aus Wut die AfD wählen? Ein Gastbeitrag.
Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert, dass Erdogan die Eröffnung der Moschee in Köln für seine Zwecke nutzte. Neue Details und Kritik an Ditib kommen von der Oberbürgermeisterin Reker.
Siemens-Personalvorstand Janina Kugel über den Stellenabbau in Görlitz und den Aufstieg der AfD, über schlipsfreie Büros und verbohrte Jungakademiker
In seiner Rede in Köln spricht der türkische Präsident auch über die Affäre um Özil. Dabei erhebt Erdogan heftige Vorwürfe gegen Deutschland. Danach gibt es Sprechchöre für den früheren Fußball-Nationalspieler.
Sigmar Gabriel hatte dagegen geklagt und bekommt Recht: Der Verkauf des „Pegida-Galgens“ für ihn und Kanzlerin Merkel bleibt verboten.
In Berlin geht es heute um schwierige Fälle: Der türkische Präsident Erdoğan ist auf Staatsbesuch, und im Streit um Diesel-Nachrüstungen bahnt sich eine Lösung an. Das Wichtigste des Tages im Sprinter.
Eine weiße Polizistin verwechselte laut eigener Aussage ihre Wohnung mit der ihres Nachbarn. Aus Angst vor einem vermeintlichen Eindringling schoss sie auf den schwarzen Bewohner. Nun wurde sie aus dem Polizeidienst entlassen.
Der Theologe Frank Richter, der im Dialog mit Pegida bekannt wurde, hat gute Chancen Bürgermeister von Meißen zu werden – und versetzt die CDU damit in Sorge.
Die baden-württembergische SPD-Vorsitzende Leni Breymaier befürchtet, dass Kinder sonst in einen „Kulturkampf“ hineingezogen würden. Die Landes-CDU fordert indes ein Burkaverbot. Kritik kommt von der FDP.
Seit Jahren sei dem Landesamt für Verfassungsschutz das Engagement seines Mitarbeiters bekannt, berichtet die AfD. Der Mann selbst sehe zwischen seinem Beruf und seiner politischen Aktivität keinen Widerspruch.
Alexander Gauland sah die Pegida-Hetzer früh als natürliche Verbündete. Er suchte den Schulterschluss mit der Szene – und radikalisierte sich selbst. Ein Auszug aus dem Buch „Die Rache des alten Mannes“.
In Nordamerika gelten Weiße als rassistisch, die Dreadlocks tragen, Burritos verkaufen oder Romanfiguren mit schwarzer Haut erfinden. Ist es bei uns auch bald so weit?
Seit mehr als zehn Jahren ist Edmund Stoiber CSU-Ehrenvorsitzender. Im Interview spricht er über Seehofers Wortwahl, die Selbstherrlichkeit der Christsozialen und warum die Ereignisse in Chemnitz für ihn einen Wendepunkt darstellen.
Wenn eine Stadt in Aufruhr gerät, kann Kunst keine Wunder vollbringen, aber die Zivilgesellschaft stärken. Ein Interview mit Frédéric Bußmann, Direktor der Kunstsammlungen in Chemnitz.
Der Journalist und Moderator Michel Abdollahi fordert die Bundeskanzlerin in einem offenen Brief dazu auf, mehr Engagement gegen Rechte zu zeigen. Er bekommt viel Zuspruch – aber auch Hass.
Im Interview erklärt die Grünen-Politikerin Renate Künast, warum sie Horst Seehofer nicht mehr ernst nehmen kann, und Deutschland gerade an einer Wegscheide steht – zwischen Rechtsradikalismus und demokratischen Prinzipien.
Warum wird einer Nazi und ein anderer nicht? Eine Begegnung mit dem 24 Jahre alten Lukas Rietzschel, Autor des Romans „Mit der Faust in die Welt schlagen“, in Görlitz.
Die Technische Universität Chemnitz wirbt mit der internationalen Herkunft ihrer Studenten. Nach den aktuellen Vorfällen in der Stadt ist dort allerdings manches anders. Ein Ortsbesuch.
Die Öffentlichkeit kennt ihn als „Hutbürger“, weil er Journalisten am Rande einer Pegida-Demonstration anging. Nun kehrt er zurück in seinen Job – zunächst außerhalb des LKA. Was danach mit ihm geschehen soll, ist noch unklar.
Was ist bloß los mit den Sachsen? Ministerpräsident Kretschmer holt den Polit-Pensionär Heinz Eggert zurück auf die Bühne: Der frühere Innenminister im Kabinett von Kurt Biedenkopf soll helfen, den Dialog in einem polarisierten Land anzukurbeln – im FAZ.NET-Gespräch erzählt er, wie das funktionieren kann.
Rechtsextreme hatten zu einer „Merkel muss weg“-Demonstration aufgerufen, doch es kamen nur wenige. Deutlich mehr Zulauf hatte ein Protestmarsch gegen Fremdenhass und rechte Hetze.
Seit Jahren steht die Sängerin für ihre unpolitische Haltung in der Kritik. Kurz nach dem großen Protestkonzert in Chemnitz bezieht die Sängerin nun Stellung.
Die sächsische Integrationsministerin versucht, das Phänomen „Pegida“ zu erklären. Als gebürtige Sächsin führt sie eine späte Reaktion auf die Nachwendezeit an und gibt erhellende Antworten – vor allem für Westdeutsche.
Seit 2007 steht das „Beratungsnetzwerk Hessen“ Menschen mit Rat zur Seite, die etwa Opfer von Extremismus und Rassismus geworden sind. Zuletzt hatte es so viele Anfragen wie noch nie - aus mehreren Gründen.
Schon 2001 hat Samy Deluxe mit den „Brothers Keepers“ zum Kampf gegen Rechts aufgerufen. Jetzt hat er das Lied neu aufgenommen. Ein Interview über Rechtsradikale in Chemnitz, Auftritte im Osten und das schlechte Image von Rap.
Soll der Verfassungsschutz die AfD beobachten oder nicht? Die Frage ist durch die Demonstrationen in Chemnitz wieder aktuell geworden. Für Innenpolitiker der Union ist die Antwort besonders schwierig.
Früher war der Garten der Großeltern für Nelly Y. Pinkrah das Größte. Er liegt in jener Stadt, in der jetzt Menschen durch die Straßen laufen und ihre Hände zum Hitlergruß erheben. Ein Gastbeitrag.
Der Bundesaußenminister fordert angesichts der Ereignisse in Chemnitz von seinen Landsleuten mehr Einsatz bei der Verteidigung der Demokratie. Bedrohlich werde es, wenn sich die Anständigen nicht einmischten.
Fast zehntausend Menschen kämpfen in Chemnitz auf Demonstrationen um die Deutungshoheit über die Ereignisse der letzten Tage. Zwischenzeitlich droht das Chaos auszubrechen. Doch dann singt Björn Höcke den Rechten ein Schlummerlied.
Viele Ostdeutsche leiden bis heute an Kränkungen der Nachwendezeit. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping ist überzeugt: Nur eines kann das weitverbreitete Misstrauen in den Staat lindern.
Kurz vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sorgte der Anschlag in Dresden vor zwei Jahren für Aufsehen. Der Angeklagte ist ein bekannter Pegida-Anhänger.
Hat Sachsen ein Rassismus-Problem? Und wenn ja: Woran liegt das? Ein FAZ.NET-Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Hans-Gerd Jaschke über alte Ost-West-Gegensätze, neue Herausforderungen für die Polizei und Traditionslinien der Verharmlosung.
Weil er am Rande einer Pegida-Demonstration ein Kamerateam des ZDF beschimpft hat, muss ein Mitarbeiter des LKA die Polizei Sachsen verlassen. Er solle künftig eine „andere, adäquate Tätigkeit“ wahrnehmen.
Ein Haftbefehl wurde öffentlich, als solle ein Opfer für die Bluttat von Chemnitz dargebracht werden. Die AfD spricht von „Selbstverteidigung“. Doch damit hat das alles nicht zu tun.
Ein durchgestochener Haftbefehl bringt rechtspopulistische Gruppen in Erklärungsnot – und die Behörden. Die sächsische SPD vermutet das Leck bei Polizei oder Justiz. Und die Empörung ist groß.