Die Waschbärenaugen des Hausverwalters
Vor fünfzig Jahren erschien „Mr. Moonbloom“ von Edward Lewis Wallant. Heute liest sich das Buch wie ein historischer Roman über ein Manhattan ohne Glanz und Metropolenpomp.
Vor fünfzig Jahren erschien „Mr. Moonbloom“ von Edward Lewis Wallant. Heute liest sich das Buch wie ein historischer Roman über ein Manhattan ohne Glanz und Metropolenpomp.
Hilary Mantel ist die Großmeisterin des historischen Romans. Mit ihrem neuen Buch „Falken“ setzt sie die Trilogie um den englischen Lordsiegelbewahrer Thomas Cromwell fort, der König Heinrich VIII. zu Diensten war.
Studiengebühren sind in Deutschland zunächst gescheitert. Dabei wären sie eigentlich sozial gerecht, würde man sie nachgelagert und einkommensabhängig erheben. Bloß ist ein solches Modell in der deutschen Diskussion quasi nicht vorhanden. Ein Debattenbeitrag.
Geldverleih gegen Zins ist nicht das Gleiche wie Wucher: Mannheim zeigt das Florentiner Bankiers- und Fürstengeschlecht der Medici als hinfällige, von chronischen Krankheiten geplagte Menschen.
Nach „Topsy-Turvy“ und „Vera Drake“ plant der Regisseur Mike Leigh gerade den dritten und ehrgeizigsten historischen Film seiner Karriere. Heute wird er siebzig Jahre alt.
Christoph Mäckler hat viel gebaut in Frankfurt, sein Einfluss macht sich aber vor allem in Debatten über die Baukultur bemerkbar. Das Porträt eines prinzipientreuen Kämpfers.
Hätte Martin Kippenberger anders gelebt, würde er sechzig in diesem Jahr. Seine Kunst lehrt uns aber, dass sie ohne dieses Leben nicht zu haben war. Eine Berliner Ausstellung schaut jetzt zurück, auf den Menschen, den Maler, den Zeitgenossen.
Florian Bolk und Eva-Maria Hilker haben ein Buch über die Kochkunst in der Hauptstadt geschrieben. Man sieht hier, wie sich die Lücke zwischen Spitzen- und Alltagsküche langsam schließt.
Unterschiedenes ist gut: Bruno Latour schreibt seine Netzwerk-Theorie weiter und wahrt die Chance, der Philosophie zu entkommen.
Der Mann traut sich alles zu: Ein Branchenneuling aus Duisburg soll Europas größten Reisekonzern retten. Bisher hat er Handys verkauft.
In Spanien sind eine ganze Menge Werke des genialen Künstlers Francisco de Goya unterwegs - zum Verkauf, aber auch in den Museen
Die Zahlen sprechen für sich: Für die Auktionshäuser in Wien schreibt das vergangene Jahr eine Erfolgsgeschichte - Steigerung in allen Bereichen.
Hohe Verkaufsraten bestätigen die Attraktivität von Impressionismus und Moderne bei Sotheby’s und Christie’s in London - jedenfalls für einige Kunden.
Leidenschaftliche Gärtner, die die Welt in Hexameter zu fassen suchten: In seiner Doppelbiographie zeichnet Jörg Magenau intime Porträts der Brüder Friedrich Georg und Ernst Jünger.
Die Zeitgenossen geben sich diesmal eher klassisch: Ein Blick auf das Angebot bei den Auktionen mit Gegenwartskunst in London.
Fast ein halbes Jahrhundert lang gehörte Jeanloup Sieff zu den wichtigsten Modefotografen Frankreichs. Aber erst jetzt widmet sich ein Bildband ausschließlich diesen Auftragsarbeiten: eine Hymne der Eleganz.
Verse mit tausend Füßen und tausend Köpfen: Eine bibliophile Gesamtausgabe mit 601 Gedichten aus sechs Jahrzehnten lädt zur Wiederentdeckung des Lyrikers Wilhelm Klemm ein.
Der König und der Premierminister wiegen sich und wirbeln um ihre eigene Achse, ohne zu ermüden. Beide tragen das weiße knöchellange Gewand und die rot-weiß ...
Der Schauspieler Klaus Kinski hatte zwei Töchter. Die eine, Pola, missbrauchte er. Die andere, Nastassja, ließ er von Regisseuren wie Wim Wenders als Verführerin inszenieren.
Aufstieg als Familiensache: Nathalie Benedikt ist gerade einmal 36 Jahre alt und Finanzvorstand eines börsennotierten Unternehmens. Kinder und Karriere kann sie vereinbaren. Weil ihr Mann für sie kürzertritt.
Top-Manager mit prominenten Frauen haben es schwer, Job und Privatleben voneinander zu trennen. Jüngstes Beispiel: Die Liaison von Dieter Zetsche und Desirée Nosbusch.
Hort des Trostes oder Paradiesgarten der Terroristen? Amy Waldmans Roman „Der amerikanische Architekt“ erzählt vom Ringen um die Gedenkstätte für „Ground Zero“.
Heike Schmoll wundert sich im Porträt „Multidisziplinär“ über Hans Michael Piper (F.A.Z. vom 25. Januar), dass er in seiner „anspruchsvollen Dissertation“ mit ...
Warum studiert man in Deutschland nicht das Recht, sondern die Rechtswissenschaft? Womöglich gar im Plural? Das hat natürlich mit Friedrich Carl von Savigny zu
Unordnung und frühes Leid: Eva Menasse erzählt in ihrem neuen Roman „Quasikristalle“ aus dem Leben ihrer Heldin, die sich immer wieder neu erfindet.
Die Frage, was einen Roman ausmacht, hat Rainald Goetz sich in Frankfurt schon vor fünfzehn Jahren beantwortet, als er die Poetikvorlesung an der
Roberto Calassos „Der Traum Baudelaires“ stellt den Dichter zwar ins Zentrum der Betrachtung. Im Grunde geht es Calasso aber um eine Epoche - um die Geburt dessen, was man als Moderne bezeichnet.
Unicef Deutschland kündigt die Versteigerung von mehr als fünfhundert Werken aus der legendären Sammlung von Gustav Rau an. Der Gesamtwert der Sammlung wird auf bis zu sechshundert Millionen Euro geschätzt.
Dekan Bruno Bleckmann hatte zu verkünden, dass Annette Schavan der Doktorgrad entzogen werde. Eines steht bei dem Historiker außer Frage: die Sorgfalt im Umgang mit Texten.
Mal wieder Marie-Thérèse: Ein Picasso-Porträt führt die Auktionen mit Impressionismus und Moderne bei Sotheby’s in London an. Christie’s setzt auf Modigliani.
In einem Traum befand sich Abraham Lincoln in Gesellschaft einfacher Leute, die sein Aussehen kommentierten. „Er ist ein sehr gewöhnlich aussehender Mann“, ...
Martin Schläpfers Ballett am Rhein tanzt in Duisburg die Uraufführung „Johannes Brahms - Symphonie Nr. 2“ und Werke von Antony Tudor und Frederick Ashton.
Vier junge Offiziere warteten am 15. Juli 1944 im Grand Hotel Esplanade am Potsdamer Platz auf ihren Einsatz. Einer von ihnen war Ludwig Freiherr von ...
Als Rockmusiker ist er weltberühmt. Jetzt zeigt sich Bryan Adams in einer Ausstellung in Düsseldorf als Fotograf: mit braven Porträts von Musikerkollegen, mit erotischen Modefotos - und mit einer Serie kriegsversehrter Soldaten, die einem den Atem nimmt.
Bluttests im Dienst des guten Benehmens: Russlands Führung treibt den reaktionären Gesinnungsterror in immer absurdere Dimensionen.
Anlässlich des „Duesseldorf Photo Weekend“ stehen die Galerien und Museen der Stadt ganz im Zeichen der Fotografie. Gezeigt werden Werke altbekannter Stars wie Anton Corbijn und auch Neuentdeckungen, so zum Beispiel Modefotografien von Mark Menders.