Orientalismus der übelsten Sorte
Der Dichter Adonis ist einer der bekanntesten Intellektuellen Syriens. Nun soll er in Osnabrück als Mann des Friedens ausgezeichnet werden: Was für ein dramatisches Missverständnis! Ein Gastbeitrag.
Der Dichter Adonis ist einer der bekanntesten Intellektuellen Syriens. Nun soll er in Osnabrück als Mann des Friedens ausgezeichnet werden: Was für ein dramatisches Missverständnis! Ein Gastbeitrag.
Ein christlicher Pater, der den Islam liebt, wird in Syrien von islamistischen Terroristen entführt und von Muslimen wieder befreit. Seine Geschichte ist noch nicht zu Ende. Navid Kermanis bewegende Rede in der Frankfurter Paulskirche.
Der in Berlin erschossene Rafik Y. sorgte schon im Prozess mit cholerischen Drohungen gegen die Richter für Aufsehen. Womöglich war der Messer-Amoklauf des Islamisten nicht von langer Hand geplant, sondern eine spontane Tat.
Der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“ ist sehr bewegt, als er den M100 Medienpreis entgegen nimmt. Außenminister Steinmeier lobt den Mut der Redaktion. Doch warum gibt es gerade jetzt auch Kritik an der Zeitschrift?
Der Angreifer, der in Berlin-Spandau zunächst Passanten bedrohte und dann eine Polizistin mit einem Messer attackierte, gehörte zur Islamistenszene. Die Polizei erschoss den 41 Jahre alten Iraker.
Viktor Orbán verhindert nicht, dass Flüchtlinge in die Europäische Union kommen. Der Zaun ist ein Witz. Orbán kalkuliert damit, dass Ungarn nur ein Durchgangsland sein soll. Der Ministerpräsident ist der Trittbrettfahrer der europäischen Solidarität. Ein Kommentar.
Es gebe „lose Gruppierungen“ von Häftlingen, die nach außen Kontakte zu Salafisten hielten, sagt Hessens Justizministerin. „Strukturbeobachter“ sollen der Ausbreitung des Islamismus hintern Gitter vorbeugen.
Bis heute ist die in bestimmten amerikanischen Milieus präsente Islamophobie Ausdruck der inneren Zerrissenheit eines Teils der Nation. Britta Waldschmidt-Nelson belegt, dass Malcom X in seiner Autobiographie bewusst das eigene Bild verzerrt und kriminelle Aktivitäten in den Vordergrund rückt.
In Irakisch-Kurdistan erstarkt der Zoroastrismus, eine der ältesten Religionen der Welt. Viele sehen darin eine Reaktion auf den IS-Extremismus.
Keiner der Eroberer in Palmyras Geschichte legte Hand an den Baal-Tempel, bis der IS das gewaltige Bauwerk sprengte und es zum Symbol machte. Wohin führt dieser Vernichtungsfeldzug gegen die Kultur?
Der „Islamische Staat“ setzt in Palmyra sein Zerstörungswerk fort. Mit der Tradition des Islam hat das nichts zu tun. Es ist ein Produkt der Moderne.
In seinem Roman „Unterwerfung“ beschreibt Michel Houellebecq, wie Frankreich vor dem Islam kapituliert. In „Le Monde“ ist jetzt zu lesen, wie der Literaturbetrieb vor dem Schriftsteller in die Knie geht.
Evangelische Kirchentage sind unerotisch? Navid Kermani nähert sich dem Christentum über die bildende Kunst. Dabei übersieht er wichtige Dimensionen und offenbart pietistische Blockaden.
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Europa. Nun haben sich die Staaten auf die Verteilung von 40.000 Migranten geeinigt. Mit dabei ist auch die Slowakei. Doch das kleine Land stellt Bedingungen.
In Wünsdorf im Süden von Berlin wurden 1915 Muslime im „Halbmondlager“ gefangen gehalten, die Nationalsozialisten bauten eine Bunkerstadt – jetzt soll hier eines der größten Lager für Asylbewerber in Deutschland entstehen.
In einem Propaganda-Video hat der „Islamische Staat“ ausdrücklich zu Aktionen gegen die Türkei aufgerufen. Deren Präsident Erdogan habe das Land an Amerika verkauft.
Ihr Vater war ein belasteter Mann, der SS-Obergruppenführer Karl Wolff, unter dessen Taten sie schon als junge Frau gelitten hatte. Offenkundig war die Welt des Islams fremd und fremdartig genug, um der 1934 geborenen Helga Wolff als Antidot zu dienen - als Weg, eigenständig zu werden.
Mit Youtube-Stars wie LeFloid will die Bundeszentrale für politische Bildung gegen islamistische Propaganda vorgehen. Beauty-Bloggerin Hatice Schmidt soll Jugendlichen die Kernbegriffe des Islams erklären.
Agil, umsichtig, ideenreich: Der Islam-Funktionär El Yazidi ist Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Hessen. Und Witze erzählen kann er auch.
Ständig steigt die Zahl der Frauen, die ausreisen, um den sogenannten „Islamischen Staat“ zu unterstützen. Das sagt die Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter. Auch verdeckte Prostitution sei dabei nicht ausgeschlossen.
Auch zur Ermordung des Bloggers Niloy Chakrabarty in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeshs, hat sich der regionale Al-Qaida-Ableger Ansar al-Islam bekannt. Im Februar war der Gründer des Blogs „Mukto-Mona“ getötet worden.
Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi hat das Manifest von IS-Kämpferinnen untersucht. Sie sagt: Die Hoffnung auf die ideale Gesellschaft locke die Frauen in den Islamischen Staat. Ein Interview.
Erstmals sagt einer der Angeklagten im Celler Terrorprozess vor Gericht aus. Er schildert die Etappen seiner Radikalisierung. Von der Kampfausbildung beim IS will er nichts gewusst haben. Wie glaubwürdig ist das?
An diesem Montag beginnt in Celle der Prozess gegen zwei Deutschtunesier, die sich dem „Islamischen Staat“ angeschlossen hatten. Der Prozess dürfte Einblicke in die Wolfsburger Islamistenszene geben.
Der amerikanische Soziologe Richard Alba hat die Einwanderungspolitik in sechs Ländern untersucht. Deutschland schneidet schlecht ab. Alba fordert, mit dem Islam in Europa besser umzugehen. Ein Interview.
Wer über Ansehen und Machtverlust, Posten und Intrigen, Glauben und Politik schreiben will, kann sich einiges vom Moscheenverband Ditib abschauen. Die Landespolitik horcht zu Recht auf.
Saif al Islam und acht weitere Vertraute Gaddafis sollen hingerichtet werden. Angeklagt waren sie wegen Verbrechen während des „Arabischen Frühlings“ 2011 in Libyen.
In Indien gelten weibliche Rindviecher als Göttinnen und somit unantastbar. Trotzdem wurden sie millionenfach zur Schlachtung nach Bangladesh geschmuggelt. Nun schreitet die Regierung ein.
Charb und wie er die Welt sieht: Zwei Tage vor seiner Ermordung schloss der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“ ein Pamphlet ab. „Brief an die Heuchler“ erscheint jetzt in deutscher Sprache.
Für die Publizistin Khola Maryam Hübsch ist klar: Nicht der Islam ist das Problem, sondern reformunwillige Muslime. Gleichzeitig klagt die muslimische Journalistin, in der Diskussion um den Kampf gegen den Islamischen Staat gehe es zu sehr um Religion.
Frankfurt ist um eine Bank reicher, aber keine gewöhnliche. Die islamische KT Bank nimmt und zahlt keine Zinsen, Geschäfte machen will sie aber trotzdem - im Einklang mit dem Islam.
In der muslimischen Welt gab es schon einmal eine radikale Rückbesinnung auf Schrift und Urzeit. Laute Rufe nach einem muslimischen Luther wären jedoch zwecklos.
Bernd Lucke hat eine neue Partei gegründet: die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa). Die neue Partei gibt sich viel Mühe, ungeliebte AfD-Mitglieder fernzuhalten.
Warum Moscheegemeinden, in denen vor allem Deutsch gesprochen wird, nicht vor dem Einfluss radikaler Salafisten gefeit sind – ganz im Gegenteil.
Das Fasten im Ramadan soll gläubige Muslime spirituell stärken. Doch Gruppendruck und falsch verstandene Religiosität verdecken mitunter den wahren Sinn des Verzichts.
Die neue Ministerin hat es vorgemacht, als sie noch ihre Bücher gegen einen totalitären Islam schrieb: Tunesien sucht nach dem jüngsten Attentat nach einer anderen gemeinsamen Basis als der Religion.