Ackermann - eine Bilanz
Am Donnerstag endet die Ära Ackermann. Der Schweizer hat die Deutsche Bank zehn Jahre geführt und entscheidend geprägt. Aber sie bot nicht genügend Ressourcen für seine Ambitionen.
Am Donnerstag endet die Ära Ackermann. Der Schweizer hat die Deutsche Bank zehn Jahre geführt und entscheidend geprägt. Aber sie bot nicht genügend Ressourcen für seine Ambitionen.
Japans großer Fotofilmhersteller steckt im Umbau. Das klassische Filmgeschäft spiele kaum noch eine Rolle, sagt Konzernchef Komori im Interview. Große Hoffnungen ruhen auf Kosmetik und Pharma.
Evonik bestätigt, noch vor der Sommerpause an die Börse gehen zu wollen. Morgan Stanley will womöglich Facebook-Anleger entschädigen. Der Spanische Staat muss womöglich 15 Milliarden Euro aufbringen, um die Sparkassengruppe Bankia zu retten. Und Toyota will Schwellenländer-Autos bauen.
Das politische Spiel zwischen Griechenland und den übrigen Euro-Ländern hat sich geändert: Inzwischen halten alle ein Überleben des Euros ohne Athen für möglich. Das begrenzt das griechische Erpressungspotential, auf das nicht zuletzt die Radikale Linke setzt.
Es wäre der Staatsbankrott Griechenlands: Die Bundesregierung schließt ein Ende der europäischen Hilfszahlungen an Athen nicht mehr aus. Unterdessen ist der Radikale Linke Alexis Tsipras mit der Regierungsbildung in Athen gescheitert.
Bisher begeben die Staaten der Währungsunion deutlich weniger Anleihen als in den Vorjahren. Marktteilnehmer bezweifeln, dass sie das bis Jahresende durchhalten werden.
Alle Banken schrumpfen. Nur die eine nicht: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat sich heimlich, still und leise zu einer gigantischen Staatsbank gemausert.
Gold und Immobilien werden immer teurer. Es ist viel Geld in der Welt. Platzt bald die nächste Blase?
Wenn eine kreditfinanzierte Blase platzt, müssen Unternehmen und Privatpersonen oft sparen. Richard Koo nennt das Bilanzrezession. In ihr gelten traditionellen Weisheiten nicht mehr.
Nach Lehman wurden Zertifikate verteufelt, jetzt sind sie mit Wucht zurück - vor allem als Aktienanleihen. Das klingt solide, sicher sind sie noch lange nicht.
Die Frankfurter Sparkasse hat 2011 so viel verdient wie nie. Eine Kreditklemme müssten die Kunden nicht fürchten, sagt der Chef. Und dass das Thema Lehman abgehakt sei. Von Tim Kanning
Die Aktienindizes sind seit der Finanzkrise gestiegen. Den besten Fonds sind aber weitaus höhere Wertzuwächse gelungen.
Die europäische Kreditwirtschaft hängt zwar noch am Tropf der EZB. Doch die Institute finden wieder Investoren für ihre Schuldtitel. Sie können sich am Kapitalmarkt finanzieren.
Die Bank JP Morgan muss eine Geldstrafe für ihre Rolle bei der Lehman-Pleite zahlen, fünf europäische Großbanken haben Probleme mit ihrem Eigenkapital und die Bafin moniert den Jahresabschluss 2009 der Nord/LB. Der Fukushima-Betreiber Tepco kommt in Staatshand, Brüssel genehmigt das Gemeinschafts-unternehmen von BayWa und Agrana und Thyssen Krupp erhält einen algerischen Fregattenauftrag. Außerdem steigert Air Berlin die Auslastung im März. Der IWF gibt mehr als 5 Milliarden Euro für Portugal frei, Chinas Dienstleister rechnen mit anhaltendem Wachstum und Griechenland verlängert die Umtauschfrist für einen Teil der Anleihen.
Kunst erfreut das Auge und die Börse. Die Preise für Alte Meister steigen. Inzwischen dominieren Sammler aus China den Weltmarkt.
Der Weltuntergang bleibt wohl aus, obwohl die Griechen ihre Schulden nicht mehr bedienen. Aber trotz allem Optimismus ist die Gefahr noch nicht gebannt.
Eric Le Coz, zweitwichtigster Mann bei der Fondsgesellschaft Carmignac erwartet einen Aktienaufschwung und rät zum Diversifizieren.
Der leise Streit um Loyalität und Verrat: Vor dem Londoner High Court geben Bankenvorstände einen seltenen Einblick in den Streit hinter den Kulissen.
Er ist einer der führenden Akteure im Kunstmarkt: Tobias Meyer, Direktor für zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s. Ein Gespräch über neue Kunden, Larry Gagosians Telefon und persönliche Vorlieben.
Sean Egan ist Chef der unabhängigen Ratingagentur „Egan-Jones Ratings“. Er hat die Bonität von Deutschland auf AA- heruntergestuft, drei Stufen unter der Bestnote.
Der amerikanische Hedgefonds Lone Star kauft der deutschen Bundesbank ein Milliarden-Paket von Lehman-Immobilienkrediten ab. Die Bundesbank hofft, mit nur mit einem „kleinen Verlust“ davonzukommen.
Die Weltbank hat ihre globale Konjunkturprognose wegen der Schuldenkrise kräftig gestutzt und warnt sogar vor einem Absturz der gesamten Weltwirtschaft. Für dieses Jahr rechnet die Weltbank mit einer Rezession im Euroraum.
Geldanlagen in der Landwirtschaft sind gefragt. Der amerikanische Großinvestor Jim Rogers rät dazu, Ackerland kaufen. Und zwar in Australien. Korrespondent Christoph Hein war dort.
An den Finanzmärkten orientieren sich viele Anleger neu. Aber auch die Märkte sind in Bewegung. Der alte Rat bleibt dabei weiter richtig: Das Vermögen muss gestreut werden.
Der starken Expansion der Geldbasis folgt keine starke Zunahme der Geldmenge M3. Dies verdeutlicht, wie schwierig das Umfeld, in dem sich die EZB bewegt.
Die Beteiligungsgesellschaft lässt kurz vor ihrem Börsengang die Konkurrenz weit hinter sich. Das Erfolgsgeheimnis: Die Zeitpunkte für den Verkauf von Beteiligungen sind gut gewählt.
Mit der Weltwirtschaft geht es abwärts. Das trifft auch Deutschland. Doch so schlimm wie nach Lehman kommt es nicht. Die deutschen Firmen verkaufen munter weiter Maschinen. Gefahr droht nur von der Politik.
Die Banken des Euroraums haben sich bei der Europäischen Zentralbank mit ungewöhnlich hoher Liquidität eingedeckt: Der EZB-Kredit mildert die Knappheit an langfristiger Finanzierung. Dahinter steckt aber noch ein weiteres Kalkül.
Der Vertrieb in der Filiale ist für den Verkaufserfolg von Zertifikaten unverzichtbar. Doch die Bedeutung sinkt, und der Wettbewerb um die Selbstentscheider wird härter.
Der spanische Staat hat sich zu günstigen Konditionen Geld auf dem Anleihemarkt verschafft. Gleichwohl bleibt das Misstrauen auf dem Geldmarkt groß. Viele Banken kommen nur noch mit Mühe an Kredit.
Viele Investoren hätten gern unbegrenzte Staatsanleihekäufe durch die EZB. Doch die wird vorerst nur ihre Hilfen für die Banken ausweiten. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Es ist wie im September 2008, als Lehman Brothers pleiteging: Die Banken misstrauen einander und leihen sich kein Geld mehr. Es bleiben nur Kredite von der Notenbank. Die Angst regiert.
Die Banken ziehen es vor, ihre überschüssige Liquidität bei der EZB anzulegen und nicht Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen. Die Aktienkurse erholen sich.
Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten in einer überraschenden und koordinierten Aktion mehr Geld zur Verfügung. Der Schritt kommt an den Börsen gut an.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit von 15 der weltweit größten Finanzinstitute herabgestuft. Vor allem Banken aus den Vereinigten Staaten waren betroffen.
Die Finanzwirtschaft hat die Politik im Griff – und warum? Weil jede Bank für „systemrelevant“ erklärt wird. System hat aber nur die Lüge, meint der Sozialdemokrat Albrecht Müller.