Immer fest spielen
Vom Marshallplan des Geistes: Ein Besuch auf Schloss Leopoldskron, dem Ort, an dem die Salzburger Festspiele gegründet wurden.
Vom Marshallplan des Geistes: Ein Besuch auf Schloss Leopoldskron, dem Ort, an dem die Salzburger Festspiele gegründet wurden.
Witzig, klug, grell und gay: Barrie Kosky führt das Publikum in Salzbug mit Jacques Offenbachs „Orphée aux enfers“ in eine grandiose Lusthölle.
Die Oper in Los Angeles will die „beunruhigenden“ Anschuldigungen mit Hilfe von externen Berater prüfen. Andere Häuser sagen Auftritte des Sänger ab. Die Salzburger Festspiele wollen an dem Spanier festhalten.
In Salzburg bringen Achim Freyer und Ingo Metzmacher George Enescus Oper „Œdipe“ heraus. Das Stück entführt das Publikum mit phantastischen Bildern und gespenstischen Schattenspiele in ein surreales Traumland.
Die Kanzlerin besucht die Festspiele in Salzburg, und alle Welt schreibt über ihren Kimono. Dabei ist ihre Wahl eine sehr kluge Entscheidung.
Ein billiges Jonglieren mit Schlüsselreizen: Simon Stone verramscht in seiner Inszenierung von Luigi Cherubinis Oper „Médée“ den Ernst der Debatten, die zu führen wären.
Sein Publikum muss man nicht bewerten, aber man hat es immer von neuem zu verführen: Salzburg-Intendant Markus Hinterhäuser über den Sinn der Festspiele, seine Arbeit am Programm und die Freiheit der Besucher, aus dem Angebot zu wählen.
Kent Nagano und Krzysztof Warlikowski gelingt mit der Oper „The Bassarids“ von Hans Werner Henze ein großer Wurf bei den Salzburger Festspielen.
Satt wird man von diesem irrsinnigen Abend sicher nicht, doch die Texttreue nötigt Respekt ab. Frank Castorf inszeniert „Hunger“ von Knut Hamsun in Salzburg.
Die Zeiten der Pianistenschlachten sind vorüber, aber die Solistenkonzerte zählen noch immer zu den Höhepunkten der Salzburger Festspiele. Das zeigt sich in diesem Jahr bei Arcadi Volodos und Jewgeni Kissin.
Sie schrieb extreme Musik, mit der sie nicht jedes Publikum erreichte. In der Sowjetunion blieb sie unbemerkt. Jetzt werden Kompositionen von Galina Ustwolskaja bei den Salzburger Festspielen gefeiert.
Schmerzerfüllt: Die Salzburger Festspiele beginnen mit Passionen von Beethoven, Penderecki und Pasolini. Sie ziehen Parallelen zwischen dem Schicksal von Flüchtlingen heute und dem Leiden Jesu Christi.
Michelle Hunziker fühlt sich endlich verstanden, Gal Gadot findet, alle sollten Feministen sein, und von Helmut Schmidt wird eine wertvolle Zigarettenschatulle versteigert – der Smalltalk.
Mit Individualität soll man es nicht übertreiben: Die Performance-Gruppe 600 Highwaymen inszeniert Horváths „Kasimir und Karoline“ bei den Salzburger Festspielen als lebendes Tableau.
Die Salzburger Festspiele waren von Kopf bis Fuß auf Anna Netrebko eingestellt. Die Star-Sopranistin sang Verdis „Aida“. Würde sie die ins Unendliche gesteigerten Erwartungen erfüllen?
Lange stand Komponist Gérard Grisey im Schatten von Pierre Boulez. Jetzt wird er in Salzburg geehrt und gefeiert. „Zeit mit Grisey“ lautet der Titel einer Reihe aus acht Abenden.
Romantik in Ausnahmesituationen: Bei den Salzburger Festspielen feierte Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ Premiere.
Karin Henkel inszeniert in Salzburg Gerhart Hauptmanns Kindermörderinnendrama „Rose Bernd“ mit großer psychologischer Kraft. Und Lina Beckmann besticht dabei mit ihrem kompromisslosen Körperspiel.
Gemach, die Herren: Teodor Currentzis dirigiert Peter Sellars’ Inszenierung von Mozarts „Clemenza di Tito“ als ständigen Tempowechsel. Tiefe Musikalität paart sich dabei mit einer Neigung zum Groben.
Auf diese Seele kann der Teufel gut verzichten: Die Salzburger Festspiele eröffnen mit einem einem durch Videosequenzen neu in Szene gesetzten „Jedermann“.
Auch in dieser Saison fahren die Galerien in der Stadt zur Festspielzeit auf: Ein Rundgang führt zu klassischen und ganz aktuellen Werken, von Max Ernst bis Chloe Piene.
Anna Netrebko singt mit ihrer Wunderstimme Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“ im Großen Festspielhaus. Es ist das Luxuspaket des ganz großen Opernkinos.
Die Kanzlerin war auch dabei, als Dieter Dorn seine Inszenierung von Samuel Becketts „Endspiel“ bei den Salzburger Festspielen vorstellte. Was fand sie wohl in diesem Stück größtmöglicher Bewegungslosigkeit?
Péter Eötvös und Péter Esterházy haben eine szenische Groteske über die Anschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001 verfasst. Seine eigene Gebrauchsanweisung liefert das Oratorium gleich mit.
Der Sender Servus TV macht doch nicht dicht. Eigentümer und Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz hatte rot gesehen, weil er keinen Betriebsrat wollte. Oder hatte er zu viel Red Bull intus?
Er gelte, sagt er selbst, als arrogant, schnöselig, karrieregeil. Dabei will Sven-Eric Bechtolf eigentlich nur spielen. Ein Besuch bei dem Schauspieler, Regisseur und Chef der Salzburger Festspiele.
Eheliches Wohnzimmer statt Mexiko, ein Aztekenkönig beleidigt das Publikum: Peter Konwitschny inszeniert Wolfgang Rihms „Eroberung von Mexiko“ bei den Salzburger Festspielen als Agitpropstück.
Alvis Hermanis inszeniert Verdis „Il Trovatore“ in Salzburg als großen Bildertraum. Anna Netrebko und Plácido Domingo machen daraus ein wahres Sängerfest.
Christian Gerhaher weckt Sehnsüchte: In Salzburg sang er jetzt Wolfgang Rihms neue „Harzreise“. Dabei verweben sich Goethes Verse mit variantenreicher Komposition. Etwas Kostbares entsteht: Klangliche Empfindsamkeit.
Die Salzburger Festspiele geben Ernst Tollers expressionistisches Antikriegsstück „Hinkemann“ aus dem Jahr 1922. Der junge Regisseur verhebt sich dabei. Immerhin gibt es viel Zuckerwatte und ein großes Karussell.
Wenn der Krieg ins Stadttheater geht: Die Salzburger Festspiele bringen gegen „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus ihre Nebelmaschine in Frontstellung. Die Dramaturgie aber schicken sie in die Etappe.
Ein zartes Gesamtkunstwerk: Die Uraufführung von Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“ in der Salzburger Felsenreitschule gerät zum funkelnden Juwel der diesjährigen Festspiele.
Der Opernintendant Gerard Mortier definierte das Musiktheater neu und brachte die Salzburger Festspiele zur Blüte. Jetzt ist er im Alter von siebzig Jahren gestorben.
An der „Ära Mortier“ müssen sich die Salzburger Festspiele bis heute messen. Er definierte das Musiktheater neu. Für die Kunst geht er keinem Konflikt aus dem Weg. Dem Intendanten Gerard Mortier zum Siebzigsten.
Die Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zieht sich durch das Programm der Salzburger Festspiele 2014. So soll das Anti-Kriegs-Theater „Die letzten ...
Er ist der Salzburger Intendant mit der kürzesten Amtszeit. 2012 trat er mit einem opulenten Programm an, beendet wurde Alexander Pereiras Vertrag schon vor der Spielzeit. Was bleibt?