Ballonfahrer
Die Radiosender der ARD haben ihr Engagement als Medienpartner bei den Konzerten von Roger Waters abgesagt. Sie tun gut daran. Die Kritik an Waters politischer Symbolik ist berechtigt.
Die Radiosender der ARD haben ihr Engagement als Medienpartner bei den Konzerten von Roger Waters abgesagt. Sie tun gut daran. Die Kritik an Waters politischer Symbolik ist berechtigt.
Mit seinem Ja zur Weiterverwendung von Glyphosat hat Christian Schmidt parteiübergreifend für Verärgerung gesorgt. Auch die Kanzlerin rügte den Bundeslandwirtschaftsminister für seine eigenmächtige Entscheidung. Die hat er offenbar nicht spontan getroffen.
Bisher fand die Debatte über die Regierungsbildung in lichten Höhen statt. Dann machte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt tatsächlich Politik – mit Glyphosat. Müssten die SPD-Minister jetzt nicht abtreten?
Vier ARD-Radiosender wollten als Medienpartner Konzerte des früheren Pink-Floyd-Bassisten Roger Waters übertragen. Nachdem sie erfahren haben, dass er Ballons in Schweineform mit Davidstern aufsteigen lässt, besinnen sie sich anders.
Der Rundfunkrat des WDR kritisiert die Talkshows von Sandra Maischberger und Frank Plasberg mit harten Worten. Der Sender weist die Vorwürfe zurück. An manchen könnte aber etwas dran sein. Wobei der wichtigste Punkt fehlt.
Lässt sich das exzessive Sprachkunstwerk „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace überhaupt vertonen? Für ein neues Hörspiel hat der WDR 1400 Sprecher, Laien und Liebhaber vors Mikro gebeten – mit ungeahnten Folgen.
Das Auswärtige Amt bemüht sich offenbar darum, mindestens sechs deutsche Minderjährige aus Haftanstalten und Verhörzentren im Irak zu befreien. Der Chef des Verfassungsschutzes sieht darin jedoch eine große Gefahr.
Das wäre ins Auge gegangen: Der WDR nimmt einen Film über Thomas Middelhoff aus dem Programm. In letzter Minute stellte sich heraus, dass der frühere Manager bei dem Film Mitsprache hatte und vorher sehen durfte.
Die Grünen wollen das Ende der Braunkohle, Union und FDP warnen vor Energieengpässen. Nun bringt eine Studie Licht ins Dunkle der Auseinandersetzung. Was passiert, wenn die 20 ältesten Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden?
Ein ARD-Papier hat jetzt die neue Linie für den „Tatort“ vorgegeben: nur noch zwei experimentelle Fälle im Jahr, ansonsten der klassische Ermittlerkrimi. Wir wagen einen Blick ins Programm der Zukunft.
Das investigative Journalistennetzwerk ICIJ hat neue Steuerschlupflöcher und potenziell brisante Geschäftskontakte hochrangiger Persönlichkeiten weltweit aufgedeckt.
Die ARD will ihren Zuschauern nur noch zwei Experimente beim „Tatort“ im Jahr zumuten. Was wäre das für ein Einerlei, wenn zur DNA der Krimiserie in Sachen Vielfalt nur der Ortswechsel zählte?
Die Türkei will Hunderte Intellektuellle vor Gericht stellen, die das Vorgehen von Sicherheitskräften in den Kurdengebieten kritisiert hatten. Viele der Angeklagten leben in Deutschland.
Außergewöhnliche „Tatorte“, über die sich Zuschauer aufregen könnten, sollen seltener werden – so lässt sich eine ARD-interne Maßgabe zu sogenannten experimentellen Sonntagskrimis interpretieren.
Wegen des ominösen Darlehens in der Affäre um die WM 2006 bittet das Finanzamt den Deutschen Fußball-Bund zur Nachzahlung. Der DFB will den geänderten Steuerbescheid jedoch nicht so einfach akzeptieren.
Im Falle der Cum-Ex genannten Steuertricks von Banken und Großinvestoren könnte es zum ersten Strafprozess in Deutschland kommen. Insgesamt wurde der Bund wohl um mehr als 10 Milliarden Euro betrogen.
Fünf Vereine in der ersten Liga, fünf Filme: FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln. So zeigt der WDR, was NRW am Ball drauf hat.
In Polen wird Mateusz Piskorski der Spionage im Auftrag Russlands verdächtigt. Mit AfD-Politikern soll er einen Verein gegründet haben. Doch auch zu einer anderen deutschen Partei suchte er offenbar Kontakt.
Der WDR nimmt in einer Dokureihe die siebziger Jahre im bevölkerungsreichsten Bundesland unter die Lupe. Dabei finden sich einige Nachlässigkeiten.
Unbekannte haben die Glastafel mit den eingravierten Namen der Opfer der Loveparade-Katastrophe von 2010 wohl vollständig zerstört. Der Staatsschutz ermittelt.
Wenn Autoindustrie und Bundesregierung zur mordenden „Automafia“ werden: Ein ARD-Experte verliert beim Twittern Maß und Ziel aus den Augen.
Die sächsische Schülerin, die sich im Irak dem IS angeschlossen hatte und dort verhaftet wurde, will mit den Behörden kooperieren. Sie bereue ihren Entschluss, sagte sie einem Reporter.
Jetzt greift die Politik ein: Nach neuen Vorwürfen gegen Daimler im Abgasskandal hat Verkehrsminister Dobrindt Vertreter des Autobauers nach Berlin zu einer „Sondersitzung“ geladen – und zwar sofort.
Nach dem Putschversuch in der Türkei sind viele Soldaten und Diplomaten ins Ausland geflohen. Ihre ehemaligen Kollegen sollen nun Informationen über sie sammeln.
Der Bundestag hat heute über die „Ehe für alle“ abgestimmt, eine historische Entscheidung. Bei Maybrit Illner wird klar, dass die Gewissensnöte der Politiker hierbei allerdings keine Rolle spielen.
Die Kulturpolitiker im EU-Parlament haben dafür gestimmt, dass Online-Rechte weiter länderweise verkauft werden. Doch eine SPD-Frau will den Sendern einen Vorteil verschaffen.
Zuerst hatte der WDR die Antisemitismus-Dokumentation abgelehnt. Dann sendete er sie – aber nur kommentiert, um die Autoren bloßzustellen. Bei einem kürzlich gesendeten antisemitisch grundierten Film war das anders.
Ein früherer Manager von Volkswagen sitzt in den Vereinigten Staaten schon in Haft. Nach fünf weiteren ehemaligen Führungskräften wird nun wohl auf der ganzen Welt gesucht.
Der Film „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“, den Arte und WDR nicht senden wollten, sei nun ein „Weltereignis“, sagt Michael Wolffsohn. Das hat, bei allen Mängeln des Stücks, sein Gutes.
Das Erste und Arte zeigen nun doch den Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“. Ein Gespräch mit Joachim Schroeder, dem Regisseur der zunächst abgelehnten Arte-Dokumentation.
Arte, der WDR und die Dokumentation über Judenhass in Europa: Ein Film als überspitzte, teilweise nachlässig gearbeitete und doch notwendige Provokation – denn sein Fazit ist verheerend.
Obwohl Arte und WDR die Dokumentation über Antisemitismus in Europa in Auftrag gegeben hatten, wollen sie sie nicht senden. Jetzt nutzen andere das öffentliche Interesse.
Charlotte Knobloch schreibt an die Chefs von Arte, SWR und WDR. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern bittet, einen Film über Antisemitismus zu senden. Der WDR entgegnet.
Für ihre Dokumentation „Der Hass auf Juden in Europa“ hatten die Autoren einen Auftrag, doch senden wollten Arte und WDR nicht. Jetzt formuliert der Zentralrat der Juden eine Bitte.
Eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa wird vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Auftrag gegeben, aber nicht gezeigt. Die Sender lehnen sie mit formalen Argumenten ab. Könnte es sein, dass sie kneifen?
Ein Dokumentarfilm über neue Formen des Antisemitismus wird sehr gelobt. Aber Arte und der WDR wollen ihn nicht zeigen, weil er nicht „ausgewogen“ sei. Die Autoren verstehen die Welt nicht mehr.