Späte Rache an Roland Koch
Der Sieg des SPD-Kandidaten Feldmann bei der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl bedeutet eine Zerreißprobe für das schwarz-grüne Milieu der Stadt.
Der Sieg des SPD-Kandidaten Feldmann bei der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl bedeutet eine Zerreißprobe für das schwarz-grüne Milieu der Stadt.
Es ging um Abrüstung, NPD-Verbot, die DDR und den Prager Frühling: Es ist kaum zu glauben, aber aktenkundig - 1968 war viel mehr als nur ’68.
Ein Schwerverletzter, fast zwei Dutzend Leichtverletzte, hunderte Festnahmen und hohe Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen - das ist die Bilanz der Anti-Kapitalismus-Demonstration in Frankfurt.
Am Donnerstag befasste sich der Landtag in Wiesbaden mit der Abstimmung zum Frankfurter Oberbürgermeister, die der Sozialdemokrat Peter Feldmann überraschend gewonnen hatte.
Boris Rhein lächelt schon wieder, wenn auch gequält nach der verlorenen Oberbürgermeisterwahl.
Der neue Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) solle auf die schwarz-grüne Koalition zukommen, sagt der Frankfurter CDU-Chef Uwe Becker. Überhaupt sieht er CDU und Grüne in der besseren Position.
CDU und Grüne in Frankfurt signalisieren Bereitschaft zu Zusammenarbeit mit neuem Oberbürgermeister.
Für den neuen Oberbürgermeister stimmten viele Wähler der im ersten Durchgang ausgeschiedenen Kandidaten. Boris Rhein erreichte nur in acht von 44 Stadtteilen eine Mehrheit.
Der Sieg hat viele Väter, diese Niederlage von Boris Rhein im Rennen um das Oberbürgermeisteramt hat Eltern in der schwarz-grünen Patchwork-Familie im Frankfurter Römer.
Nach dem Erfolg ihres Kandidaten Peter Feldmann bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt spricht die SPD von einer „Ohrfeige“ für Ministerpräsident Volker Bouffier und glaubt wieder an einen Sieg in ihrem Stammland Hessen.
Der Name Peter Feldmann stand zunächst nicht zur Debatte, als sich die SPD einst auf die Suche nach einem Kandidaten für die Frankfurter Oberbürgermeisterwahl machte. So ist sein Sieg auch für die eigene Partei eine Überraschung.
Ob Günther Jauch neuerdings einen Dramaturgen beschäftigt? Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall hat er in seiner gestrigen Sendung „Gestresst – Arbeiten bis zum Umfallen“ ein Stilelement benutzt, das dem Zuschauer aus dem griechischen Theater bekannt sein könnte.
Peter Feldmann wird das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters am 1. Juli antreten. Durch seine überraschende Wahl wird ein Dreierbündnis im Rathaus Römer wahrscheinlich.
Der größte Wahlsieger von Frankfurt heißt Thorsten Schäfer-Gümbel. Der SPD-Landesvorsitzende hat, obwohl er der Eignung Feldmann misstraute, alle verfügbaren Kräfte in die Wahlschlacht geschickt.
Nicht mehr ganz unerwartet und doch eine Sensation: Peter Feldmann ist Oberbürgermeister von Frankfurt. Für die SPD geht von Frankfurt ein Signal für Hessen aus.
Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Frankfurt hat sich SPD-Kandidat Peter Feldmann überraschend und klar durchgesetzt. In Mainz hat in Person von Michael Ebling ebenfalls ein Sozialdemokrat gewonnen.
Es war vor allem die Kultur, die lange als Kitt zwischen unterschiedlichen politischen Milieus gewirkt hat. In der Stichwahl an diesem Sonntag geht es auch um die Zukunft dieses Modells.
Einen Tag bevor sich entscheidet, wer neuer Frankfurter Oberbürgermeister wird, laufen die Kandidaten von CDU und SPD noch einmal einen wahren Marathon, um unentschlossene Bürger einzuholen.
Von diesem Freitag an dauert die Fahrt von Frankfurt nach Marseille nur noch knapp acht Stunden: Bei schnellen Zügen vergessen Deutsche Bahn und französische SNCF ihre alte Konkurrenz.
Wenn der Innenminister Oberbürgermeister von Frankfurt würde: Spekulationen über möglichen Nachfolger von Boris Rhein.
Um die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bonse-Geuking und zwei weiterer Vorstände ist ein Streit entbrannt. Dabei geht es der Politik auch um den Zugriff auf das Stiftungsvermögen.
Von der Ankündigung Bayerns, bis 2030 schuldenfrei sein zu wollen, führt ein direkter Weg zum Radau über den Solidarpakt. Das wird noch einige Jahre so weitergehen - bis 2019.
Die hessischen Grünen wollen nach wie vor keine Empfehlung für einen Kandidaten bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Frankfurt geben. „Die Grünen funktionieren nicht so“, sagt Landeschef Al-Wazir.
Norbert Röttgen willl sich weiter nicht festlegen, ob er auch als Oppositionsführer nach Düsseldorf wechselt. Im Falle eines Wahlsieges will er seine Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, mit an den Rhein nehmen.
Guido Hitzes Dreibänder über die CDU an Rhein und Ruhr vor 1995 ist zwar etwas dick geraten. Doch er bietet alles, was man über die Vorgeschichte der Ära Rüttgers und Kraft wissen möchte.
Die alten Häfen in Citylage bieten Investoren traumhafte Entwicklungsflächen. Als Paradebeispiel gilt eine Stadt in der Provinz: Münster zeigt, wie behutsames Planen für ein lebendiges Quartier sorgen kann.
Im Schloss Bellevue regieren die wirklich feinen Sitten. Es empfängt den Gast so, dass er sich seiner Bedeutung bewusst wird, und das Staatsoberhaupt ist auch im Binnenbetrieb der Verwaltung namenlos - immer der Herr Bundespräsident.
Am 25.März steht der CDU-Oberbürgermeisterkandidat Boris Rhein in der Stichwahl gegen Peter Feldmann (SPD). Im Interview äußert sich Rhein über seine Vorhaben.
Hannelore Kraft will die SPD im Wahlkampf als Wohlfühl-Paket für die Bürger verkaufen. Dabei scheint sie sogar auf göttliche Hilfe vertrauen zu dürfen.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dementiert glaubhaft Ambitionen, es zöge sie nach Berlin - dabei hätte die SPD es mit ihr als Kanzlerkandidatin leichter als mit Sigmar Gabriel oder Peer Steinbrück.
Die Frankfurter Grünen unterstützen in der Oberbürgermeister-Stichwahl nicht den Kandidaten ihres Koalitionspartners CDU. Denn sie sind in der Frage der Wahlunterstützung gepalten.
Die Frankfurter Oberbürgermeister-Wahl macht der vielfach gebeutelten Hessen-SPD Mut. Die Partei fühlt sich durch Feldmanns Erfolg in Großstädten wieder kampagnenfähig.
Das muss man der hessischen SPD lassen: Sie hat ein Händchen für scheinbar aussichtslose Kandidaten.
Für Boris Rhein, der in zwei Wochen in einer Stichwahl gegen Peter Feldmann antreten wird, geht es um den Fortbestand der schwarz-grünen Koalition.
Die Landes-Grünen wollen keinen der beiden Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in Frankfurt empfehlen. Zwei künftige Magistratsmitglieder der Partei stellen sich aber auf die Seite von Rhein (CDU).
CDU-Kandidat Boris Rhein hat in Frankfurt passabel abgeschnitten. Und doch war sein Lächeln angespannt. Das lag am Ergebnis seines ärgsten Konkurrenten Peter Feldmann.