Warum die Katastrophe von Moria passieren konnte
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fragen sich viele: Wie konnten Griechenland und die EU solche Zustände zulassen? Die Antwort ist einfach. Aber sie tut weh.
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fragen sich viele: Wie konnten Griechenland und die EU solche Zustände zulassen? Die Antwort ist einfach. Aber sie tut weh.
Die griechische Regierung beschuldigt Migranten, den Brand im Flüchtlingslager Moria gelegt zu haben – und wählt drastische Worte. Derweil sind Tausende auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
Der Bewerber um den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen hat „konkrete Hilfe“ für Griechenland gefordert. Deutschland solle 5000 Migranten aus dem abgebrannten Lager Moria aufnehmen, schrieben er in einem Brief an Bundesinnenminister Seehofer.
Es ist eines der artenreichsten Naturgebiete der Welt. Seit Juli breiten sich die Brände im Naturschutzgebiet Pantanal in Brasilien unaufhaltsam aus. Unzählige Tiere sind schon in den Flammen ums Leben gekommen.
Auf Lesbos hätte die EU zeigen können, dass der Flüchtlingsdeal mit der Türkei funktioniert und sie ihre eigenen Regeln ernst nimmt. Stattdessen blickt sie nun auf Schutt und Asche.
In und um das Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos waren in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Brände ausgebrochen. Die griechische Regierung spricht von Brandstiftung.
Durch die Brände in Kalifornien sind inzwischen mehr als 8000 Quadratkilometer Wald vernichtet worden, das ist mehr als dreimal so viel wie die Fläche des Saarlandes.
Hunderte Camper müssen gerettet, tausende Häuser evakuiert werden. Und die Feuer in Kalifornien breiten sich weiter aus. Der Bürgermeister von Los Angeles fordert die Bewohner auf, nicht benötigte Elektrogeräte vom Netz zu nehmen.
Weil der einzige Zugang über eine Brücke zu einem Camping-Areal in der Sierra Nevada durch eine Feuer zerstört wurde, sind rund tausend Menschen von der Umgebung abgeschnitten. Die Feuerwehr in Kalifornien rief dazu auf, am Wochenende zu Hause zu bleiben.
Die Feuerwehrfrau Christine McMorrow spricht im Interview über die Brände in Kalifornien, darüber, wie Corona ihre Einsätze erschwert und über die dunkelsten Momente in ihrem Beruf.
Das brasilianische Klimainstitut Inpe hat für den Monat August die höchste je gemessene Zahl an Brandherden in dem uralten Regenwald gemeldet. Noch am Freitag wollte die Bolsonaro-Regierung dennoch Aktionen zum Schutz des Waldes einstellen.
Auslöser für die vielen Brände in Kalifornien war eine außergewöhnliche Reihe von starken Gewittern in der vergangenen Woche. Bei der Brandbekämpfung gibt es jetzt ein großes Problem.
Aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 wollen viele Betroffene nicht in die Schutzzentren der Behörden gehen. Mindestens fünf Menschen sind bereits durch die Brände ums Leben gekommen. Kaliforniens Gouverneur nennt Klimawandel als Grund für die Feuer.
In Kalifornien kämpfen mehr als 10.000 Feuerwehrleute gegen zwei Dutzend Großbrände an. Die Flammen haben schon Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben.
Fast 11.000 Blitze schlugen in den vergangenen Tagen aufgrund der Hitzewelle in Kalifornien ein. Sie haben fast 370 Brände ausgelöst – einige breiten sich rasant aus.
Unter Jair Bolsonaro hat die Abholzung des Regenwalds dramatisch zugenommen. Nun will er private Investoren zu Amazonas-Paten machen – denn Brasiliens Präsident fürchtet Kritik aus der Wirtschaft.
Bewohner im brasilianischen Bundesstaat Rondonia gaben alles, um die Brände von ihrem Eigentum fernzuhalten. Zusammen mit der Feuerwehr löschten sie das, was in ihrer Macht stand. Starke Winde unterstützten die Flammen. Der Rauch erschwerte die Arbeit.
Wegen seiner vielen Laubbäume ist Hessen kein typisches Waldbrandland. Doch auch hier züngelt es immer öfter. Die Schuld trägt fast immer der Mensch, obwohl er unter den Folgen am meisten leidet.
Umweltschützer werfen dem brasilianischen Präsidenten vor, die Brände im Regenwald hinzunehmen, damit neue Flächen für die Landwirtschaft erschlossen werden können. Bolsonaro will die Kritik „mit richtigen Zahlen bekämpfen“.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind in Hessen mehrere Feuer ausgebrochen. Betroffen waren besonders Mittel-, West und Südhessen, wo Felder und Waldgebiete in Flammen gerieten.
Am 30. Juli hat es an einem Tag rund 1000 Brände im Regenwald gegeben, berichten Umweltgruppen unter der Berufung offizieller Angaben.
Auf Grund der Rekordtemperaturen und der geringen Bodenfeuchtigkeit wüten Sibiriens Waldbrände weiter an. Der russische Waldschutzflugdienst teilt mit, er habe 136 Brände auf 43.000 Hektar bekämpft. Zwar haben die Brände in dieser Woche an Intensität abgenommen, doch die meisten Brände gelten als zu weit entfernt, um sie in den riesigen Wäldern Sibiriens zu löschen.
Brände, Goldgräber und Corona-Pandemie bedrohen im Amazonasgebiet viele der bedrohten indigenen Völker. Ein prominenter Klimaforscher Brasiliens appelliert zum Schutz der „Wächter des Regenwaldes“ an die Menschlichkeit.
In Australien beginnt die Untersuchung der verheerenden Brände zu Beginn des Jahres. Die Regierung hat dabei keine gute Figur gemacht. Im Umgang mit der Corona-Pandemie scheint sie aus ihren Fehlern gelernt zu haben.
Seit Anfang April wüteten rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl Feuer. Starker Wind fachte die Brände an und erschwerte die Löschung. Nun gibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Entwarnung.
Die verheerenden Brände im polnischen Biebrza-Nationalpark wurden am Sonntag zwar gelöscht, doch die Folgen sind schwer – und haben in Polen eine Debatte um den Umgang mit Wasser entfacht.
Im nordhessischen Witzenhausen ist eine Frau bei einem Brand verletzt worden. Ein Gasheizstrahler ist explodiert, wodurch ein Gartenpavillon in Brand geraten ist.
Im hessischen Bickenbach ist es am vergangenen Wochenende zu mehreren Bränden gekommen. Die Polizei schließt einen Zusammenhang nicht aus.
Immer neue Waldbrände um Tschernobyl stellen die Ukraine vor große Herausforderungen. Der Rauch liegt sogar über der Hauptstadt Kiew. Laut Regierung mehren sich die Hinweise auf Sabotage in ohnehin schwierigen Zeiten.
In Hessen kam es am Osterwochenende zu mehreren Unfällen mit Motorrädern. Die Fahrer verletzten sich teilweise schwer. Die Feuerwehr musste außerdem drei Brände in Mehrfamilienhäuser löschen.
Griechische Sicherheitskräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Zu einem Ansturm auf den Grenzzaun kam es bislang nicht. Nur noch wenige Migranten sollen sich dort noch aufhalten.
Eine Fläche so groß wie ein Drittel von Deutschland ist über Monate in Australien niedergebrannt. Im besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales lodern nun nach 240 Tagen erstmals keine Feuer mehr.
Während sich die Wetterlage in Deutschland am Dienstag beruhigt, verursacht das Orkantief „Sabine“ in Südeuropa noch schwere Schäden. In Europa hat es drei weitere Todesopfer gefordert.
Das Dorf Colo Heights wurde von dem „Mega-Feuer“ verwüstet. Viele Bewohner stehen nun vor den Trümmern ihrer Existenz. Dort zeigt sich aber auch, wie die Katastrophe die Menschen in Australien zusammengebracht hat.
Tödliches Unglück in Australien: Ein Löschflugzeug stürzt im Einsatz gegen die Brände ab. In der Hauptstadt Canberra muss der Flughafen wegen der Feuer schließen. Und die Warnungen der Behörden klingen wieder dramatisch.
Die Brände in Australien bedrohen auch die Symboltiere des Landes massiv. Nun sollen Hunde helfen, die Koalas vor den Flammen zu retten. Und die Einsätze zeigen erste Erfolge.