Wappnen für den Brexit
Das Dörfchen Pettigoe liegt beiderseits der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland, nur noch eine dünne Linie im Asphalt einer Brücke erinnert an die Grenze. Doch mit dem Brexit könnte sich das bald wieder ändern.
Das Dörfchen Pettigoe liegt beiderseits der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland, nur noch eine dünne Linie im Asphalt einer Brücke erinnert an die Grenze. Doch mit dem Brexit könnte sich das bald wieder ändern.
Internationale Zeitungen kommentieren die jüngste Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus. Sie schreiben von einem „toten Deal“, der „radikalen Unfähigkeit des britischen Staates“ und dem „letzten Schachzug“ Theresa Mays.
Unter dem Strich soll der Anteil der zollbefreiten Importe von derzeit 80 auf 87 Prozent steigen – und Zollkontrollen an der Grenze zu Irland komplett vermieden werden. Die EU-Kommission lehnt die Pläne jedoch ab.
Dublin könnte das neue London werden - zumindest was den Status als Finanzmetropole angeht. Wegen des bevorstehenden Brexits verlassen immer mehr Firmen die britische Hauptstadt und gehen in die irische, um mit dem Firmensitz in der EU zu bleiben.
Filme und Sendungen sollen Verbraucher in Zukunft überall in Europa schauen dürfen. Nachdem die EU sogenanntes Geoblocking moniert hatte, lenken nun der Bezahlsender Sky UK und amerikanische Studios ein.
Paris will nicht länger auf auf eine internationale Lösung warten und langt bei Digitalkonzernen mit einer Abgabe schon in diesem Jahr zu. Auch ein deutscher Versandhändler sollte die Steuer zahlen müssen.
An zwei Flughäfen und einem Bahnhof in London werden improvisierte Briefbomben entdeckt. Verletzt wird niemand. Die Vorfälle stehen nach Ansicht der Ermittler in einem Zusammenhang – sie stammen möglicherweise aus Irland.
„Wir sind bereit, weitere Garantien, Versicherungen und Klarstellungen zu geben, dass der Backstop nur temporär sein soll“, sagt EU-Chefunterhändler Barnier. Das Zugeständnis wird aber Grenzen haben.
Die EU will Großbritannien im Streit über den sogenannten Backstop weitere Garantien anbieten. Ein einseitiges Ausstiegsrecht der Briten will Chefunterhändler Barnier aber nicht zulassen.
Die Grenzfrage zwischen Großbritannien und Irland steht einem geregelten Brexit bislang entgegen. EU-Diplomaten sehen nun eine mögliche Lösung, glauben aber, dass der Austrittstermin nicht zu halten ist.
In Dublin ist in der St.Michan-Kirche eine Mumie enthauptet und ihr Kopf gestohlen worden. Die Kirche ist berühmt, weil Bram Stoker bei einem Besuch der Krypta zu „Dracula“ inspiriert wurde.
In Nordirland fühlen sich gerade die Katholiken von London im Stich gelassen und hoffen auf Brüssel. Bedeutet Brexit Bürgerkrieg oder kommt das Karfreitagsabkommen ohne die EU aus?
Natürlich muss die Londoner Modewoche im Zeichen des Brexits stehen. Den Luxusmarken des Landes macht er schon jetzt zu schaffen - obwohl die wenigsten das zugeben.
Der Ire Philip Lane wird nächster Chefvolkswirt der EZB. Er gilt als hochkompetent, aber auch als „Taube“. Wie Draghi steht er für eine lockere Geldpolitik und Niedrigzinsen.
46 Tage vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäische Union liegen laut Brüssels Chefunterhändler alle Optionen auf dem Tisch. Auch eine harte Grenze in Irland.
Mehr als fünfzig Jahre lang hat er die schönsten Kinderbücher gezeichnet, die sich denken lassen. Seine Plakate gegen Vietnamkrieg und Rassenhass zählen zum Drastischsten und Besten der modernen Graphik. Zum Tod von Tomi Ungerer.
Von ihm stammen zärtliche Geschichten wie derbe Karikaturen. Den einen galt er als Zyniker, anderen als Kinderfreund, er selbst nannte sich Realist. Jetzt ist Tomi Ungerer im Alter von 87 Jahren gestorben.
Einst kämpfte Andrew Rawding als britischer Soldat im nordirischen Coalisland gegen Terroristen der IRA. Vor einiger Zeit kehrte er als Pfarrer zurück. Liebt eure Feinde, predigt er. Seine Gemeinde hört das nicht gern.
Mit einem Haushalts-Plan will die Europäische Union im Falle eines ungeordneten Austritts Großbritanniens die schlimmsten finanziellen Folgen auffangen. Und zwar für beide Seiten.
Viele EU-Staaten müssen sich sanieren. Das geht häufig schief – dabei wäre Austerität gar nicht so schwer.
Donald Tusk kritisiert scharf, dass der Brexit vorangetrieben wurde, „ohne auch nur die Skizze eines Plans zu haben“. Aus Großbritannien folgt daraufhin Häme gegen den EU-Ratschef.
Es werde keine separaten Gespräch geben, sagt Finanzminister Paschal Donohoe. Auch technischen Lösungen zur Grenzkontrolle erteilt er eine Absage.
Der Nordirland-Konflikt geht Jahrhunderte zurück. Die Chefin der irischen Partei Sinn Fein sieht erstmals seit Generation eine Gelegenheit zur Wiedervereinigung – ungeachtet des Brexits.
Theresa May will die „Backstop“-Regelung ändern. Die EU-Partner lehnen das weiter ab. Aber in Irland befürchten manche, dass diese Front bröckeln könnte.
Die Blockade zwischen Großbritannien und der EU ist nicht aufgelöst. Auf Mays Plan, neu über den „Backstop“ zu verhandeln, reagieren britische und internationale Medien vor allem mit einem: Skepsis.
Der Austrittsvertrag sei nach wie vor die einzige Lösung für einen geordneten Brexit, so der Außenminister. Man sei aber zu Gesprächen bereit. May will am Mittwoch mit EU-Ratspräsident Tusk telefonieren.
In weniger als zwei Monaten wollen die Briten die EU verlassen, das Unterhaus in London sowie Premierministerin May setzen weiter auf Nachverhandlungen. Doch Brüssel bleibt hart. Wird der Brexit nun verschoben?
Theresa May hat sich im Unterhaus Rückendeckung für heikle Nachverhandlungen mit Brüssel geholt. Die Premierministerin will mehr. Doch die EU blockt umgehend ab.
Die Irland-Klausel ist ein Knackpunkt im Austrittsvertrag zwischen der EU und Großbritannien. In London fürchten viele Parlamentarier, dass der sogenannte Backstop sie auf Dauer an die EU ketten könnte – und stimmen für Nachverhandlungen.
Das größte soziale Netzwerk der Welt hat angekündigt, seine Angebote Whatsapp, Instagram und Messenger technisch zu integrieren. Das ruft nun Irlands Datenschützer auf den Plan.
Der Brexit verändert den Londoner Rechtsmarkt, viele Anwälte schaffen ihren eigenen Backstop und registrieren sich in Irland. Deutsche Kanzleien mit eigenem Büro in London sind dagegen noch optimistisch.
Theresa May soll Medienberichten zufolge eine Neuverhandlung der Nordirland-Regelung Backstop planen. Das könnte die letzte Chance sein, ihren Brexit-Plan zu retten. Boris Johnson hat dazu eine deutliche Meinung.
Die Verhängung des Kriegsrechts sei zwar nicht geplant, aber eine der Möglichkeiten, sollte es nach dem EU-Austritt zu Unruhen kommen, sagt der britische Gesundheitsminister. Die Regierung würde aber gerne Abgeordneten den Urlaub streichen.
Großbritannien müsse in der Zollunion bleiben, dann könne man auch über den Backstop für Irland sprechen, sagt Kommissionspräsident Juncker. Sein Vize betont Londons Verantwortung für den Frieden auf der irischen Insel.
Mit Blick auf den Brexit streiten sich Irland und Großbritannien um die Zuständigkeit für zwei Asylbewerber und deren Kind. Der EuGH stellte jetzt klar, ab wann sich der EU-Austritt Großbritanniens tatsächlich auf Asylverfahren auswirkt.
Kanzlerin Merkel vermisst konkrete Vorschläge, Europapolitiker sehen die britische Regierung in einer Sackgasse. Zumindest bei Oppositionsführer Corbyn zeichnet sich eine neue Strategie ab.