Das Leben ist ein Spektakel
Ein erster Höhepunkt der Pariser Theatersaison: Christophe Honoré adaptiert Marcel Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“ an der Comédie-Française.
Ein erster Höhepunkt der Pariser Theatersaison: Christophe Honoré adaptiert Marcel Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“ an der Comédie-Française.
Hier wird alles auserzählt: Elena Ferrante zeigt in ihrem neuen Roman „Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“ recht aufdringlich, wie wenig sie ihrem Publikum zutraut.
Proust, antijüdisch? Ein französischer Literaturwissenschaftler studiert die damalige jüdische Rezeption – und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.
Was man auf Reisen isst, nimmt man für immer mit nach Hause. So können Speisen zur verinnerlichten Landschaft werden.
Wozu braucht jemand, der so anschaulich erzählt wie Julian Barnes, Bilder in einem Buch? Sein jüngstes Werk zeigt es: „The Man in the Red Coat“ lasen die Briten als Lobpreis für Europa. Und jetzt, in der Isolation, sagt es uns noch mehr.
Manchmal will man ein Buch schon nach dem ersten Satz gar nicht mehr aus der Hand legen. So ist es auch bei diesen zehn besonderen Roman-Einstiegen.
Stéphane Heuet hat sein ganzes Schaffen einem Ziel verschrieben: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ als Comic zu adaptieren. Jetzt ist er mitten im Endspurt.
Ein Band bislang unveröffentlichter früher Texte zeigt, wie Marcel Proust denkt und sortiert, aussortiert, anders justiert – noch ohne konkretes Ziel. Von den allermeisten dieser Erzählungen war nicht einmal die Existenz bekannt.
Noch einmal zum Venedig-Besuch Marcel Prousts im Mai 1900. Von diesem Gast des Hôtel de l’Europe erfuhr Hugo von Hofmannsthal aus einem Brief von Hans Schlesinger. Die Begegnung mit Schlesinger ging in die „Recherche“ ein.
Die Kölner Bibliotheca Reiner Speck präsentiert das gelöste Geheimnis von Marcel Prousts erstem Fragebogen. Darin wird die Identität einer Verehrten Prousts aufgedeckt – mithilfe mühsamer Recherchearbeit.
Die Unterschrift eines weltberühmten Schriftstellers, die den Touristen im armenischen Kloster auf der Insel San Lazzaro gezeigt wird, stammt vielleicht von einem nicht ganz so berühmten Kollegen.
In den Opelvillen Rüsselsheim ist erstmals außerhalb Spaniens eine Auswahl von Ernesto Ventós Omedes’ beeindruckender Sammlung „olorVISUAL“ zu sehen. Der Clou der Ausstellung erweist sich als ihre Crux.
Plötzlich sind es drei Fragebogen, die Marcel Proust ausgefüllt hat: Ein neu entdecktes Exemplar beleuchtet die Jugend des Schriftstellers.
Wie wäre es mit einem Barhocker, auf dem schon Hemingway saß? Das Luxushotel Ritz in Paris versteigert Einrichtungsgegenstände aus fast 120 Jahren Hotelgeschichte.
Wo „Europa zerstören“ inszeniert wird: Vor den Präsidentenwahlen in Russland sprechen die Schriftsteller Viktor Jerofejew und Peter Schneider über deutsche Putin-Freunde, die Gegenkandidaten und darüber, warum alle nur dem Regime nützen.
Marcel Proust, Ernest Hemingway, Coco Chanel – sie alle haben schon im berühmten Ritz-Hotel in Paris genächtigt. Nun soll das Orginial-Mobiliar der Luxusunterkunft versteigert werden.
Mehr als anderthalb Jahrzehnte wurde an diesem Roman geschrieben, doch nie veränderte sein Autor mehr als am Anfang: Stefan Zweifel ediert und übersetzt die Korrekturfahnen von „Combray“, dem ersten Teil von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“.
David Zwirner gehört zu den großen Galeristen. Sein Sohn könnte ihm helfen, noch wichtiger zu werden. Eine Begegnung mit Lucas Zwirner in New York.
In Wien wurde zum ersten Mal der Alternative Büchner-Literaturpreis vergeben. Hier steht die Rede des Preisträgers Wolf Wondratschek.
Wenn Tageslicht überrascht: Zwischen Holzregalen und Flatscreens stellt das Gastland der Buchmesse alles in den Dienst der deutsch-französischen Freundschaft. Und Bücher gibt es auch.
Der Schriftsteller und Philosoph Rüdiger Safranski erhält in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Börne-Preis. Das entschied der alleinige Preisrichter Christian Berkel – und begründet es mit dieser Rede.
Ein Geschichtswerk ohne Helden wird in Frankreich zum Bestseller – und spaltet das lesende Publikum.
In einen Amateurfilm aus dem Jahr 1904 sondert sich auf einer Pariser Hochzeitsgesellschaft ein Mann im grauen Gehrock ab. Ist es Marcel Proust, wie ein kanadischer Wissenschaftler jetzt behauptet?
Von der ganzen Welt bewundert, geraubt von den Nationalsozialisten: Ein letztes Konvolut aus dem Nachlass der einst berühmten Sammlung von Alphonse Kann wird in Paris bei Artcurial versteigert.
Verwoben und verliebt ins eigene Werk: Die bislang umfangreichste deutschsprachige Auswahl der Briefe von Marcel Proust erweist sich als ein Buchwunderwerk.
Europa lässt die Herzen kalt und ist doch eine Herzensangelegenheit. Es ist ein Paradoxon, dessen Wertekorsett in Gefahr ist. Zeit für eine Liebeserklärung.
Schon im Mutterleib machen wir unsere ersten Geschmackserfahrungen. Doch was genau bedeutet das?
Louis Vuitton macht neben Mode jetzt auch Parfums. Doch an Couture wagt sich das Pariser Luxushaus nicht heran. Vuitton-Chef Michael Burke erklärt die neueste Erweiterung.
Mythos Marcel Proust: In Paris wird eine Sammlung versteigert, deren Objekte aus der Wohnung des Schriftstellers stammen. Doch damit droht sie in die ganze Welt verstreut zu werden.
„Rankings“ großer literarischer Texte gelten als Ausbund von schlechtem kulturellem Geschmack. Und doch schärfen sie das literarische Urteil – wie eine Rangliste von College-Studenten im Teenage-Alter zeigt.
Die Welt ist nur für sich da und der Mensch ihr gleichgültig: Zum neunzigsten Geburtstag von Dieter Wellershoff erscheint eine Auswahl seiner Erzählungen. Eine Geschichte daraus mag der Schriftsteller besonders.
Das irische Referendum zur Homosexuellenehe wird nicht nur die Gleichstellung vorantreiben, es wird auch zum Beginn einer kulturellen Revolution stilisiert. Doch mit ihr erstehen alte Gespenster wieder auf.
Er beweist seine Meisterschaft: Ein Gemälde von Vasari, Autor der berühmten Künstlerviten, führt die Auktionen bei Koller an. Es folgen Werke des 19. Jahrhunderts, Möbel und Autographen.
Fremdes Leben hinter Glas: Ursula Harter führt durch die Geschichte des Aquariums und seiner künstlerischen und literarischen Anverwandlungen.
Haben traditionsreiche Verlagshäuser überhaupt noch Chancen gegen den Netzgiganten? Ein Gespräch mit Daniel Kampa, Verleger von Hoffmann und Campe, über die Zukunft seiner Branche.
Ein Großer der französischen Musik, der immer noch zu entdecken ist: Jean-Michel Netcoux’ einnehmende Biographie des Komponisten Gabriel Fauré