Ganz ohne Blut und Beil
Die Sängerin Aile Asszonyi zeigt an der Oper Frankfurt, dass „Elektra“ von Richard Strauss ein liebesfähiger Mensch sein könnte. Sie beglaubigt damit die Regie von Claus Guth.
Die Sängerin Aile Asszonyi zeigt an der Oper Frankfurt, dass „Elektra“ von Richard Strauss ein liebesfähiger Mensch sein könnte. Sie beglaubigt damit die Regie von Claus Guth.
Wie es in seiner Lehre um Vergessenes ging, so auch in seinem Kunstsammeln: Das Freud Museum in London widmet sich dessen Begehren nach Antikem.
Es geht um Sex und Gier, Triebe und Scham: Doch Schnitzlers „Traumnovelle“ versinkt am Schauspiel Frankfurt in der Regie von Sebastian Hartmann in Nacht und Nebel.
Höhepunkt des Jubiläums: Die faszinierenden Pflanzenbilder von Lucian Freud werden im Londoner Garden Museum gezeigt.
Von den Sumerern bis zum frühen Islam: Daniel Gerlach unternimmt kultur- und religionsgeschichtliche Reisen rund um das östliche Mittelmeer
Lukas Hartmanns Roman „Ins Unbekannte“ verknüpft die Lebenswege der Psychoanalytikerin Sabina Spielrein und des Kommunisten Fritz Platten, die 1942 in der Sowjetunion ihr Ende fanden.
Werk im Werden: Der forschende Philosoph Dieter Henrich ist gestorben.
Des Meisters unbändige Schülerin: Eine französische Edition macht erstmals den Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Marie Bonaparte zugänglich.
Urbanistisches Potpourri: Ben Wilson erzählt von sechstausend Jahren Stadtentwicklung zwar ohne leitende Idee, aber mit großem Optimismus.
Der Enkel zu Besuch beim Großvater: Lucian Freuds Familienbilder werden im Londoner Sigmund-Freud-Museum gezeigt. Auch das berühmte Sofa des Psychologen hat dort einen Platz.
Mit Tempo und Freude am Detail: Volker Hagedorn erzählt vom europäischen Musikleben der Jahre 1900 bis 1918.
Neues Musiktheater, unterlegt mit bleiernen Klängen: In der Mulimediashow „Melencolia“ von Brigitta Muntendorf und Moritz Lobeck brillieren die Solisten des Ensemble Modern.
Nichts ist so unheimlich wie der Zweifel, ob wir es mit einer Maschine oder einem Menschen zu tun haben: Das zeigt sich besonders gut in Ballettaufführungen nach E. T. A. Hoffmann.
Die österreichische Autorin Teresa Präauer versucht in einer Erzählung, den fremden Zuschreibungen und Mustern eine eigenständige Erinnerung abzugewinnen.
Mit 97 Jahren ist die letzte noch lebende Enkelin von Sigmund Freud gestorben. Freud gilt als Begründer der Psychoanalyse und einer der bedeutendsten und einflussreichsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts.
Im Schaum der Vorstadttage: Katharina Adler hat mit „Iglhaut“ einen pointierten Wohlfühlroman über eine profane Heilige unserer Zeit geschrieben.
Freud war für ihn eine Vaterfigur, bis er ihm wirklich begegnete: Das Untere Belvedere in Wien zeigt den Maler-Star Salvador Dalí von seiner unheimlichsten Seite.
Er war eines der ersten prominenten Opfer der Nationalsozialisten: Eine Erinnerung an den Publizisten, Philosophen und Schriftsteller Theodor Lessing anlässlich seines 150. Geburtstags.
Warum weigert sich Martin Walser, Träume in kognitives Kleingeld zu wechseln? Er ist eben ein Romantiker, der seine nächtlichen Geheimnisse hütet.
Die Fortsetzung der Träume mit den Mitteln der Technik: Das Hirshhorn Museum in Washington feiert Laurie Andersons Multimedia-Kunst.
Er hat die Therapie von Depressionen revolutioniert und mit der Kognitiven Verhaltenstherapie eine pragmatische Alternative zur klassischen Psychoanalyse entwickelt. Nun ist Aaron Beck hundertjährig verstorben.
Wie man mit wenigen Zügen genau vergegenwärtigter Szenen einen lebendigen Eindruck erzeugt: Monique Lévi-Strauss, Witwe des weltberühmten Ethnologen, erinnert sich an die außergewöhnliche Geschichte ihrer Jugendjahre.
Ein besonders aufmerksamer Leser der Commedia war Sigmund Freud. Sie war ihm nicht nur Begleiter während seiner Italien-Reisen.
Von der Hölle bis zum Cyberspace – Orte aus Worten: Wie Dantes dichterische Vision der Neuzeit die Stätte bereitete.
Präsident Erdogan spricht nicht nur absurde Verbote aus. Er leistet sich dabei schöne Versprecher. Bei Korruption und Polizeigewalt versteht er keinen Spaß: Man darf sie nicht dokumentieren.
In den Nachrichten sehen wir täglich Bilder von Leid, Schmerz und Zerstörung. Warum reagieren wir auf einige Bilder empathisch, auf andere wiederum nicht? Und können wir das steuern?
Wahrlich erlesen: Die Neue Galerie in New York verkauft ein teures Nippes-Paket. Enthalten ist unter anderem eine Sonnenbrille, wie sie der Begründer der Psychoanalyse einst getragen hatte.
Manfred Geier verknüpft in „Die Liebe der Philosophen“ Leben und Werk von Sokrates, Foucault und anderen Gelehrten mit sexual-biographischen Untersuchungen. Dabei verpasst er eine Chance.
Wie kann man in hypererregter Gesellschaft bei sich bleiben? Vor hundert Jahren erschien Sigmund Freuds berühmte Schrift „Jenseits des Lustprinzips“.
Schon wieder schlecht geschlafen? Warum die Erinnerung an unsere Pandemieträume eine Chance für die Forschung ist – und wir selbst davon profitieren können.
In seiner neuen Enzyklika tritt der Papst als Anwalt des globalen Wir-Gefühls auf. So verbindet sich Seelsorge mit einem politischen Traum der Weltverbesserung.
Robert Seethalers neuer Roman „Der letzte Satz“ schafft es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Darin bricht Gustav Mahler zu seiner letzten Fahrt auf. Der Autor lässt jedoch Tiefe vermissen.
In „Der große Rausch“ zeigt Arte die Verästelungen des Drogenhandels auf. Die Dokumentation beleuchtet einen Welthandelskosmos der anderen Art. Das ist Geschichtsfernsehen par excellence.
Exotische Grotesken aus dem Dark-’n’-dirty-Reich: Die Serie „Freud“ macht die Psychoanalyse zur Backenbart-Operette des Okkulten.
Verteufelt human: Zerstörungslust und die Verherrlichung von Wut und Zorn haben nicht das letzte Wort. Es gibt Mittel, den Hass zu bewältigen. Ein Gastbeitrag.
Der Film „Pferde stehlen“ nach einem Roman von Per Petterson handelt von einem Mann, der in die Einsamkeit zieht und beweisen will, dass er niemanden braucht. Damit kommt er nicht weit.