Auch ein Festspiel braucht einen Endspurt
SALZBURG, Ende AugustDas Festspiel strebt seinem Finale zu: tagelang glich der kleine Toscaninihof hinter den Festspielhäusern einer riesigen Holzhandlung -
SALZBURG, Ende AugustDas Festspiel strebt seinem Finale zu: tagelang glich der kleine Toscaninihof hinter den Festspielhäusern einer riesigen Holzhandlung -
Salzburg, 23. AugustDas Festspiel wurde zum Tribunal. Nur die Bösewichter, die, mit Schiller, von der Rache Strahl hätten getroffen werden müssen, fehlten.
Der facettenreiche Konzertreigen von Salzburg Contemporary: Ein Dom aus Bruckner, eine Explosion mit Mahler und heimliches Theater mit Birtwistle. Das Ergebnis ist überwältigend.
Anna Netrebko und Plácido Domingo begeistern in Giuseppe Verdis „Giovanna d’Arco“ bei den Salzburger Festspielen. Der Applaus des Publikums ist ein einziger Jubelschrei.
Konzertant und konzentriert: Die Salzburger Festspiele schmücken sich mit der Oper „Jeanne d’Arc“ von Walter Braunfels. In den musikalischen Vordergrund drängen sich dabei zwei männliche Figuren.
Der Wiener Burgtheaterdirektor inszeniert bei den Salzburger Festspielen Johann Nepomuk Nestroys „Lumpazivagabundus“ und macht aus dem Weltkomödiengenie einen Comedy-Volltrottel.
Wer hat die kleine Johanna ans Kreuz genagelt? Der Regisseur Michael Thalheimer gibt bei den Salzburger Festspielen dem Himmel die Schuld, gegen den er anbrüllen lässt. Der Himmel aber weiß: Die Regie nagelt mit.
Joseph Beuys beherrscht die Bühne. Harrison Birtwistles mythenschwere Artus-Oper „Gawain“ eröffnet den Premierenreigen bei den Salzburger Festspielen.
Der „Jedermann“ gehört zur Grundausstattung der Salzburger Festspiele. Jetzt haben ein Freiluft- und ein Musical-Regisseur das verkitschte Mysterienspiel inszeniert. Mit einigen morbiden Einfällen.
Salzburg, im JuliFortwährend Krisen an der Führungsspitze: Nur die Präsidentin bleibt unerschrocken, ein Fels in der Brandung.
FRAGE: Herr Thalheimer, Sie haben heute die Probe für die „Jungfrau von Orleans“ kurzfristig abgesagt, die Sie gerade mit dem Ensemble des Deutschen Theaters
Müssen Eva und Katharina Wagner schon bald die Leitung der Bayreuther Festspiele abgeben? Wann gibt es in Salzburg wieder künstlerische Kontinuität? Beide Giganten des musikalischen Kultursommers stehen vor großen Problemen.
Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, geht schon 2014 und damit drei Jahre früher als erwartet – Reibereien zwischen ihm und dem Festspielkuratorium hat es schon länger gegeben.
Vor hundert Jahren erlebte Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire“ seine Uraufführung. In einer Produktion der Salzburger Festspiele wird nun an diesen Meilenstein der frühen Moderne erinnert.
Wenn der Salzburger Opernreigen zu Ende geht, schlägt die Stunde der konzertanten Musik: Maurizio Pollini, Daniel Barenboim und Murray Perahia bei den Festspielen. Einer aber fehlte.
Geht das Licht an, brüllt der Kriegslärm los: In der Oper „Soldaten“ von Bernd Alois Zimmerman wird bei den Salzburger Festspielen grandios gesungen und gespielt.
Dreimal Festspiel bei den Festspielen: Heinz Holligers Dirigat, Christian Gerhahers Singkunst und Händels „Tamerlano“ triumphieren in Salzburg.
Nicht nur für Festspielgäste und nicht nur mit Kunst und Antiquitäten aus Österreich: Die Art Salzburg International Fine Art Fair in der Residenz.
Thomas Hampson gab einen fulminanten Meisterkurs in Salzburg und der Bariton sang auch selbst: Lieder von Schumann, Dvořák und Mahler.
Trotz einer Galabesetzung mit Anna Netrebko und Piotr Beczala: Die Salzburger Festspiele verheben sich an Puccinis Oper „La Bohème“.
Angekündigt war die Urfassung der „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss. Doch Sven-Eric Bechtolf setzte vor das Glück der Musik eine privaterotische Posse.
Peer Kitsch: Irina Brook macht bei den Salzburger Festspielen aus Ibsens Stück einen Kindergeburtstag, bei dem Männer-Rocker in den Frauenhimmel kommen.
Andrea Breth entdeckt in Salzburg ein neues Stück von Kleist. Es heißt zwar immer noch „Prinz Friedrich von Homburg“, müsste aber den Titel tragen „Friedrich Wilhelm von Brandenburg“.
Selten hat Salzburg so neugierig auf eine Oper gewartet wie auf die von Nikolaus Harnoncourt dirigierte „Zauberflöte“. Da singt sogar der Intendant im Parkett mit.
Der neue Festspielintendant Alexander Pereira darf sich entspannt zurücklehnen. Seine neue „Erfindung“ - Konzerte geistlicher Musik - sind ein überwältigender Erfolg, vor allem für John Eliot Gardener und den Monteverdi Choir.
Wann immer Sven-Eric Bechtolf, der neue Schauspielchef der Salzburger Festspiele, seinen Kritikern in den kommenden Wochen zeigen möchte, dass er keineswegs so
Keine Wolkenkuckucksheimerei für einen selbstbegeisterten Sponsorenbegeisterer: Bei den Querelen um den Intendanten der Salzburger Festspiele Alexander Pereira geht es um die Machtfrage.
Wenn die Festspiele sich ihrem Ende nähern, erscheinen die Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten. Das hat Tradition. Simon Rattle dirigierte zwei Riesenstücke: am ersten Abend Mahlers Siebte Symphonie, am zweiten Bruckners unvollendete Neunte.
Martin Kušej hat einen Ruf als Regie-Berserker. Nun will er Texte und psychologische Feinheiten pflegen. Geht das? Ja, sagt der neue Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels.
ANTWORT: Es muss für Martin Kusej gewirkt haben, als wollte die Ära Dieter Dorn in München nie enden. Fünfzigmal ließ sich Dorn in den letzten Monaten im "Käthchen von Heilbronn" als Theaterkönig von München feiern.
Wenn ein Vorstand vorzeitig gehen muss, soll er als Abfindung maximal zwei Jahresgehälter bekommen, versprechen die meisten Dax-Unternehmen. Aber stimmt das?
Schwarze Engel und teuflische Dienerinnen: Claus Guth deutet Mozarts Da-Ponte-Opern in Salzburg als opulentes Welttheater und fügt die Werke zu einer großen Trilogie zusammen.
Eine Woche Salzburger Festspiele hat sich Fritz Oesterle gegönnt, aber das war's dann schon mit der Auszeit für den früheren Celesio-Vorstandschef. Der 59 Jahre alte Jurist arbeitet jetzt im "Büro Oesterle" in Stuttgart, denn er ist nicht der Typ, der die Hände in den Schoß legt.
Manche Menschen schreiben Tagebuch, um die zentralen Ereignisse in ihrem Leben für sich oder für die Nachwelt festzuhalten. Dmitrij Schostakowitsch schrieb stattdessen Streichquartette. Fünfzehn Werke umfasst dieses tönende "Journal ...
Wer bei den Salzburger Festspielen keine Karten mehr für eine der begehrten Opernaufführungen ergattern kann, ist nicht verloren. Das Festival, mit mehr als zweihundert Angeboten an vierzig Tagen, bietet hinreichend Alternativen ...
Schlechtes Deutsch, aber gute Schauspieler in Shakespeares letzter Komödie „Maß für Maß“: Gert Voss und Lars Eidinger brillieren bei den Salzburger Festspielen in Thomas Ostermeiers Inszenierung.