Die unreine Poesie
Kunterbunt ist die Sprache, und als Dichter kann man ihr nur in Demut begegnen. Schriftsteller Ralph Dutlis Dankesrede beim Deutschen Sprachpreis ist eine Hommage an die Poesie.
Kunterbunt ist die Sprache, und als Dichter kann man ihr nur in Demut begegnen. Schriftsteller Ralph Dutlis Dankesrede beim Deutschen Sprachpreis ist eine Hommage an die Poesie.
Russischer Adelsbesitz und Porträts deutscher Königsneffen: Bei den „Fine Art“-Auktionen bei Koller in Zürich fließen blaues Blut und Franken im Überfluss.
Im therapeutischen Selbstgespräch: George Packer blickt auf die jüngere Geschichte der Vereinigten Staaten und sieht die Demokratie in Gefahr.
Da braucht es die Männer gar nicht: Die Fondation Beyeler zeichnet die Entwicklung der Porträtmalerei seit dem ausgehenden neunzehnten Jahrhundert mit Bildern von Frauen nach.
David Amess hat sich hochgearbeitet: vom Londoner Arbeiterviertel bis ins Parlament. Er suchte immer den direkten Kontakt zu seinen Wählern. Dass er ausgerechnet bei einer Bürgersprechstunde ermordet wurde, erschüttert viele Briten.
Die Messen Frieze und Frieze Masters sind zurück, gezeichnet von der Pandemie und mit neuem Optimismus. Bei den Zeitgenossen war im Lockdown Zeit für malerische Introspektion. Und asiatische Händler zeigen mehr Präsenz denn je.
Frank-Walter Steinmeier hat vier Säle in seinem Amtssitz zur Erinnerung an die preußische Aufklärung umdekorieren lassen. Damit will der Bundespräsident daran erinnern, „was Preußen auch war und hätte sein können“. Das ist ihm beispielhaft gelungen.
Wie oft hört man Klagen über Nachworte zu literarischen Texten. Doch die haben oft ganz andere Absichten, als man meinen könnte. In der DDR dienten sie manchmal dazu, die Zensur zu überlisten.
Die österreichische Fotografin Elfie Semotan arbeitet eigentlich auf Abstand zur Mode. Für dieses Shooting ist sie ihr besonders nahegekommen.
Für sie war die Kamera wie eine Waffe: Evelyn Richter, die Grand Dame der sozialdokumentarischen Fotografie der DDR, ist gestorben.
Mit „Spiegel und Licht“, von Hilary Mantel selbst für die Bühne adaptiert, beschließt die Royal Shakespeare Company in London die Trilogie um Aufstieg und Fall Thomas Cromwells.
Der französische Literaturpreis Prix Goncourt ist hochbegehrt. Im Kampf um die Auszeichnung ist der Schriftstellerin Camille Laurens jedes miese Mittel recht. Die Zeitung Le Monde macht dabei mit.
Mit der Uraufführung des Films „Meine drei Leben“ wird Maria Frisé, Jahrgang 1926 und viele Jahre F.A.Z.-Redakteurin, Teil der „Bibliothek der Generationen“ im Historischen Museum in Frankfurt.
Wolfgang Fellner hat die Kanzlerschaft von Sebastian Kurz gefördert. Damit ist er nun ins Visier der Justiz geraten. Doch der schillernde Medienmanager wehrt sich – und verklagt die Republik Österreich.
Rolls-Royce setzt jetzt auch auf Elektroantrieb. Vorstandschef Torsten Müller-Ötvös spricht vom wichtigsten Tag in der Geschichte der Luxusautomarke – und erzählt, wer sich überhaupt einen Rolls kauft.
Mit Sinn für nervenärztliche Merkwürdigkeiten: Lawrence Weschlers Porträt des Neurologen und Bestsellerautors Oliver Sacks erzählt auch die Geschichte der wechselvollen Beziehung des Biographen zu seinem Helden.
In Tschechien gibt es mehr mehr als zweitausend Adelssitze – trutzige, leichte und erinnerungsschwere. Und fast alle warten darauf, renoviert zu werden.
Die Schau „My Mind’s Eye“ im Fotografie Forum zeigt das vielschichtige Werk des amerikanischen Fotografen Peter Fink. Der Künstler entdeckte die Kamera erst spät. Dann wurde sie aber zu seinem ständigen Begleiter.
Ein radikales Werk, sagt Kuratorin Ingrid Pfeiffer: Paula Modersohn-Becker ist eine Gesamtschau in der Schirn in Frankfurt gewidmet. Bei vielen Bildern sieht man der Künstlerin regelrecht beim Suchen zu.
Zu Lebzeiten kaum wahrgenommen, nach dem Tod aber umso mehr bewundert: Die Frankfurter Schirn zeigt die Avantgarde der Malerin Paula Modersohn-Becker.
Der Franzose dominiert mit seinen Texten die Spielpläne der deutschsprachigen Theater. Warum ist er in seinem Heimatland verhasst, aber im Ausland so beliebt?
Walter Kaufmann wurde 1924 in Berlin geboren und ist dort 2021 gestorben, Was dazwischen geschah, erzählt der Dokumentarfilm „Walter Kaufmann - Welch ein Leben!“.
Einfach mal vergleichen: Was konnte er, das andere nicht konnten? Das Frankfurter Städel zeigt den Aufstieg Rembrandts und fragt nach den Gründen.
In der Ahnengalerie der Wiesbadener Oberbürgermeister klafft eine Lücke. Dabei wurde das Porträtbild des aus dem Amt geschienenen und rechtskräftig verurteilten Sven Gerich schon gemalt, wenn auch ohne offiziellen Auftrag der Stadt.
Wenn persönliche Betroffenheit und der Versuch, wissenschaftlich zu arbeiten, zusammenfallen, kann Gutes herauskommen. Hier ist das nicht gelungen.
Der Mainzer „Obdachlosenarzt“ Gerhard Trabert spricht nach seiner Direktkandidatur als unabhängiger Bewerber auf der Liste der Linken für den Bundestag über Erfahrungen im Wahlkampf, soziale Ungerechtigkeit und sein Verhältnis zum Glück.
Das Frankfurter Städel Museum hat seine Alten Meister neu gehängt und um einige Neuerwerbungen ergänzt. In frisch renovierten Räumen präsentieren sich die Werke in neuem Glanz.
Florence Cestac ist für den deutschen Buchmarkt immer noch zu entdecken. Mit der Autobiographie ihrer Jugend zeichnet sie ein grandioses Gesellschafts- und Familienporträt.
Kommissar Borowski trifft im „Tatort“ auf seinen schlimmsten Widersacher. Nun schon zum dritten Mal. Der Frauenmörder Korthals dringt in sein Privatleben ein. Wir sehen Axel Milberg und Lars Eidinger in Bestform.
Start in den Münchner Kunstherbst, Teil zwei: Zur „Open Art“ grüßt die Kanzlerin und lässt die Cyberzukunft schaudern.
Wie hat Thomas Mann gelebt, gefühlt, geträumt? Der irische Schriftsteller Colm Tóibín weiß alles und inszeniert es in seinem Roman „Der Zauberer“ in bruchloser Illusion. Aber ist das literarische Freiheit oder übergriffige Indiskretion?
In der Musiksoziologie ist es schon lange bekannt: Frauen sind als Komponierende unterrepräsentiert. Die Kronberg Acadamy will dem mit ihrem Festival „Frau Macht Musik“ entgegenwirken.
Die US-Bundesbehörde für Wildtiere erklärt den Elfenbeinspecht für ausgestorben. Nicht alle Experten halten das für plausibel. Und hilfreich ist es auch nicht.
Der SPD-Abgeordnete Martin Rabanus aus dem Rheingau-Taunus-Kreis verliert überraschend sein Mandat. Eine Enttäuschung erleben auch die Wiesbadener Grünen.
Seit Jahren ist Liv Lisa Fries in „Babylon Berlin“ zu sehen, seit Kurzem in „Felix Krull“, bald in „Munich: The Edge of War“. Kein Wunder, dass die Kamera sie liebt – und das Publikum auch. Ein Porträt.
Buddeln für die Zukunft, nicht für die Touristen: Kaunas, eine der drei Europäischen Kulturhauptstädte 2022, sucht nach seiner Identität und wagt den Blick in eine düstere Vergangenheit.