Endlich wieder ins Theater!
Ein Modellversuch am Berliner Ensemble soll zeigen, dass auch in Zeiten von Corona Theater-Kultur mit Publikum möglich sein kann.
Ein Modellversuch am Berliner Ensemble soll zeigen, dass auch in Zeiten von Corona Theater-Kultur mit Publikum möglich sein kann.
Mitten im Risikogebiet: Mateja Koležnik inszeniert Ibsens „Gespenster“ am Berliner Ensemble als düsteres Kammerspiel um eine mächtige Matrone.
Ein Mensch, der nicht mehr leben will, verlangt nach einem tödlichen Medikament: Ferdinand von Schirach stellt in seinem Stück „Gott“ einen Fall von Sterbehilfe zur Abstimmung. Ist das überhaupt noch Theater?
Das Berliner Ensemble ist mit dem Stück „Gott ist nicht schüchtern“ in die neue Theatersaison eingestiegen. Am Rande der Uraufführung verkündet das Haus zudem eine Absage – aus politischen Gründen.
Ein Hoffnungsschimmer am Ende des Theatertunnels: In Frankfurt präsentieren sie die neue Spielzeitplanung, während das Berliner Ensemble experimentiert: mit Desinfektionsnebel für alle.
Als Theaterschauspieler war er längst ein Star, bevor er im Fernsehen als „Motzki“ bekannt wurde. Auch schwerste Rollen spielte er mit Leichtigkeit: Zum Tod des großen Charakterdarstellers Jürgen Holtz.
Als Ossi-hassender Frührentner sorgte er 1993 für eine TV-Kontroverse. Eigentlich war Jürgen Holtz auf der Bühne zuhause – und entblößte sich dort kurz vor seinem Tod noch einmal völlig. Mit 87 Jahren ist er gestorben.
Diesmal draußen: Das Berliner Ensemble zeigt dramatische Miniaturen, das Deutsche Theater „Die Pest“.
Oliver Reese, Chef des Berliner Ensembles, sorgt im Kulturbetrieb zurzeit für Furore. Das hat mit ein paar abgeschraubten Stühlen zu tun. Und mit der Frage, welche Zukunft das Theater in Zeiten von Corona noch hat.
Kampf um die Epochenwende: Das Berliner Ensemble streamt Heiner Müllers legendäre Inszenierung von Brechts „Arturo Ui“ mit einem neunzigjährigen Bernhard Minetti und einem dreiunddreißigjährigen Martin Wuttke
Nicht zu leiden reicht nicht: Andrea Breth inszeniert am Berliner Ensemble „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza in prominenter Besetzung. Amüsant ist der Abend nur in wenigen Momenten.
In Wien und Berlin kehren zwei vergessene Theaterstücke triumphal auf die Bühne zurück: Maria Lazars „Der Henker“ und Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“.
Baby Hitler nimmt den Stahlkonzern geschenkt: Auch am Schauspiel Köln bringt man jetzt „Die Verdammten“ nach Luchino Visconti auf die Bühne.
Auf trunkenen Poetenpfaden: Ersan Mondtag inszeniert Bertolt Brechts Stück „Baal“ am Berliner Ensemble – gespielt von Stefanie Reinsperger.
Eine stark stilisierte und starr gestellte Fantasiewelt, die bitter ernst inszeniert wird: Michael Thalheimer inszeniert „Macbeth“ mit Constanze Becker und Sascha Nathan am Berliner Ensemble.
Film, Fernsehen und Museen entdecken die Kunst der zwanziger und frühen dreißiger Jahre wieder. Der schaudernde Blick zurück auf den Vorabend des Faschismus und der NS-Herrschaft stellt Fragen an die Gegenwart.
Ohne allen Halt: Michael Thalheimer inszeniert „Endstation Sehnsucht“ am Berliner Ensemble mit der atemberaubenden Cordelia Wege.
Wer in der Vorweihnachtszeit Besinnliches braucht, ist im Berliner Ensemble falsch: Dort scheitert Ersan Mondtag am Thema Altern.
Er ließ die Dämonen seines Bühnenwitzes auf die Figuren los, bis sie in ihrer Schwärze hell funkelten in Seelenfegefeuern: Zum Tod des Schauspielers Hans-Michael Rehberg.
Michael Thalheimer entschlackt Brechts „Kaukasischen Kreidekreis“ am Berliner Ensemble, selbst das Bühnenbild muss weichen. Doch stark ist die Inszenierung nur in manchen Momenten.
Auf zu alten Ufern: Am Berliner Ensemble will man sich auf lange vernachlässigte Stärken des Theaters besinnen und die Schauspieler wie die Autoren ins Zentrum stellen. Warum, das verrät Regisseur Michael Thalheimer im Gespräch.
Wer alles vor dem G-20-Gipfel in Hamburg für Gerechtigkeit singen will und was sich der Filmemacher und Aktivist Michael Moore für Trump-Whistleblower ausgedacht hat: Kurze Kulturmeldungen im Überblick.
Das Berliner Ensemble feiert mit einem schrägen Bob-Dylan-Abend den Meister. Vor lauter Ehrfurcht und Mitgefühl vergaßen seine Schöpfer Leander Haußmann und Sven Regener die entscheidende Frage.
Last Minute: Das Ensemble des Schauspiels Frankfurt sitzt auf gepackten Koffern. Sechs von ihnen berichten, wie es für sie nach der Spielzeit weitergeht – und wie es in Frankfurt war.
Ferdinand Bruckners Klassiker „Krankheit der Jugend“ zeigt am Berliner Ensemble nur schwache Symptome. Die Kraft des Originals verliert sich in kontrollierter Ekstase.
Beckett selbst meinte, man müsse das Stück „artifiziell, ballettartig machen“. Aber ein kleiner Herzschlag hier und da hätte doch geholfen: Robert Wilson inszeniert „Endspiel“ am Berliner Ensemble.
Über viele Jahrzehnte prägte sie als Theaterschauspielerin das Berliner Ensemble. Sie sang Chansons auf den großen Bühnen und hinterließ ihre Spuren auch im Fernsehen. Ein Nachruf auf Gisela May.
Wenn Intendant Claus Peymann das Berliner Ensemble verlässt, müssen auch dreißig Mitarbeiter gehen. Er nennt das einen „kulturpolitischen Trümmerhaufen“ – und kritisiert Bürgermeister Michael Müller scharf.
In seinem neuen Buch „Einbruch der Wirklichkeit“ erzählt Navid Kermani von seiner Reise auf dem Flüchtlingstreck. Bei der Vorstellung im Berliner Ensemble beschwören er und Alfred Grosser die Hoffnung Europa.
Er ist ein Regisseur, der die Schönheit wirklich will, mit utopischem, ja heiligem Ernst. Das brachte ihm Ruhm vor allem im Ausland: Zum achtzigsten Geburtstag des Regisseurs Hans-Jürgen Syberberg.
In Berlin trafen sich Thomas Gottschalk und Peter Sloterdijk, um des Philosophen neue Übersetzung von „Der kleine Prinz“ zu erörtern. Wer dabei für die Seele und wer für den Geist zuständig war, blieb überraschend unklar.
Seit 1999 ist Claus Peymann Intendant im Berliner Ensemble. So lange, dass der angekündigte Personalwechsel einer Sensation gleicht: Oliver Reese löst ihn 2017 ab. Dessen Pläne sind vielversprechend.
Seit 1999 leitet Claus Peymann das Berliner Ensemble. In zweieinhalb Jahren hört er auf. Dann wechselt der Intendant des Frankfurter Schauspiels an die einstige Brecht-Bühne.
Sommertheater, lakonisch: Freimütig antwortet eine entspannte Angela Merkel im Berliner Ensemble auf Fragen zur aktuellen Weltpolitik. Nur Rolf Hochhuth muss sich mal wieder aufregen.
Einst galt sie als deutsche Antwort auf die Moreau oder auf Milva, später brillierte sie mit Evelyn Hamann in „Adelheid und ihre Mörder“. Gisela May ist eine Schauspielerin, die ein ganzes Ensemble ersetzen kann. Heute wird sie neunzig.
Fressen oder getötet werden: Vor dieser Wahl stehen George Taboris KZ-Häftlinge, die einen erschlagenen Kameraden verspeisen sollen. Am Berliner Ensemble sind „Die Kannibalen“ von 1969 jetzt wieder zu sehen.