„Integration ist eine Existenzfrage“
Kinder müssen zur Not auch gegen den Willen der Eltern gefördert werden. Das hat Berlins Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in Frankfurt gefordert.
Kinder müssen zur Not auch gegen den Willen der Eltern gefördert werden. Das hat Berlins Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in Frankfurt gefordert.
Die Methoden krimineller Pflegedienste werden immer dreister. Sie vernachlässigen Pflegebedürftige, rechnen Scheinleistungen ab, kassieren für gesunde und sogar für tote Patienten. Es geht um Millionen, doch der Rechtsstaat sieht zu.
Joachim Gaucks Positionen werden im Netz genau unter die Luge genommen. Auch die Sarrazin-Debatte bleibt dabei wichtig. Populistische Debatten sind gefährlich, sie gefährden Werte wie Gleichheit, Minderheitenschutz und die freie Rede.
Die Nase liest mit: Es muss nicht immer nach Blumen duften, sondern kann auch nach Papier riechen. Wie der Parfümeur Geza Schön den Geruch von Büchern nachgebildet hat.
Mariam studiert Politik und spielt Wasserball. Nun absolviert die Berlinerin ein Auslandssemester in Arizona und spielt bei den Sun Devils.
Keine andere jüdische Gemeinschaft auf der Welt wächst so schnell wie die in Berlin. In der Hauptstadt erfahren Juden Gefühle der Fremdheit - und finden ein Stück Heimat.
Extravagante Kneipen und multikulturelles Flair: Junge Kreative machen aus dem Berliner Problembezirk Neukölln einen Trend-Kiez - der entfernt an das New York der Achtziger erinnert.
Das Ob und Wie einer Stadtautobahn durch Neukölln ist für Berlin nicht so überlebenswichtig, dass deshalb eine Koalition nicht zustande kommen müsste.
Zu "Mann kommt nach Überfall in Berliner U-Bahn um" (F.A.Z. vom 19. September): Ich bin Neuköllner, lebe also im "Täterbezirk" und bin von diesem Bericht mitbetroffen, weil Sie die Täter als "Neuköllner" bezeichnen und den türkischen Migrationshintergrund unerwähnt lassen.
Berlin ist „in“, zieht alle an - Touristen, Lebenskünstler und Kulturfreaks. Zugleich lebt an der Spree jeder fünfte Einwohner von Hartz IV. Vor allem Ausländer, die nicht gut Deutsch können, bleiben auf der Strecke.
Die Straßen Berlins sind löchriger als in anderen Städten, die Schulen vielfach in einem traurigen Zustand. Die Touristen aber stören selbst die Bettler kaum.
Ein, zwei Bierchen in der Mittagssonne, vorm "Steckenpferd", einer Eckkneipe in Neukölln. "Ick brauch' nich viel zum Leben, Dach überm Kopf und 'n paar Euro." Micha ist Ende vierzig, sein T-Shirt hat ein Loch unterm Ärmel, er war lange nicht beim Friseur.
In Berlin ist die Linkspartei fleißig, pragmatisch - und nach Ansicht der Wähler dabei sehr, sehr langweilig. Ist das der Grund, warum ihr Spitzenkandidat Harald Wolf so selten lacht?
Die Berliner Polizei hat zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen. Sie sollen sich chemische Substanzen zur Herstellung eines Sprengsatzes beschafft haben. Von einem konkret geplanten Anschlag war den Behörden offenbar nichts bekannt.
Vor einem Jahr kam das Buch von Thilo Sarrazin heraus. Seitdem wird nicht mehr von Integration geredet, sondern nur noch von Teilhabe. Migranten gibt es scheinbar keine mehr.
Fünf Jahre nach der Rütli-Schule hat eine weitere Schule im Berliner Bezirk Neukölln ihre Notsituation öffentlich gemacht. In einem im Juni abgeschickten Brief an den Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) beklagt das Lehrerkollegium ...
Die Serie von Autobränden in Berlin setzt sich fort. Auch in der Nacht zum Dienstag wurden wieder Autos angezündet. Die Polizei war mit 260 Kräften im Einsatz, darunter erstmals auch etwa 100 Beamte der Bundespolizei.
Wer sich schlecht benehmen will, ist kaum daran zu hindern. Das lässt sich in Berlin, wo das Wegschauen zu lange als Zeichen der Toleranz galt, geradezu exemplarisch studieren: Es ist eine Art Diktatur des Lumpenproletariats entstanden.
Der Weg ins Krisengebiet führt vorbei an der alten Schmiede und einem Kräutergarten, in dem manchmal Babyradieschen wachsen. Er führt die Gruppe über Kopfsteinpflaster, bevor er auf einem unscheinbaren Stück Wiese endet, das sich zwischen greuliche Altbauten duckt.
Was dran ist am Mythos Neukölln, an den Gruselgeschichten vom Problembezirk, Prügelschulen, angeblich integrationsunfähigen Migranten? Aynur, Rima und Rascha zeigen Besuchern der Hauptstadt ein Viertel mit Problemen, aber auch eines mit Herz.
Der verdächtige Todesschütze von Berlin hat die Tat während einer Polizei-Vernehmung eingeräumt. Ein Motiv für den Mord nannte er jedoch nicht. Der 25 Jahre alte Mann war am Sonntagabend in einem U-Bahnhof festgenommen worden.
mk. BERLIN, 8. August. Die Berliner Polizei hat in der Nacht zum Montag einen gesuchten mutmaßlichen Todesschützen im Bezirk Neukölln gefasst. Nach Angaben der Behörden gestand er die Tat. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nahm den 25 Jahre alten Mehmet Y.
Die Reuterstraße liegt im Norden Neuköllns, zwischen Sonnenallee und Karl-Marx-Straße, hart an der Grenze zum Bezirk Kreuzberg. Neuerdings nennt man in Berlin dieses Gegend "Kreuzkölln". Der Historiker Bernhard Bremberger, ein Bewohner der Reuterstraße, kümmert sich nicht um solche Zuschreibungen.
Vor 50 Jahren haben Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen unterzeichnet. Cem Özdemir ist Kind der ersten türkischen Migrantengeneration. Im Interview erzählt er die Geschichte einer geglückten Integration.
Man will ja nichts sagen, aber. Also, man ist ja weltoffen, aber so, also das ist doch schon. Natürlich ist es so, wie es ist, aber man muss doch noch fragen dürfen, ob. Hört man in Kneipen und Sendungen zur Integration, beim Thema Islam und Integration. Und überdieht leicht, dass sich an diesen Aussagen gar nichts ändert, wenn nicht von Neukölln, sondern von oberbayerischen Seen die Rede ist.