Der Getriebene
Wer wie der zurückgetretene Bundeskanzler Faymann fast nur Niederlagen zu verantworten hat, verliert seine Fürsprecher. Sein Nachfolger wird die Auseinandersetzung mit der FPÖ suchen müssen.
Wer wie der zurückgetretene Bundeskanzler Faymann fast nur Niederlagen zu verantworten hat, verliert seine Fürsprecher. Sein Nachfolger wird die Auseinandersetzung mit der FPÖ suchen müssen.
Seit 22 Jahren ist Michael Häupl Bürgermeister von Wien. Jetzt muss der studierte Zoologe tun, was er nie wollte – als Parteichef und vielleicht auch als Kanzler übernehmen. Wird er weiterhin auf die totale Abgrenzung zur FPÖ setzen?
In Österreich hat ein junger Mann eine Frau mit einer zehn Kilo schweren Metallstange erschlagen. Der Grund ist völlig unklar; ersten Ermittlungen zufolge kannten sich Täter und Opfer nicht.
Im Interview mit der F.A.S. fordert Österreichs Außenminister Kurz ein Ende der unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen. Ihm schwebt ein Resettlement-Programm für Flüchtlinge vor – um den Schwachen zu helfen, die eine Flucht nicht überstehen würden.
Die Wiener Regierung sieht sich bei ihrer Asylgesetzgebung juristisch auf der sicheren Seite. Zum Ärger der übrigen EU-Staaten. Doch die Fragen bleiben.
Schon als Kleinkind wünschte er sich, die vier Symphonien von Brahms zu dirigieren. Es ist ihm aber noch viel mehr geglückt. Zum achtzigsten Geburtstag des Dirigenten Zubin Mehta.
Die Kritik von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon an Österreichs Flüchtlingspolitik ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker innerhalb der SPÖ. Die Partei von Bundeskanzler Faymann ist tief gespalten. Ihm bietet das ganz neue Möglichkeiten.
In Wien zeigt eine Ausstellung verrückte Mode-Bilder aus früheren Jahrhunderten. Manches davon wirkt auch heute gewagt: Girlanden um die Brust, eckige Röcke und Schafsköpfe auf den Hüften zum Beispiel.
Jahrzehntelang prägte Rudolf Wessely die Theaterlandschaft. Nun ist der Schauspieler, Regisseur und Dramaturg im Alter von 91 Jahren in München gestorben.
Stefan A. Müller zeigt, dass sich die österreichischen Nachkriegsregierungen Franco-Spanien gegenüber in einer unreflektierten Freundschaft verbunden fühlten.
Der Sieg der FPÖ bei der Präsidentenwahl ist eine Zäsur. Die Volksparteien in Österreich spüren den Verdruss der Bürger. Das ist auch ihrer Bequemlichkeit geschuldet. CDU und SPD sollten sich das genau anschauen.
Zeitenwende in Österreich: Die rechte FPÖ hat die erste Runde der Präsidentenwahl nach Hochrechnungen mit mehr als 36 Prozent klar gewonnen. Die Kandidaten der Regierungsparteien erreichten nicht einmal die Stichwahl.
Österreich will ab Ende Mai wieder die Grenze am Brenner kontrollieren. Dass die deutsche Kanzlerin genau damit zu rechnen scheint, sollten aus Italien abermals zahlreiche Flüchtlinge nach Norden reisen, ist in Wien sehr genau registriert worden.
1940 schrieb Arthur Koestler einen Schlüsselroman der Stalinära: „Sonnenfinsternis“. Das Originalmanuskript galt als verschollen. Durch Zufall hat es nun ein Kasseler Doktorand wiederentdeckt.
Bei der Wahl zum Bundespräsidenten werden die Bürger die Volksparteien abstrafen. In Umfragen führt ein Grünenpolitiker, auf dem zweiten Platz liegt eine Parteilose. Wer sind die Kandidaten, die das mächtige Amt übernehmen wollen?
Kanzlerin Merkel hat die Schließung der österreichischen Grenze in der Flüchtlingskrise stets kritisiert – jetzt scheint sie im Notfall doch auf die Hilfe aus Wien zu setzen. Wenn Italien nicht handele, müsse es eben Österreich tun, soll Merkel gesagt haben.
Das Dorotheum versteigert am 19. April Alte Meister in Wien. Darunter befinden sich Werke von Hans Memling, Guido Reni und Jan Breughel. Eine Vorschau
Mitglieder der „Identitären“, einer rechtsextremen Gruppe, haben die Aufführung eines Flüchtlings-Stücks von Elfriede Jelinek an der Universität Wien gestürmt. Bestürzung in Österreich.
Wien errichtet am Brennerpass Grenzanlagen. Doch Italien misstraut den Vorkehrungen und fordert Hilfe aus Brüssel. Steht Europas Einheit auf dem Spiel?
Ende eines Lebenswerks: Österreichs größtes Privatmuseum, das des Sammlers Karlheinz Essl, schließt wegen Finanzierungsproblemen. Und hinterlässt damit eine Lücke.
„Man kann alles verwenden, was man verwenden kann.“ Orthodoxie im Design war Josef Franks Sache nicht. Wie sehr er seiner Gestaltungslust freien Lauf ließ, zeigt nun eine Ausstellung im Wiener Museum für angewandte Kunst.
Vor 250 Jahren beschloss Kaiser Joseph II., dass „von nun an zu allen Zeiten des Jahrs jedermann in den Bratter frey spazieren zu gehen, zu reiten, und zu fahren, erlaubet seyn soll“ - weitere Unterhaltungen eigenen Gefallens waren zulässig. Doch wie sieht das heute aus?
Wien ist als Finanzplatz für Russland interessant. Jetzt ist der Chef einer Bank zurückgetreten, die mit Russen Geschäfte machte. Gegen Kunden der Bank ist bereits in mehreren Fällen wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt worden.
Ihr Haselnuss-Schnaps verkauft sich fast wie im Märchen. So hat sich Fräulein Brösel mit ihren Obstbränden einen Namen gemacht.
Bei ihrem Treffen in Wien demonstrieren die Innenminister deutschsprachiger Länder Einigkeit. Das verdeckt nicht, dass Österreich in der Migrationskrise den Takt vorgibt.
Der Weg über die Türkei ist für Flüchtlinge versperrt. Damit sie nun nicht über das Mittelmeer kommen, regt Innenminister Thomas de Maizière ein Abkommen mit den Staaten auf der anderen Seite des Meeres an.
Klassenziel verfehlt: Die Ausstellung russischer Avantgardekunst „Chagall bis Malewitsch“ in der Wiener Albertina zeigt nur Gemälde und lässt damit Wesentliches aus.
Auch die Repräsentanten der Republik schmücken sich gerne mit dem berühmtesten Backenbart der österreichischen Geschichte. Franz Joseph I. ist auch hundert Jahre nach seinem Tod in Wien präsent wie eh und je.
Die österreichische Fotografin Elfie Semotan ist bekannt für ihre Porträts und Modestrecken – und dafür, selbst nicht so gern im Mittelpunkt zu stehen. Warum sie trotzdem eine Autobiographie veröffentlicht hat.
Natascha Kampuschs Entführer hat das Leben mit seinem Opfer mit der Kamera festgehalten. Ein ehemaliger Kriminalbeamter beschreibt in seinem Buch, was auf den Videos zu sehen ist.
Gesten, Maschen und die digitale Dauerselbstversorgung: Das Museum Brandhorst in München zeigt die Malerei des Informationszeitalters. An Informationen mangelt es der Schau jedoch.
Das österreichische Bundesland Kärnten hat Gläubigern der früheren Landesbank Hypo Alpe Adria ein Angebot gemacht. Die größte Gruppe lehnt es ab. Was nun?
Österreichs Politiker wollen mit scharfen Tönen in der Flüchtlingspolitik bei den Wählern punkten. Doch die Migrationsdebatte verdeckt, dass das Land in weiteren Schwierigkeiten steckt. Über die Rückschläge in Wirtschaft und öffentlichen Finanzen spricht niemand.
Außenminister Kurz verlangt angesichts der dramatischen Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze eine bessere Versorgung der Flüchtlinge. Das „Durchwinken nach Norden“ müsse gestoppt werden.
Wie sich Deutschland und Österreich in der Flüchtlingskrise erst stritten – und nun wieder annähern. Denn auch wenn die Kanzlerin gegen die Schließung der Balkanroute ist, sinkt die Zahl der ankommenden Flüchtlinge an der deutschen Grenze.