Der „Vertrauensspediteur“ der Nazis
Der Logistikkonzern DB Schenker lässt seine Vergangenheit im Dritten Reich wissenschaftlich aufarbeiten. Im Fokus steht die Beteiligung des Unternehmens an „Arisierungen“ und Zwangsarbeit.
Der Logistikkonzern DB Schenker lässt seine Vergangenheit im Dritten Reich wissenschaftlich aufarbeiten. Im Fokus steht die Beteiligung des Unternehmens an „Arisierungen“ und Zwangsarbeit.
Viele Bundesministerien, Behörden und Unternehmen haben ihre Geschichte in der NS-Zeit wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Der Deutsche Bundestag bislang nicht. Das muss sich ändern. Blinde Flecken darf es gerade in der Parlamentsgeschichte nicht geben.
Ein Wunder, dass diese Freundschaft so lange Bestand hatte: Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger verrät viel über weibliches Schreiben in der Nachkriegszeit.
Alljährlich wird ein Preis der Fernsehbranche vergeben, der nach Hans Abich benannt ist. Ein Filmhistoriker fordert, die Auszeichnung einzustellen, weil Abich unter den Nazis Karriere gemacht habe. Das kann man anders sehen.
Zwei Forscher der Universität Mainz untersuchen die Unterhaltungsmusik im „Dritten Reich“. Dabei stoßen sie auf viele Grauzonen. Ein wissenschaftliches Bild dieser Geschichte fehlt bisher.
In welchem Maße haben Mitglieder der Hohenzollern-Familie zum Aufstieg der Nationalsozialisten beigetragen? Ein Gespräch mit dem Historiker Stephan Malinowski über sein bahnbrechendes neues Buch.
Die Namen einiger juristischer Standardwerke gehen auf prominente NS-Juristen zurück. Seit Jahren wurde darüber diskutiert. Nun kommt der Verlag C.H. Beck den Forderungen nach einer Umbenennung nach.
Hat der frühere Kronprinz Wilhelm dem Nationalsozialismus „erheblichen Vorschub“ geleistet? Zwei Historiker bezweifeln dies in einem Zeitungsartikel. Doch ihre Darstellung ist unzutreffend.
Ist es unangemessen, dass ein Buch, mit dem wir im Jurastudium fast täglich hantieren, den Namen eines Nationalsozialisten trägt? Eine gute Frage. Gestellt wird sie immer lauter.
Die Frankfurter Polizei erinnert sich an drei Beamte, die sich dem NS-Staat widersetzt haben. Das hat auch mit der Gegenwart zu tun.
Über Kindheit und Jugend Adolf Hitlers lag lange ein dichter Schleier des Nichtwissens. Neue Quellen ermöglichen einen völlig anderen Blick auf sein Familienleben – besonders auf seinen Vater, der den größten Einfluss auf ihn hatte. Ein Essay.
Jüdische Unternehmer haben in Frankfurt ihren Klub wie heute Hopp professionalisiert und kommerzialisiert. Der FSV war sogar dem FC Bayern voraus – dann kamen die Nazis. Markwart Herzog über eine bis heute nachwirkende Zäsur.
Gegen die Spitze der NSDAP laufen mehrere Gerichtsverfahren. Die Justiz will herausfinden, ob Goebbels und Hitler einen Umsturz planen. Doch die Verfahren behindern sich gegenseitig.
Der größte deutsche Ölförderer Wintershall war tief in die Machenschaften der Nationalsozialisten verstrickt. Die Gründer beförderten den Aufstieg der NSDAP.
Gorleben +++ Bückeburger Prozess +++ Vorwärts in die Vergangenheit +++ Gottesdienst in Corona-Zeiten +++ Hohenzollern
Im Prozess um drei Offiziere sagt Adolf Hitler vor dem Reichsgericht in Leipzig aus. Die Vernehmung des Vorsitzenden der NSDAP soll klären, ob seine Partei einen Umsturz vorbereitet. Ein Protokoll.
Aus den Reichstagswahlen gehen die Nationalsozialisten als zweitstärkste Kraft hervor. Die Frankfurter Zeitung zeigt sich von dem erdrutschartigen Zuwachs überrascht – und warnt vor Chaos, sollten sie an der Regierung beteiligt werden.
Karl Lagerfeld, der im vergangenen Jahr gestorben ist, hat sich über seine Kindheit in der Nazi-Zeit immer nur vage geäußert. Das könnte einen Grund haben: Wie neu entdeckte Dokumente zeigen, waren seine Eltern Mitglieder der NSDAP.
Vertreibung +++ Gottesdienste in Mecklenburg-Vorpommern +++ Nationalökonom Adam Smith
Heute vor 75 Jahren eröffneten die Amerikaner das Landgericht Frankfurt. Es begann die Zeit der Entnazifizierung und des Wiederaufbaus der Justiz. Ein Mann ist damit verbunden wie kein anderer.
Das Bundesverfassungsgericht will die Verflechtungen seiner ersten Richtergeneration mit dem nationalsozialistischen Regime erforschen lassen. Das ist überfällig – und eine gewaltige Herausforderung. Ein Gastbeitrag.
Bis zu 20.000 Menschen haben sich am Samstag nahe des Brandenburger Tores versammelt. Weil Hygienemaßnahme nicht eingehalten wurden, will die Polizei die Kundgebung auflösen. Zudem hat sie den Versammlungsleiter angezeigt.
Wo stand Ernst Jünger politisch? Ein neu aufgetauchtes Dokument legt nahe, dass der Schriftsteller sich 1934 kritisch über den Nationalsozialismus geäußert hat.
Vor 100 Jahren wurde Paul Löbe als erster Sozialdemokrat zum Präsidenten eines deutschen Parlaments gewählt. Sein Beispiel zeigt: Die Verfassung muss von einer wehrhaften Demokratie geschützt werden. Ein Gastbeitrag.
Die NSDAP triumphiert bei den sächsischen Landtagswahlen. Vor allem junge Wähler fühlen sich zu ihr hingezogen. Die Frankfurter Zeitung analysiert, warum die Faschisten so erfolgreich sind. Einer der Gründe: Protestwähler.
Zum 50. Todestag Karl Küppers lobt die Stadt erstmals einen Preis im Namen des Büttenredners aus. Zuvor hatte sie sich mit dem Karnevalisten lange schwer getan.
Der Historiker Brendan Simms sieht Adolf Hitler bis zuletzt vom Westen besessen und breitet diese These auf über tausend Seiten aus. Dabei fehlt nicht nur die Gegenprobe, sondern auch der historische Kontext.
Weil er 1945 für die Wehrmacht spionierte, wurde ein 16 Jahre alter Junge aus Euskirchen von den Amerikanern hingerichtet – noch drei Wochen nach Kriegsende.
Mit einem antisemitischen Gedicht für Thüringens Schüler tanzt der nationalsozialistische Minister Frick der Regierung auf der Nase herum. Und Hitler droht, den Staat mit „dämonischem Willen zur Alleinmacht“ umzugestalten.
Erbaut wurden die Thingstätten im Nationalsozialismus, noch heute dienen manche als Festspielbühne: Forscher und Künstler erkunden die historischen Kultorte.
Netzwerk gegen Nazis: Der Autor Norman Ohler hat die unglaubliche Widerstandsgeschichte von Harro und Libertas Schulze-Boysen aufgeschrieben. Ein Gespräch.
AfD gleich NSDAP, Linke gleich SED, Kopftuchträgerin gleich Terroristin? Höchste Zeit, die Kunst des Unterscheidens zu lernen – am besten in einem eigenen Studienfach.
Die Gespenster der Weimarer Republik sind unter uns – und eine Partei steht dabei besonders in der Verantwortung: die FDP. Historische Lehren aus der Thüringer Skandalwahl.
Ein politischer Skandal bedroht die NSDAP. Zeugen aus Parteikreisen wollen mitbekommen haben, dass Hitler „finanzielle Hilfe“ von Italien bekomme. Damit müsse er „um seine politische Existenz fürchten“.
Eintracht Frankfurt erkennt Rudolf Gramlich posthum die Ehrenpräsidentschaft ab. In einem Gastbeitrag erläutert der Geschäftsführer des Eintracht-Museums die Lebensgeschichte des ehemaligen Präsidenten des Klubs.
Die Gründungsversammlung 1980 der Grünen in Karlsruhe verlief chaotisch, das mediale Echo war verheerend. Drei Jahre später zogen die Grünen in den Deutschen Bundestag ein. Wie kam es dazu? Unser Autor hat damals für die F.A.Z. darüber berichtet.