Zentralbanken im Wartestand
Die großen Zentralbanken lassen ihre Leitzinsen derzeit trotz steigender Energiepreise unangetastet. Das ist richtig. Sie sollten warten, wie sich die Lage am Persischen Golf entwickelt.
Mit dem Irankrieg trifft uns heute ein neuer Angebotsschock. Was die Euro-Notenbank nun tun sollte – und was nicht.
Der Leitzins ist ein von den Zentralbanken einseitig festgelegter Zinssatz und das wichtigste Element zur Steuerung der Geldpolitik. Der Leitzins bestimmt, zu welchem Preis sich die angeschlossenen Geschäftsbanken bei ihr Geld leihen und dieses dort anlegen können. Dies wirkt sich sowohl auf den Geldmarkt als auch auf die Volkswirtschaften aus.
Der Leitzins in Europa
In Deutschland wurde der Leitzins von der Bundesbank festgelegt, ehe sie durch die Europäische Währungsunion ihre Rechtsmacht an die Europäische Zentralbank (EZB) abgeben musste. Diese bestimmt seit 1999 den Leitzins für die gesamte Eurozone. Der Leitzins wird vor allem als Steuerungsmittel für die Geldpolitik eingesetzt: Ein niedriger Leitzins erleichtert den Geschäftsbanken die Geldbeschaffung bei der Zentralbank und ermöglicht ihnen die Weitergabe der niedrigen Zinsen an die Kunden. Dadurch können diese billiger Kredite, zum Beispiel zur Baufinanzierung, aufnehmen. Auf der anderen Seite werden jedoch auch die Habenzinsen auf Geldanlagen gesenkt. Ein hoher Leitzins führt dagegen zu einer Reduzierung der Geldmenge und zu einem Anstieg des Wechselkurses. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Exportwirtschaft aus.
Die großen Zentralbanken lassen ihre Leitzinsen derzeit trotz steigender Energiepreise unangetastet. Das ist richtig. Sie sollten warten, wie sich die Lage am Persischen Golf entwickelt.
Trotz neuer Inflationsgefahren lässt die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im März unverändert. Was heißt das für Sparer und Bauwillige?
Mit Spannung erwarteten die Anleger den Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank. Wegen der hohen Unsicherheit galt eine Senkung im Vorhinein als unwahrscheinlich.
Die Finanzmärkte preisen jetzt bis zum Sommer eine Leitzinserhöhung der EZB ein. Auch die Zinsen für Tagesgeld steigen. Wo gibt es am meisten?
Die Europäische Zentralbank belässt den entscheidenden Leitzins für den Euroraum bei 2,0 Prozent. Was steckt dahinter? Und was bedeutet das für Sparer und Kreditnehmer?
Nach Phase mit steigenden und sinkenden Zinsen lässt die EZB die Leitzinsen jetzt wohl für einige Zeit unverändert. Welche Folgen das hat.
Die Federal Reserve hat den Leitzins nicht verändert. Notenbankchef Jerome Powell verwies vor der Presse auf die aus seiner Sicht „sehr wichtige“ Unabhängigkeit der Zentralbanken.
Die US-Notenbank lässt den Leitzins nach drei Senkungen erstmals wieder unverändert. Fed-Chef Powell sieht solides Wirtschaftswachstum und glaubt, dass die Notenbank unabhängig bleibt – trotz der Kampagne des Weißen Hauses.
Inflation hoch, Währung schwach: Die türkische Notenbank drückt die Zinsen nach unten – wenn auch nicht so stark, wie von vielen erwartet.
Die Bank von Japan hebt die Zinsen, wodurch die Kosten für den immensen Schuldenberg des Landes weiter steigen. Das kann weltweite Auswirkungen haben.
Ein optimistischerer Wirtschaftsausblick lässt die Notenbank eine neutrale Haltung einnehmen. Sie belässt den Leitzins bei 2,0 Prozent. Anders als in London.
Die Zinsentscheidung der Währungshüter entspricht den Erwartungen des Marktes. Die Inflationsprognose wurde leicht gesenkt. Neuigkeiten gab es auch zu möglichen Interventionen am Devisenmarkt.
Die US-Notenbank senkt zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins – und zwar um 0,25 Prozentpunkte. Für 2026 rechnet die Fed in den USA mit deutlich mehr Wachstum.
In Belém startet am Montag die dreißigste Weltklimakonferenz. Das Bündnis Sahra Wagenknecht plant den Neuanfang, und in Mageburg beginnt der Prozess zu dem Weihnachtsmarkt-Attentat. Der F.A.Z. Newsletter.
Die nächste Leitzinssenkung ist keineswegs garantiert, sagt Jerome Powell. Der Fed-Chef äußert sich zudem zu der Frage, ob der aktuelle KI-Boom mit der Dotcom-Blase vergleichbar ist.
Nach nur zwei Jahren wird in den Niederlanden wieder gewählt. Die amerikanische Notenbank entscheidet über die weitere Geldpolitik. Und: Schwere Schäden auf Jamaika nach Hurrikan „Melissa“. Der F.A.Z. Frühdenker.
Anleger sind nach der Leitzinssenkung in Amerika in guter Stimmung. Europäische Indizes liegen am Donnerstag deutlich im Plus. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Amerika.
Auch wenn Japan eines der am höchsten verschuldeten Länder der Erde ist, besteht für die Stabilität keine Gefahr. Dennoch sollte die Notenbank ihre Geldpolitik nun straffen, erklärt der Chefökonom des Bankhauses Metzler.
Einsames Minderheitenvotum: Stephen Miran forderte eine Leitzinssenkung gar um 0,5 Prozentpunkte, die Mehrheit entscheidet sich für einen kleineren Schritt. Fed-Chef Jerome Powell sieht weitere Risiken.
Der hohe Leitzins, niedrige Ölpreise und ein starker Rubel belasten die russischen Unternehmen. Auch neue Sanktionsdrohungen stimmen Anleger skeptisch.
Die Europäische Zentralbank lässt trotz der Turbulenzen um Frankreich die Leitzinsen das zweite Mal unverändert. Welche überraschenden Folgen hat das für Sparer und Bauwillige in Deutschland?
Seit Monaten fordert US-Präsident Donald Trump eine Leitzinssenkung, um die US-Wirtschaft anzukurbeln. Notenbankchef Jerome Powell warnt vor politischer Einflussnahme.
Die Zinspause geht weiter: Die US-Notenbank hält den Leitzins zwischen 4,25 bis 4,50 Prozent – gegen den erklärten Willen von US-Präsident Trump.
Das Kabinett soll den Haushaltsentwurf beschließen, der deutschen Wirtschaft droht der nächste Rückschlag, und der Wetterdienst veröffentlicht seine Juli-Bilanz. Der F.A.Z. Frühdenker.
Allen anders lautenden Gerüchten zum Trotz senkt die Notenbank die Leitzinsen vorerst nicht weiter. Der Einlagensatz verbleibt auf 2,0 Prozent. Was heißt das für Sparer und Bauwillige?
Die Zinssenkung in der Türkei fällt höher aus als am Markt erwartet. Anleger haken die innenpolitische Krise um die verschärfte Repression gegen die Opposition ab.
Die Notenbank hat die Leitzinsen achtmal um insgesamt zwei Prozentpunkte gesenkt. Die Zinsen, die Verbraucher für Ratenkredite zahlen, sind nur wenig zurückgegangen. Die Gründe sind bemerkenswert.
Die Europäische Zentralbank senkt die Leitzinsen - aber die langfristigen Kapitalmarktzinsen steigen. Was steckt dahinter?
Russlands Unternehmen leiden unter dem hohen Leitzins, Exporteure kämpfen außerdem mit niedrigen Ölpreisen und einem starken Rubel. Putin will ausländische Anleger mit Garantien locken.
In Zeiten sinkender Leitzinsen sorgen einzelne Anlageprodukte mit vergleichsweise hohen Zinssätzen für Aufmerksamkeit. Was steckt dahinter?
Mit der weiteren Lockerung der Geldpolitik will die Nationalbank „dem tieferen Inflationsdruck“ entgegenwirken. Bald könnte die Zeit der Negativzinsen zurückzukehren.
Die US-Notenbank belässt den Leitzins auf hohem Niveau in der Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent – trotz anhaltender Kritik des US-Präsidenten Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump hat Fed-Chef Jerome Powell erneut verbal attackiert und vage angedroht, mit nicht näher benannten Zwangsmaßnahmen Zinssenkungen erzwingen zu wollen. Powell sei ein „Hohlkopf“, sagte Trump.
Die Zinsen in Russland werden von 21 auf 20 Prozent zurückgenommen. Kein Vergleich zu der Situation der EZB im Euroraum.
Der entscheidende Leitzins wird auf zwei Prozent herabgesetzt. Auch die Tagesgeldzinsen rauschen nach unten. Und nun?
Wie ergeht es Merz bei Trump? Die Ministerpräsidenten beraten über die schwarz-roten Steuerpläne und fürchten Steuerausfälle. Und: John-Wick-Ableger mit neuer Rächerin im Kino. Der F.A.Z. Frühdenker.