Nicht um jeden Preis
Intendant Milo Rau und Geschäftsführerin Artemis Vakianis haben den Auftritt des umstrittenen amerikanischen Tech-Milliardärs Peter Thiel abgesagt – wegen einer „wachsenden Anzahl kritischer Stimmen“.
Nachbeben um Peter Thiel: Die Wiener Festwochen neigen sich mit zwei Diskussionsforen und einer banalen Performance des Regisseurs Romeo Castellucci ihrem Ende zu.
Intendant Milo Rau und Geschäftsführerin Artemis Vakianis haben den Auftritt des umstrittenen amerikanischen Tech-Milliardärs Peter Thiel abgesagt – wegen einer „wachsenden Anzahl kritischer Stimmen“.
Milo Rau, der Intendant der Wiener Festwochen, hat den US-Milliardär Peter Thiel eingeladen. Ein weiterer Schachzug in der immerwährenden Selbstvermarktung des Schweizer Diskursdarstellers.
Bei den Wiener Festwochen bringt Florentina Holzinger ihr „Pfingstspiel“ zur mehrstündigen Aufführung auf wechselnden Schauplätzen. Das Ganze ist ebenso aufgebläht wie banal.
Die Wiener Festwochen eröffnen mit einer Rede Anne Applebaums, der Produktion „Wallden“ und Alice Diops Lesung aus dem Langgedicht „Die Reise der schwarzen Venus“ der amerikanischen Dichterin Robin Coste Lewis.
Das Musiktheater-Projekt „The Day Before“ sollte der erste große Höhepunkt der Wiener Festwochen sein. Ist Regisseurin Christiane Jatahy den Erwartungen gerecht geworden?
Die Säulenheilige des poetischen Nonkonformismus singt bei den Wiener Festwochen in intimem Rahmen – altersweise, aber kräftig. Und erzählt, wie sie in Wien vor 50 Jahren schüchterne Mädchen zum Partymachen animierte.
Wie ist er denn eigentlich so, der Wiener? Für die Wiener Festwochen ist der schwedische Theatermacher Mattias Andersson der Frage nachgegangen. Seinen Befund präsentiert er unter dem Titel „Mythen des Alltags“.
Eine Wiener Schau erinnert an Christoph Schlingensief. Sie ist nicht besonders anspruchsvoll, obwohl es an der Zeit wäre, sich von der bloßen Verehrung zu verabschieden, um sein Erbe für die Gegenwart produktiv zu machen.
Milo Rau macht die Festwochen zwar diverser, dünnt aber das Musikprogramm aus. Alles soll weiblicher werden und sich für den globalen Süden öffnen. Heraus ragt dabei nur „The Grief of Red Granny“.
Uraufführung bei den Wiener Festwochen: Milo Rau und Ursina Lardi spüren in „Die Seherin“ den verstörenden Erlebnissen von Kriegsreporterinnen nach.
Feine Anspielungen auf die israelische Politik in Zeiten der Erschütterung: Itay Tiran inszeniert „Richard III.“ und Christopher Rüping „All about Earthquakes“ bei den Wiener Festwochen.
Ach ja, die Hörbigers! Einst galt „Burgtheater“ von Elfriede Jelinek als skandalöse Legendenbeschimpfung, jetzt hat Milo Rau das Stück bei den Wiener Festwochen als Moralmelange inszeniert.
Vierzig Jahre lang war das Stück „Burgtheater“ von Elfriede Jelinek, in dem es um die Nazivergangenheit österreichischer Großschauspieler geht, gesperrt. Jetzt wird es wieder aufgeführt. Mavie Hörbiger spielt darin eine an ihren Großvater angelehnte Rolle.
Am kommenden Sonntag hätte Omri Boehm bei den Erinnerungsfeiern zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald sprechen sollen. Nach Protesten der israelischen Botschaft wird die Rede nun „verschoben“.
Österreich steht kurz vor der Wahl zum Nationalrat: Während die Kulturszene noch rätselt, ob die Hochwasserkatastrophe den Wahlausgang beeinflussen wird, steht manch ein Politiker schon in Regenjacke vor der Kamera.
Stimmungsbild in Frankreich +++ Die Würde des Parlaments +++ Bonus-Systeme für Spitzenmanager +++ Wiener Festwochen
Worpswede +++ Wiener Festwochen +++ Asylpolitik +++ Höhenflug der AfD
Florentina Holzinger ist Anwärterin auf die Intendanz der Berliner Volksbühne. Bei den Wiener Festwochen zeigt sie mit der feministischen Performance „Sancta“ eine Frau, die auf der Bühne ihre Haut brät. Kunst ist dabei Nebensache.
Provokation als Prinzip: Milo Rau startet seine Intendanz bei den Wiener Festwochen mit problematischen Projekten. Ein Glücksfall war der Auftritt des Kyiv Symphony Orchestra unter Oksana Lyniv.
Am Dienstag dieser Woche wird der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm über den israelisch-palästinensischen Konflikt sprechen – auf historischem Terrain: dem Wiener Judenplatz. Dagegen protestieren jüdische Institutionen in Österreich.
Die Wiener Festwochen haben nach ukrainischen Protesten den Dirigenten Teodor Currentzis, der weiterhin mit Russland Geschäfte macht, ausgeladen. Der Intendant Milo Rau bezeichnet die Absage als „alternativlos“. Das verrät viel über seine Kunstferne.
Der griechisch-russische Dirigent Teodor Currentzis lässt seine Ensembles mit russischem Geld finanzieren. Zum Krieg gegen die Ukraine formuliert er keine Haltung. Nach ukrainischen Protesten haben ihn die Wiener Festwochen jetzt ausgeladen.
Zeitloses und allzu Zeitgenössisches: Tomi Janežič und Mariano Pensotti inszenieren bei den Wiener Festwochen. Das eine überzeugt mit langsamer Sehnsucht, das andere verbittert durch biederen Midcult.
Bei den Wiener Festwochen wird viel politisiert, aber wo bleibt die Kunst? Alban Bergs Oper „Lulu“ jedenfalls wurde im Schwimmbad versenkt.
Der Intendant des ORF will das Symphonie-Orchester des Senders nicht mehr finanzieren. Damit ist nicht nur ein international geschätzter Klangkörper in Gefahr, sondern der wichtigste Auftraggeber für zeitgenössische Komponisten in Österreich.
Milo Rau wird Festwochen-Chef
Mythisch, gewaltig, umstritten: Milo Rau wird von Juli 2023 an als Intendant die Leitung der Wiener Festwochen verantworten. Er kündigt an, sich dort für ein vielstimmiges, kämpferisches Welttheater einzusetzen.
Schwanengesang, Verhörprotokolle, die Sirenenklänge der Künstlichen Intelligenz und rund dreißigtausend verkaufte Karten: Eine Bilanz der Wiener Festwochen.
Die Wiener Festwochen haben sich mit der Würdigung der Komponisten Iannis Xenakis und Philip Glass viel vorgenommen. Herausgekommen sind politische Agitation und esoterische Rituale.
Energiegefälle: Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ mit Isabelle Huppert und Robert Walsers „Der Teich“ mit Adèle Haenel bei den Wiener Festwochen.
Sein Publikum muss man nicht bewerten, aber man hat es immer von neuem zu verführen: Salzburg-Intendant Markus Hinterhäuser über den Sinn der Festspiele, seine Arbeit am Programm und die Freiheit der Besucher, aus dem Angebot zu wählen.
Die Wiener Festwochen erholen sich langsam: Nachdem in den letzten Jahren viele Besucher ausblieben, musste man sowohl Organisation als auch die Künstler hinterfragen. Doch neue Darbietungen geben Grund zur Hoffnung.
Wäre der Marxismus heute zu mitreißend für sensible Gemüter? Die „Proletenpassion“ von 1976 wird im Essener Schauspiel durch neue Zwischentexte ruiniert.
Vor allem auch ein Abend über den Abschied: Bei den Wiener Festwochen stellt der 92 Jahre alte Regisseur Peter Brook seine Arbeit „Battlefield“ vor.
Auf dem Weg in die Entbehrlichkeit: Die Wiener Festwochen eröffnen unter der neuen Intendanz von Tomas Zierhofer-Kin mit dem exotischen Pop-Potpourri „Ishvara“ von Chen Tianzhuo.
Achim Freier inszeniert Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ bei den Wiener Festwochen und fordert dem Dirigenten Marc Minkowski dabei Großes ab.