Eine Koalition für die Medienfreiheit
Das Jahr 2017 war gesellschaftlich von Tabubrüchen und Ignoranz gegenüber den Fakten geprägt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich dem stellen und für einen fairen Diskurs sorgen. Ein Gastbeitrag.
Das Jahr 2017 war gesellschaftlich von Tabubrüchen und Ignoranz gegenüber den Fakten geprägt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich dem stellen und für einen fairen Diskurs sorgen. Ein Gastbeitrag.
Die Deutschen schneiden beim Eurovision Song Contest immer schlechter ab. Daher wird das Auswahlverfahren der Kandidaten wieder mal geändert. Kann so der ARD-Unterhaltungschef für bessere Plazierungen sorgen?
Der künftige ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm fordert mehr Vielfalt im Programm seines Senders. In einem Interview prangert er zudem die Kosten für Sportrechte an – und malt aus, welche Folgen es hätte, wenn der Rundfunkbeitrag nicht erhöht werde.
Skispringen soll am Bildschirm transparenter werden. Zum Beispiel mit Hilfe eines Chips, der Daten wie Geschwindigkeit und Flughöhe erfasst. Die neue Technologie wird auch bei der am Wochenende beginnenden Vierschanzentournee eingesetzt.
Wenn Jan Josef Liefers und Axel Prahl im „Tatort“ ermitteln, sind fast fünfzehn Millionen Zuschauer dabei. Bei anderen Episoden sah das 2017 weniger beeindruckend aus. Der Weimar- „Tatort“ zu Weihnachten war ein echter Flop.
Seifenoper vor Palastkulisse: Der zweiteilige Mittelalterfilm „Die Puppenspieler“ über die Kaufmannsfamilie Fugger und den Vatikan mutiert zum Kitsch. Zumindest ein Handlungsstrang deutet an, was möglich wäre.
Wo Schief und Krumm zuhause sind: Jahr für Jahr produzieren ARD und ZDF Märchenfilme für die Weihnachtszeit. Warum nur nehmen sie die Texte, die sie im Namen tragen, so gar nicht ernst?
Eigentlich können die meisten Syrer ihre Familien nicht nachziehen lassen. Aber für einen unbegleiteten Jugendlichen gibt es nun eine Ausnahme. Das liegt am Außenministerium.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten sieht keinen Platz für taktische Überlegungen. Doch aus den Bundesländern kommen Forderungen und Ansagen, wie hoch der Rundfunkbeitrag nach 2020 anzusetzen sei.
Das Urteil gegen die Tagesschau-App ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof lässt den Antrag des NDR auf Revision nicht zu. Doch der Sender prüft eine Verfassungsbeschwerde.
Parole Emil: Eine halbbiographische Annäherung an Erich Kästner erzählt von Freundschaft und Aufrichtigkeit in dunkler Zeit. Das ist vielleicht der schönste Weihnachtsfilm in diesem Jahr: „Kästner und der kleine Dienstag“.
Auch ohne Olympia oder Fußball-WM steht der Sport ganz oben in der der TV-Quoten im Jahr 2017. Dabei dominiert der Fußball. In den Top 50 findet sich nur der Klitschko-Kampf – und eine andere Sportart.
Ein Bericht der Finanzkommission sorgt für neue Diskussionen zur Reform von ARD und ZDF. Die Forderungen nach einer Neudefinition des Auftrages werden immer lauter.
Im ARD-Mittwochsfilm „Hit Mom“ verdingt sich eine Putzfrau als Auftragskillerin. Das geht nicht ohne Klischees ab – dafür bekommen aktuelle Widerlinge ihr Fett weg.
Die Finanzkommission Kef hat die Finanzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Jahre 2017 bis 2020 unter die Lupe genommen. Sie kommt zu dem Schluss: Da lässt sich einiges sparen.
Bis zuletzt stand alles auf der Kippe. Dann einigten sich ARD und ZDF mit Discovery auf die Senderechte für die Winterspiele. Nun haben die öffentlichen-rechtlichen Sender ihre Pläne für Pyeongchang vorgestellt.
Bei Anne Will geht es um die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem. Es kommt zu schrägen Vergleichen. Man redet von der „Anerkennung von Realitäten.“ Doch welche sollen das sein?
Melanias Christbäume, Trumps Zähne, seine Tweets, und wie sie zu verdammen sind: Das alles hat mit den Kontrollaufgaben der Medien nichts zu tun, und nach zwei Jahren Banalität muss man ihnen sagen: Get covfefe it.
Laura Dahlmeier und Denise Herrmann verpassen in Hochfilzen die Spitzenplätze deutlich. Doch für beide Biathletinnen gelten mildernde Umstände.
Was denn, jetzt auch noch Krimis deutsch-französischer Natur? Das klingt nach EU-Tristesse, ist aber so gut, dass man sich davon nur mehr wünschen kann: „Über die Grenze“ im Ersten.
Culture Clash mit Gangstas: Der neuste Ich-heirate-eine-Familie-Streich der ARD verteidigt den naiven Blick mit Witz und Verstand. Rapper Sido macht sich als übertölpelter Glückspilz gut.
Das Fernsehfilmfestival von Baden-Baden gilt als Vorweihnachtstreff der Branche. Doch diesmal ist alles anders: Eine Jury vergibt keinen Preis, die andere grämt sich. Die Sender bekommen ihr Fett weg. Was ist da los?
Rainer Robra ist Chef der Staatskanzlei in Sachsen-Anhalt – und stellte erst kürzlich die „Tagesschau“ im Ersten in Frage. Im Interview sagt er, wie er das meint, wieso ARD und ZDF im Osten einen schweren Stand haben – und ob eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zu erwarten ist.
Wenn die ARD eine Pressekonferenz hält, bleibt manches offen, auch wenn die Vorsitzende Karola Wille Bilanz zieht: Was ist mit Jörg Kachelmann? Wie viel kosten die Fußballrechte? Und: Was ist eigentlich der Auftrag der Sender?
Die Radiosender der ARD haben ihr Engagement als Medienpartner bei den Konzerten von Roger Waters abgesagt. Sie tun gut daran. Die Kritik an Waters politischer Symbolik ist berechtigt.
SPD, FDP und Grüne fordern Aufklärung über das Zustandekommen des deutschen Glyphosat-Votums. Der Bundeslandwirtschaftsminister beteuert nun, eigenmächtig entschieden zu haben – und nährt damit Zweifel an der Autorität der Kanzlerin.
Carolin Schramm hat mit ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig den diesjährigen ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ gewonnen. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Entscheidung, Medientechnik zu studieren.
Vier ARD-Radiosender wollten als Medienpartner Konzerte des früheren Pink-Floyd-Bassisten Roger Waters übertragen. Nachdem sie erfahren haben, dass er Ballons in Schweineform mit Davidstern aufsteigen lässt, besinnen sie sich anders.
Laura Dahlmeiers überragende vergangene Saison mit elf Siegen und insgesamt 17 Podestplätzen kann nicht kaschieren, dass hinter ihr eine große Lücke klafft. Das merkt man nun zum Start ohne sie.
Der Brocken stehet still und schweiget, doch die Ruhe trügt: Im ARD-Harz-Western „Harter Brocken. Die Kronzeugin“ muss sich der Polizist Frank Koops durch reichlich dicke, weil bleihaltige, Luft bewegen.
Im Rechtsausschuss des EU-Parlaments ist eine wichtige Entscheidung zum Urheberrecht im Internet gefallen. Das sogenannte Territorialprinzip bei der Vergabe von Filmrechten bleibt erhalten. Europas Produzenten atmen auf.
Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments stimmt heute über die Novelle der SatCab-Verordnung ab. Diese hält fest, wie es mit Urheberrechten an Film und Fernsehen im Netz weitergeht. Christoph Palmer, Chef der Allianz Deutscher Produzenten, erklärt im Interview ihre Bedeutung.
Der Bundespräsident hat die Parteien daran erinnert, dass sie für die Willensbildung zuständig sind, aber nicht für die Regierungsbildung. Vielleicht fällt ja der Groschen noch.
Der Bundespräsident trifft sich mit der Spitze der Grünen und der Liberalen. Kann er die Jamaika-Parteien wieder zusammenbringen? Der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt dagegen auf Neuwahlen.
Die Auftritte der Bundeskanzlerin im Fernsehen nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche setzen ein Zeichen. Dafür sorgen nicht die Journalisten, das macht Angela Merkel schon selbst. Sie will es nochmal wissen und regieren. Am liebsten, hören wir heraus, mit Schwarz-Grün.
Die Sondierungsgespräche sind gescheitert. Fehler sieht Merkel bei sich und ihrer Partei aber nicht. Stattdessen versucht sie sich, viel mehr wieder als starke Führungskraft zu präsentieren.