Kunst der Selbstvermüllung
An der Hamburgischen Staatsoper wurde „Monster's Paradise“ von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek uraufgeführt. Tobias Kratzer macht daraus ein Weltuntergangs-Varieté.
Als der Autor, Fernseh- und Filmemacher Alexander Kluge am Mittwoch starb, hatte er noch Projekte für weitere zehn Jahre. Hier erinnern sich Kolleginnen und Weggefährten wie Elfriede Jelinek, Ben Lerner und Joseph Vogl an ihn.
An der Hamburgischen Staatsoper wurde „Monster's Paradise“ von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek uraufgeführt. Tobias Kratzer macht daraus ein Weltuntergangs-Varieté.
Nach elf Jahren ist endlich wieder ein neuer Roman von Thomas Pynchon erschienen: „Die Schattennummer“. Niemand hat unser Leselebensgefühl so geprägt wie er – und er schafft es auch diesmal wieder.
Welche deutschen Intellektuellen erklären uns die Gegenwart am besten? Wer hat die schärfsten Analysen, Thesen und Theorien, um die komplexe Wirklichkeit zu durchdringen? Das F.A.S.-Feuilleton hat 28 Denkerinnen und Denker gekürt.
Anatomie eines zerstörerischen Gefühls: David Schalkos neue Serie „Warum ich?“ entlarvt auf grandios komische Weise die Lächerlichkeit unserer Ängste.
Der Italiener Tommaso Debenedetti ist für sein Spiel mit Falschmeldungen bekannt. Nun hatte er mit einer Meldung zum vermeintlichen Tod von Elfriede Jelinek beachtlichen Erfolg. Warum macht er das?
Ach ja, die Hörbigers! Einst galt „Burgtheater“ von Elfriede Jelinek als skandalöse Legendenbeschimpfung, jetzt hat Milo Rau das Stück bei den Wiener Festwochen als Moralmelange inszeniert.
Vierzig Jahre lang war das Stück „Burgtheater“ von Elfriede Jelinek, in dem es um die Nazivergangenheit österreichischer Großschauspieler geht, gesperrt. Jetzt wird es wieder aufgeführt. Mavie Hörbiger spielt darin eine an ihren Großvater angelehnte Rolle.
Sie mag es zeitgenössisch, poetisch und surreal, inszeniert Sargnagel, Jelinek und Steinbuch. Nun hat die Wiener Regisseurin es zum ersten Mal mit Shakespeare zu tun.
Banaler gehts nicht: Falk Richter inszeniert eine politisch-ästhetische Experimentvorlage von Elfriede Jelinek am Hamburger Schauspielhaus an. Der Abend wirkt absurd aus der Zeit gefallen.
Diesen Text hat keine Maschine geschrieben. Wenn ihn aber eine übersetzt, versteht ihn womöglich kein Mensch mehr. Was ist da bloß los?
Ein Intendantenwechsel in Bochum steht an, aber erst 2027. Dann soll Nicolas Stemann, der zuletzt zum Leitungsteam am Schauspielhaus Zürich gehörte, auf Johan Simons folgen.
Auf der Plattform X legt jemand im Namen der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck einen Fake-Account an und meldet, die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek sei gestorben. Erpenbeck ist über die makabre Desinformation entsetzt.
Elfriede Jelineks dräuende Textgewitter hat Regisseurin Lilja Rupprecht in eine bunte Revue gepackt: „Sonne/Luft“ ist in den Kammerspielen Frankfurt zu sehen.
Für die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat sich die Hamas mit ihrem Angriff auf Israel für immer delegitimiert. Jelineks entschiedene Haltung ist unter linken Künstlern und Schriftstellern selten.
Er war der Soziologe der Bundesrepublik und der Porträtist seiner Epoche. In seinen Knollennasenmännchen hat sich ein ganzes Land wiedererkannt. Am morgigen Sonntag vor hundert Jahren wurde Loriot geboren.
Am Sonntag wäre Loriot hundert Jahre alt geworden. Verbeugungen, Erinnerungen, Einsichten von Bernd Eilert, Teresa Präauer, Elfriede Jelinek und Marion Poschmann.
Wunden sind für immer: Mit dem Terrorkrieg gegen Israel gerät die israelische Gegenwartsdramatik in den Blick. Ein Streifzug durch das Werk von Sivan Ben Yishai und Yael Ronen.
Das Regime der DDR ist Geschichte, doch die Methoden seines Geheimdienstes funktionieren noch immer, gezielt wird der Erinnerungsdiskurs vergiftet: Die Laudatio zur Leipziger Erich-Loest-Preisverleihung an die Schriftstellerin Ines Geipel. Ein Gastbeitrag
Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek macht aus einer Philippika gegen die deutsche Steuerfahndung einen atemlosen literarischen Monolog: „Angabe der Person“.
Wie wird aus vermeintlicher Steuerhinterziehung ein fesselnder Theaterabend? Die Uraufführung von Elfriede Jelineks „Angabe der Person“ durch Jossi Wieler am Deutschen Theater Berlin ist eine Sensation.
„Angabe der Person“ heißt Elfriede Jelineks neues, autobiografisches Buch. Es beginnt mit einer Steuerfahndung – und läuft auf eine Machtdemonstration hinaus: durch Sprache.
Wo kein Geheimnis war, wird nie etwas zu finden sein: Das Literaturmuseum Wien verbeugt sich vor der großen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann.
Sagt uns das heute noch was? András Dömötör inszeniert Eugène Labiches schwarze Komödie „Die Affäre Rue de Lourcine“ am Residenztheater.
Die portugiesische Übersetzerin Helena Topa findet kurze Texte besonders schwierig. Sie hat unter anderem Grass, Jelinek, Herta Müller und Kafka übersetzt.
Kammerspiel für sieben Schweine: Stefan Bachmann inszeniert in Frankfurt die zweite Uraufführung von Elfriede Jelineks Pandemie-Palaver „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte“.
Stefan Bachmann hat schon öfter aktuelle Stücke von Elfriede Jelinek inszeniert. Wegen Corona hat sich seine jüngste Premiere am Schauspiel Frankfurt verzögert. Der Intendant des Kölner Schauspiels sieht es gelassen.
Die Schauspielerin Isabelle Huppert bekommt bei der Berlinale 2022 einen Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Kaum jemand hat diese Auszeichnung so sehr verdient wie sie.
Rita Thiele ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Dramaturginnen. Was genau macht sie in dieser Funktion im Schauspielhaus Hamburg? Und was haben Elfriede Jelinek, Karin Beier und Claus Peymann damit zu tun?
Die Absicht gut, der Aufwand groß. Und der Ertrag? Wie guter Speck: durchwachsen. Der Theaterguru Frank Castorf inszeniert ein Stück von Elfriede Jelinek in Wien.
Eva Menasses neuer Roman „Dunkelblum“ macht auf bitterkomische Weise ein trauriges historisches Ereignis zum Hintergrund eines Kleinstadtporträts im Jahr 1989.
Elfriede Jelineks neues Stück „Lärm“ ist ein Drama über das Stimmengewirr der Pandemie. Aber es ist nicht das Stück der Stunde.
Zwei Uraufführungen aus Österreich: „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!“ von Elfriede Jelinek in Hamburg und eine gedankenarme Wagner-Nacherzählung am Berliner Ensemble, inszeniert von Ersan Mondtag.
Alice Schwarzer ist Deutschlands bekannteste Feministin. Hier spricht sie über die Waffen einer Frau, die Schwächen der Männer, die Freuden der Populärkultur, den Machtmissbrauch durch Prostitution und Pornografie als Vergewaltigung.
Empörung in Textform gegossen: Elfriede Jelineks neues Stück „Schwarzwasser“ beschäftigt sich auf skurrile Weise mit den politischen Absurditäten rund um die Ibiza-Affäre.
Kehlmann, Franzen, Hirschhausen, Hustvedt, Auster, Jelinek: Namhafte Rowohlt-Autoren reagieren auf den Rauswurf ihrer Verlegerin Barbara Laugwitz.