Tragödie der Mittäterschaft
Wie stand der Komponist Dmitri Schostakowitsch zu Stalin und zum Kommunismus? Ein neuer Film von William Kentridge erzählt darüber, begleitet vom Luzerner Sinfonieorchester, keine Dissidentengeschichte.
Wie stand der Komponist Dmitri Schostakowitsch zu Stalin und zum Kommunismus? Ein neuer Film von William Kentridge erzählt darüber, begleitet vom Luzerner Sinfonieorchester, keine Dissidentengeschichte.
Der Kampf um Studienplätze in der Medizin ist erbittert, Bestnoten am Gymnasium sind die Voraussetzung. Eigentlich. Hanna hat nur die Hauptschule besucht und kann trotzdem von der eigenen Praxis träumen. Ein Porträt.
Lemberg im Westen der Ukraine ist ein relativ sicherer Ort. Aber auch hier ist der Krieg allgegenwärtig, besonders schrill und abgründig in der Kaffeehauskultur.
In Kassel eröffnet die Documenta fifteen, die vieles anders machen möchte als ihre Vorgänger. Gelingt das? Ein erster Rundgang.
Nicht nur ihre gleichermaßen frühen wie steilen Karrieren verbinden die Violinistin Julia Fischer und den Pianisten Jan Lisiecki. Als Duo sind sie im Rheingau aber erstmals zu erleben.
Oliver Heilwagen: Spazierfahrt nach Syrakus. Knesebeck Verlag München 2022. 20 Euro. Louise Roussel: Freiheit im Fahrtwind. Der Fahrradguide für Frauen, 208 Seiten mit 100 farbigen Abbildungen. Übersetzt von Nina Goldt, Annika Loose. Knesebeck Verlag München 2022. 22 Euro. Hannah Ross: Revolutions – Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten. 320 Seiten. Übersetzt von Daniel Beskos. Mairisch Verlag Hamburg 2022. 24 Euro.
Über die Frage, ob der Stierkampf erlaubt oder verboten sein sollte, wird viel gestritten. Das wahre Geheimnis aber ist der Kampfstier. Eine Reise zur berühmtesten Zuchtfarm Spaniens.
Ein Stück Afrika in Brasilien: Salvador da Bahia ist geprägt vom Erbe des Sklavenhandels. Das sieht man am besten durch die Augen der Einheimischen
Die Kölner Fotoagentur feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Eine Schau im Kölner Museum für Angewandte Kunst zeigt zu diesem Anlass 40 Arbeiten dokumentarischer Fotografie.
Donald Trump wollte um jeden Preis an der Macht bleiben. Amerikas Rechte hätte nichts dagegen. Ihr Held ist der Ungar Viktor Orbán. Demokratie erscheint als verzichtbar. Ein gefährlicher Trend.
Abschied vom Glamour: Eine Ausstellung in der Berliner Helmut Newton Stiftung zeigt Fotos aus der Traumfabrik und aus dem Los Angeles von heute. Die große Zeit der Stars, das sieht man, ist vorbei.
Max Pechsteins „Russisches Ballett“ erfüllt die Erwartungen bei den Sommerauktionen von Grisebach in Berlin. Zum soliden Gesamtergebnis trugen aber auch andere heiß umkämpfte Lose bei.
Familienzusammenführung: Das Frankfurter Liebieghaus präsentiert nun mehr als zweihundert kostbare Elfenbeinskulpturen der Sammlung Winkler.
Aktivistin, Filmpionierin, Poetin: Als erste schwarze Frau hat Sarah Maldoror Filme in Afrika gedreht, um einen neuen Blick aus dem Kontinent nach Europa zu bringen. Jetzt wird ihr Werk wiederentdeckt.
In Nordsyrien droht ein neuer Krieg. Die Türkei treibt eine Invasion gegen kurdische Kräfte voran. Deren militärischer Führer hofft auf diplomatische Gegenwehr im Ausland. Eine Begegnung.
Spanienliebe zum Saisonfinale und ein Dirigent, der Eingängiges nicht zu leicht nimmt: Das hr-Sinfonieorchester lobt sein Publikum.
Ihre Maximalforderungen konnte Außenministerin Liz Truss nicht durchsetzen, aber das Gesetz zur Überschreibung des Brexitvertrags trägt ihre Handschrift. Ein Porträt
Amber Pansters und Finn Lakeberg haben sich einen Zweitberuf zugelegt: Die beiden Ensemblemitglieder von Tanzmainz kuratieren einen Teil des deutschen Tanzkongresses in Mainz und wollen vor allem Tänzerkollegen den Austausch ermöglichen.
Der Wiesbadener Filmemacher Andrzej Klamt hat seinen Freund, den Fotografen Juri Kosin, auf seinem Weg zurück ins zerstörte Irpin begleitet. Entstanden ist ein dichtes Porträt über Kunst und Krieg.
„Jeden Satz empfand ich wie einen Pfeil in meinem Herzen“: Ein Gespräch mit Luz, Überlebender des Attentats auf „Charlie Hebdo“ und jetzt Zeichner der Comic-Adaption von Virginie Depentes’ Romantrilogie „Vernon Subutex“.
Mit „Swing High“ erzählt Cornelia Franz von der Hamburger Swingjugend und erschafft ein atmosphärisch dichtes Porträt einer bestimmten Form des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
Mehr als drei Jahre war das Restaurant auf dem Großen Feldberg geschlossen, jetzt öffnet es wieder: komplett saniert – und mit gutbürgerlicher Küche. Die ersten Gäste können zwischen dem 21. und 26. Juni kommen.
Er diente unter vier Stadtoberhäuptern: der frühere Frankfurter Bürgermeister Hans-Jürgen Moog feiert am 13. Juni seinen 90. Geburtstag.
Der Wiesbadener Sammler Reiner Winkler hat bis zuletzt mit seinen Lieblingsstücken gelebt. Nun sind die Schätze seiner Elfenbeinsammlung im Liebieghaus komplett.
Emir Tamim ist Machtinhaber über das drittgrößte Gasvorkommen der Welt und der jugendliche Aufsteiger unter den Ölmonarchen im Nahen Osten. Für sein Land hat er große Pläne.
Eine monumentale Ausstellung im Centre Pompidou zeigt Aufstieg und Fall einer Epoche, in der die Kunst in Deutschland den Fortschritt feierte – und mit ihm haderte.
Eine Auswahl von Gedichten der legendären Petersburger Poetin Jelena Schwarz in einer Neuübersetzung.
Ich erklär’ dir die Welt! Männer geben oft vor, sich besser auszukennen als andere. Im Beruf kann das nicht nur nervig sein, sondern Frauen auch die Karriere kosten.
Bruno Dumonts „France“ will eine böse Mediensatire sein. Das geht schief, aber das macht nichts. Es genügt, der Hauptdarstellerin des Films zuzuschauen: Léa Seydoux.
Wo Europa und Asien einander berühren, hat die Melancholie ihren Wohnsitz: Orhan Pamuk, dem türkischen Nobelpreisträger, zum Siebzigsten.
Emilie Mayer war vermutlich die erste Frau der Romantik, die große Symphonien schrieb. Und sie hatte Erfolg. Barbara Beuys begibt sich auf die Spurensuche nach ihr.
Der Gewürzpapst Ingo Holland ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Unterfranke hatte den harten Gang vom Lehrling zum Sternekoch hinter sich. Vor Kurzem hat ihn die F.A.Z. noch getroffen.
Adrian Williams und Michael Pfrommer packen die Koffer, um mit ihren drei Töchtern an die Westküste der Vereinigten Staaten zu ziehen. Ein Besuch zum Abschied bei dem Künstlerpaar.
Neusachlich esoterisch: Nach 21 Jahren Vorlauf öffnet heute in Aschaffenburg auf 650 Quadratmetern das Museum für Christian Schad, der im Malen Gegensätze versöhnte.
Zwei Jahre lang konnte die Beethoven-Woche in Bonn wegen der Pandemie nicht vor Publikum stattfinden. Jetzt empfängt Daniel Hope endlich wieder Besucher, darunter den Komponisten Jake Heggie. Der verdankt Beethoven geradezu sein Leben.