Der Spieler
Bohemien und Bergjunge: Als hätte es die Postmoderne nie gegeben, singt der Schweizer Dagobert auf der Bühne der Großstadt Berlin in scheinbar sinnlicher Ernsthaftigkeit von der Liebe. Was ist das für ein Typ?
Bohemien und Bergjunge: Als hätte es die Postmoderne nie gegeben, singt der Schweizer Dagobert auf der Bühne der Großstadt Berlin in scheinbar sinnlicher Ernsthaftigkeit von der Liebe. Was ist das für ein Typ?
Der Streit um die Volksbühne in Berlin und die Münchner Kammerspiele hat aus künstlerischer Vielfalt künstliche Antagonismen gemacht. Wie kommt man da wieder heraus? Gespräche mit Akteuren, die es wissen könnten.
Stuhlkreis statt Findungskommission: In der Berliner Akademie der Künste wird über die Zukunft der Volksbühne diskutiert. Man ist sich einig, und genau darin liegt das Problem.
Der im Berliner Kulturbetrieb umstrittene Belgier Chris Dercon verlässt die Berliner Volksbühne. Seine Intendanz werde mit sofortiger Wirkung beendet, teilte die Kulturverwaltung am Freitag mit.
Man könnte diesen Dokumentarfilm eine Hommage nennen, und zwar ganz wörtlich: 25 Jahre Theaterpraxis werden hier vor allem einem Mann zugeschrieben, Frank Castorf. Die besten Momente in „Partisan“ allerdings hat eine Frau.
Mit Susanne Kennedys „Women in Trouble“ enttäuscht die Berliner Volksbühne, deren alter Hausgeist Frank Castorf derweil mit „Les Misérables“ Victor Hugo ins Wort fällt. Sieben Stunden lang. Weil er es kann.
Eine Beleidigung der Zuschauer und Darsteller: Die Neue Volksbühne eröffnet das alte Haupthaus mit „Live-Situationen“ von Tino Sehgal und drei Beckett-Einaktern.
Ungefähr zehntausend Euro soll es kosten, die Schäden zu beheben, die an der Berliner Volksbühne durch die als Kunstaktion ausgegebene Besetzung entstanden sind. Die Frage ist: Wer zahlt die Zeche?
Die Besetzung der Volksbühne ist am Nachmittag friedlich zu Ende gegangen. Die verbliebenen Aktivisten verließen das Gebäude nach Gesprächen mit der Polizei freiwillig.
Dass sich die Besetzer gegen Gentrifizierung einsetzen, wirft ihnen niemand vor. Eine erhebliche Störung stellte ihre Anwesenheit ebenfalls nicht dar. Wo liegt also das Problem? Ein Gastbeitrag.
Seit fast einer Woche protestieren jugendliche Gentrifizierungskritiker an der Berliner Volksbühne gegen steigende Mieten, knappen Wohnraum und soziale Verdrängung. Es scheint, als bräche die Politik in die Kunst ein.
Die Besetzer der Volksbühne in Berlin klagen über Gentrifizierung – und Kultursenator Lederer von der Linkspartei stellt sich ihnen entgegen.
Aktivisten haben die Berliner Volksbühne besetzt, wollen das aber nicht als Protest gegen deren Leitung verstanden wissen. Die verhandelt jetzt mit den ungebetenen Gästen – und hat ein paar Bitten.
Demonstranten haben die Berliner Volksbühne gestürmt. Angeblich wollen sie gegen den neuen Theaterchef Chris Dercon und negative Entwicklungen in der Stadt protestieren.
Die Berliner Volksbühne verabschiedet sich von Intendant Frank Castorf – und sagt mit Feiern und einer späten Christoph-Schlingensief-Filmpremiere adieu.
In vollem Lametta: René Pollesch verabschiedet sich mit „Dark Star“ gewohnt diskursfreudig von der Berliner Volksbühne. Und das Publikum will ihn eigentlich nicht gehen lassen.
Geht’s noch ein bisschen kleiner? Mit dem verlorenen Wassja in Dostojewskis Erzählung „Ein schwaches Herz“ verabschiedet sich Frank Castorf nach fünfundzwanzig Jahren von der Berliner Volksbühne.
Schon in der DDR durch Kino und Fernsehen berühmt geworden, setzte er seine Karriere auch im Westen fort: Kaum ein deutscher Schauspieler ist so wandlungsfähig wie Henry Hübchen, der heute siebzig wird.
Die Schaukämpfe um die Volksbühne lenken prima von echten Problemen ab, und der Bürgermeister verrenkt sich kunstvoll. Und das ist erst der Anfang mit der neuen Dreier-Koalition.
Die Volksbühne ist kein Gegenstand von Stadtentwicklung oder Tourismus. Wer sie abwickeln will, vergeht sich an der Kunst. Ein Gastbeitrag.
Die Freunde der Berliner Volksbühne wollen dem neuen Intendanten Chris Dercon den Kampf ansagen und üben sich in rebellischen Posen. Eigentlich will man aber nur ein bisschen Quatsch machen.
Die Theaterkritiker haben gewählt: Im diesjährigen Bühnen-Ranking liegen gleich zwei Berliner Theater vorn. Mit ihrer schauspielerischen Leistung überzeugen Caroline Peters und Edgar Selge.
Marius Müller-Westernhagen zeichnet zwei Konzerte in der Berliner Volksbühne für „MTV Unplugged“ auf – und überrascht mit einer unaufgeregten und abgespeckten Show.
„Kommunikation“, „Eigentum“, „Marke“ - man darf gespannt sein, was Chris Dercon mit der Berliner Volksbühne anstellt. Indes lässt ein Geburtstagsbrief eine neue Front erahnen.
In der Theaterwelt wird beargwöhnt, dass der künftige Intendant der Volksbühne aus der Bildenden Kunst kommt. Die Berliner Senatskulturverwaltung bestätigt Personalkürzungen und nennt sie einen „ganz normalen Vorgang“.
Aus der Ernennung von Chris Dercon als neuen Intendanten der Berliner Volksbühne hat sich ein Kulturkampf entwickelt – mit einem Senat, der sich bislang schwertut, die Ängste vor dem künstlerischen Ausverkauf des Hauses zu zerstreuen.
Der Streit an der Berliner Volksbühne nimmt immer obskurere Formen an. Wie konnte er derart aufbranden - und worum geht es eigentlich?
Die traditionsreiche Berliner Volksbühne bekommt einen neuen Intendanten, die Gerüchteküche brodelt und alle Mitarbeiter steigen auf die Barrikaden. Ein offener Brief zeigt nun das Ausmaß der Misere.
An der Volksbühne zeigt sich Regisseur Frank Castorf abermals als absoluter Künstler. Mit „Die Kabale der Scheinheiligen. Das Leben des Herrn de Molière“ überfordert er alle. Und das ist auch gut so.
Der neue Intendant Chris Dercon hat schlimme Pläne für die Berliner Volksbühne vor. Doch noch gibt es hier René Pollesch – nichts wie hin!
„Wir müssen den Kampf aufnehmen!“ Giannis Varoufakis fordert in der Berliner Volksbühne, den Euro wieder zu demokratisieren. Das Publikum ist begeistert. Doch über den Debatten schwebt ein Wort, das den Enthusiasmus gleich wieder auseinandernimmt.
Der Bühnenbildner Bert Neumann hat den Geist und das Bild der Berliner Volksbühne geprägt. Jetzt ist er mit 54 Jahren verstorben. Ein Nachruf des Volksbühnen-Dramaturgen Carl Hegemann.
Die große amerikanische Sängerin Patti Smith kommt zum vierzigjährigen Jubiläum ihres legendären Debüt-Albums „Horses“ auf Tournee nach Deutschland. Eine Würdigung der Gralshüterin des Rockideals.
Michael Quast gibt seit zehn Jahren Molière auf hessisch in „Barock am Main“. Da bildet 2015 keine Ausnahme von der Regel: Zum Jubiläum hat sich Autor Rainer Dachselt eine neue Übertragung vorgenommen.
Die Wahl Anselm Webers zum neuen Frankfurter Schauspielintendanten ab 2017 ist zu begrüßen. Denn der Mann ist grundsolide. Das ist heutzutage schon etwas.
Chris Dercon soll auf Frank Castorf folgen? Das ist natürlich gröbster Unfug, passt aber auf den Misthaufen Volksbühne wie ein parfümiertes Taschentuch - also ganz wunderbar zu Berlin.