Vom Auerochsen zum organisierten Verbrechen
Was bedeutet es, wenn eine Stadt, die kein Vorbild hat, gleichzeitig exemplarisch ist? Die Ausstellung „Wolfsburg Unlimited“ versucht, Perspektiven aufzuzeigen.
Was bedeutet es, wenn eine Stadt, die kein Vorbild hat, gleichzeitig exemplarisch ist? Die Ausstellung „Wolfsburg Unlimited“ versucht, Perspektiven aufzuzeigen.
Ein Anwalt aus Frankfurt will sich in der Schweiz bessern. Den Mann, der ihn spielt, kennen wir aus der „Schwarzwaldklinik“ und vom „Traumschiff“: Christian Kohlund schlägt sich im neuen „Zürich-Krimi“ ziemlich gut.
Zu viele Ausländer im Ballett, die auch noch viel zu viel verdienten, so der Vorwurf in Rumänien. Übersteigerter Nationalismus und giftiger Neid zerstören den guten Ruf der Bukarester Nationaloper.
Vulgäre Beleidigungen, Gossenjargon und nackte Tatsachen: Box-Weltmeister Tyson Fury macht keinen Hehl aus seiner Abneigung für Wladimir Klitschko. Der keilt zurück.
Gute Nachrichten für die Münchner: Abwehrchef Jérôme Boateng steht wieder im Kader für das Halbfinale der Champions League. Vor dem Hinspiel verzichtet Pep Guardiola auf ein Training in Madrid.
Die alte Fischer-Straße in Benin ist nur eine staubige Piste. Da braucht man einen Fahrer, der jedes Sandloch persönlich kennt. Eine fast perfekte Expedition.
In der Nacht der Museen verknoten sich manch einem Besucher die Finger. Am Liebieghaus kommen entlarvende Details zum Vorschein, und im Städel herrscht dicke Luft.
Bundeskanzlerin Merkel trifft zu Gesprächen über die Flüchtlingskrise den türkischen Ministerpräsidenten Davutoglu. An der syrischen Grenze besucht sie ein Flüchtlingscamp – und wird freudig empfangen.
Der Wohlstand ist auf Inseln, weil ihn keiner einfach abtransportieren kann: Diese Binsenweisheit gilt es im kommenden Rentenkrieg zu berücksichtigen, wenn gierige Jüngere die Plünderung westdeutscher Eliten fordern.
Das eine Lied, zu dem nur Prince selbst tanzen konnte, die schlichte Komposition, die Frauenaugen zum Leuchten bringt, und die Gospel-Litanei, die so gut zur Sommermelancholie passt: Sieben Redakteure erzählen von ihrem liebsten Prince-Song.
Auf die Geschichte kommt es an: Der Hanauer Comic-Zeichner Michael Rautenberg zeichnet einfach gehaltene Figuren. Und das mit Erfolg.
Wer jedes Missverständnis vermeiden will, hängt heutzutage Emojis an seine Kurznachrichten. Jetzt warnen Forscher vor der Uneindeutigkeit der grinsenden, zwinkernden Gesichter.
Steffen Henssler ist Koch, Entertainer und jemand, der vor allem das Vollgas kennt. Aber ist er auch so, wenn die Kamera aus ist? Ein Besuch in seiner Fernsehshow.
Die Zahl der Insektenarten ist in Deutschland drastisch gesunken. Auch deshalb sind die Biodiversitätsforscher alarmiert: Denn es fehlt noch ein solides Monitoring.
Mittelkürzung in Millionenhöhe und die Vorgabe, weder auf eine Sparte zu verzichten noch Leute zu entlassen: Die Stadt Hagen verlangt viel von ihrem Theater. Kein Wunder, dass sich kein neuer Intendant finden lässt.
Wer ein Hörgerät trägt, kennt das Problem: Sprache wird einigermaßen verstanden, aber Musik ist ein einziger Brei. Implantate können helfen und selbst gänzlich Taube ein Konzert genießen.
Ihre Arbeitsblätter sind dicker, und sie zoomt sich die Tafel heran. Lena sieht wenig. Trotzdem besucht sie eine hessischen Grundschule. Das klappt gut.
Heimat der Pythonfrau, Kraftzentrum des Universums, Kletterspaßberg mit Outback-Blick: Der Uluru im Herzen Australiens ist vieles und eines gewiss nicht - ein ganz normaler Felsen.
Assistenzsysteme halten Einzug in die Bootswelt. Eine Yacht trimmt ihre Segel selbst, ein Powerboot lässt seine Außenborder tanzen. Klingt verrückt, ist aber wohl die Zukunft.
Der türkische Präsident Erdogan stellt Strafanzeige gegen Jan Böhmermann wegen Beleidigung. Auch das gehöre zum tollen Plan des Moderators, sagen seine Bewunderer. Wenn das mal nicht ein großer Irrtum ist. Ein Kommentar.
Probelauf: Beim Street Food Festival in Mainz schauen viele Interessierte vorbei – auch, um die neue Halle 45 zu sehen.
Orte wie Friedland fürchten um ihre Zukunft, weil sie langsam auszusterben drohen. Jetzt kommen die Flüchtlinge. Sie sind eine Art Rettung. Es dürften deshalb gerne noch mehr sein.
Wie weiblich war der Dadaismus? Die Ausstellung „Dada anders“ des Museums Haus Konstruktiv in Zürich präsentiert die Werke von drei herausragenden Künstlerinnen – und bleibt doch viele Antworten schuldig.
Vor 250 Jahren beschloss Kaiser Joseph II., dass „von nun an zu allen Zeiten des Jahrs jedermann in den Bratter frey spazieren zu gehen, zu reiten, und zu fahren, erlaubet seyn soll“ - weitere Unterhaltungen eigenen Gefallens waren zulässig. Doch wie sieht das heute aus?
Teheran, Frankfurt, Köln: Die Komikerin Enissa Amani hat vielfältige Wurzeln. Mit ihrer Fernsehshow will sie Stefan Raab beerben. Ihre Biographie liefert ihr viel Stoff für ihre Auftritte.
Zu Gast bei den Weltmusiktagen in einem der schönsten Konzertsäle überhaupt: Aus dem „Salzburg Koreas“ wurde wundervollerweise etwas ganz Eigenes, mit Stücken von Bach bis Un-suk Chin.
Vor 25 Jahren ist die Oper nach dem großen Brand wiedereröffnet worden. Es ist die zweite Auferstehung eines Gebäudes, von dessen Vergangenheit allenthalben noch Spuren zu sehen sind – wenn man genau hinschaut.
In Zürich dekonstruiert René Pollesch den alten Brecht mit Hilfe des noch älteren Sophokles und neuer Diskurse. So wird aus der antiken Tragödie eine leichte Theaterkomödie: „Bühne frei für Mick Levčik!“
Die moderne Führungskraft gibt sich aus guten Gründen volksnah. Distanzlose Kumpanei ist aber gefährlich. Eine Analyse.
Zwischen Passanten drehen Studenten der Musikhochschule ihren dritten Episodenfilm über Frankfurt. Nach „17 Minuten Hauptbahnhof“ und „Der Frankfurter Garten“ folgt nun die Galluswarte als Motiv.
Christian Sedelmayer inszeniert Mussorgskis „Boris Godunow“ in Wiesbaden als Sinnbild Europas, das in Anarchie versinkt. Von Zsolt Hamar wird der Abend mit kammermusikalischer Finesse begleitet.
Amerikaner geben niemals auf, wenn sie ein Ziel erreichen wollen. Mit Verlierern will keiner etwas zu tun haben. Dennoch ist der Neustart beschwerlich.
Dezentralisierung des Politischen als Fluch und Segen zugleich: Uli Jäckle macht aus Fellinis „Schiff der Träume“ am Staatstheater Darmstadt einen Bilderbogen ohne Ziel.
Europa erschüttern neue Anschläge radikaler Islamisten. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland will sie provozieren. Mit Gebeten und Liebe.
Ein bibliophiles Geschenk zum achtzigsten Geburtstag: Mario Vargas Llosas Erzählung „Sonntag“ erscheint wunderschön illustriert in der Insel-Bücherei.
Sie betreiben aggressive Volksaufklärung, verhöhnen den frommen Heroismus und verstehen „Tussi“ als ehrenwerten Kampfbegriff: Wie junge Russinnen das System Putin herausfordern.