Zeichen gegen den „Horror von Hanau“
Auch am Samstag haben Tausende in Hanau gegen Rassismus und Terror demonstriert. Mehr als 5500 Menschen zogen durch die Innenstadt. Der Demonstrationszug nahm aber einen anderen Weg als geplant.
Auch am Samstag haben Tausende in Hanau gegen Rassismus und Terror demonstriert. Mehr als 5500 Menschen zogen durch die Innenstadt. Der Demonstrationszug nahm aber einen anderen Weg als geplant.
Angesichts vermehrter Spekulationen über den Tathergang des Massenmords von Hanau bittet das Landeskriminalamt, solche Mutmaßungen nicht zu teilen. Dieser Appell richtet sich auch und gerade an Nutzer von Social Media.
Der Staat kann nicht jeden Anschlag verhindern. Aber er kann allen das glaubhafte Versprechen machen, dass er das Recht nach innen und außen durchsetzt.
Sie konnten es sehen. Oder doch nicht? Was ein altes Graffito in einem Tunnel in Hanau über das verriet, was später geschah.
Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass sich kurz nach dem Anschlag von Hanau weniger Menschen zur AfD bekennen. Die Zustimmung zu den Grünen steigt hingegen.
Nach dem Massenmord in Hanau haben Hunderte Frauen, Männer und Minderjährige in der Stadt demonstriert. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie „Am I next?“ („Bin ich die nächste?“) mit sich und zeigten Bilder der Opfer des Todesschützen.
Hanau und Maintal sagen nach dem Attentat Fastnachtsumzüge ab, woanders wird dennoch gefeiert. Von einer Schweigeminute zu Beginn halten die Organisatoren in Mainz nichts.
Nach dem Anschlag in Hanau schlagen die Grünen Sofortmaßnahmen vor, zu denen auch schärfere Waffengesetze gehören. Die Bundesregierung zahlt den engsten Angehörigen der Opfer 30.000 Euro.
Nach dem Attentat in Hanau hat die Polizei die Präsenz vor Moscheen verstärkt. Gleichzeitig wehrt sich die Landesregierung gegen den Vorwurf, dass Hessen ein Problem mit Rechtsextremismus habe.
Er startete die Hotline für besorgte Bürger und den Hashtag #MeTwo: Autor Ali Can macht sich schon lange gegen Rassismus stark. Im Interview spricht er über das Unsicherheitsgefühl vieler Migranten nach der Tat von Hanau.
Nach der Bluttat von Hanau überlegen Regierung und Parteien, wie weitere Anschläge verhindert werden können. Waffenbesitzer sollen psychologisch begutachtet werden, Behörden besser vernetzt. Die Angehörigen der Opfer sollen Soforthilfen erhalten.
Die AfD mimt auch nach dem Massenmord von Hanau wieder die verfolgte Unschuld. Doch kann niemand mehr die Augen davor verschließen, dass diese Partei die völkische Aufwiegelung zum Geschäftsmodell gemacht hat.
Früher profilierte sich die CDU mit migrationskritischen Positionen. Das hat inzwischen die AfD übernommen. Die Partei profitiert von den Ängsten, die sie selbst schürt.
Der Attentäter von Hanau hat sich im Oktober 2019 mit einem Detektiv getroffen. Er bat ihn um Hilfe, weil er sich von einem Geheimdienst beschattet sah. Die Aussagen, die Tobias R. damals machte, stützen das Bild eines geisteskranken Täters.
Nach dem Attentat von Hanau will die Bundesregierung keine neuen Gesetze. Aber die bestehenden Regeln sollen konsequenter angewendet werden.
Der Schütze Tobias R. hat dafür gesorgt, dass man sich an ihn erinnert. Aber wer kennt eigentlich die Namen der Opfer? Im Internet rufen Bekannte der Getöteten dazu auf, ihre Namen zu nennen.
Nach seiner Pensionierung im März sollte der hessische Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn zum Opferbeauftragten der Landesregierung ernannt werden. Die rechtsextremistischen Morde in Hanau machen einen sofortigen Amtsantritt erforderlich.
In der Hanauer Weststadt, einer Siedlung mit Wohntürmen und Reihenhäusern, leben 8000 Menschen. Einer von ihnen war Todesschütze Tobias R. Die Betroffenheit nach den Morden bringt die Bewohner des sonst gespaltenen Stadtteils einander näher.
Nach dem offensichtlich rassistischen Anschlag von Hanau haben die Muslime in Deutschland mehr Schutz und Anerkennung angemahnt. Islamfeindlichkeit müsse klar als Problem benannt und ihr entgegengetreten werden, verlangten der Zentralrat sowie der Koordinationsrat der Muslime in Berlin.
Prominente Vertreter der hessischen AfD sehen keine Mitschuld an den Gewalttaten in Hanau. Einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und der Partei herzustellen, bezeichnen sie als „völlig absurd“.
Die Eröffnung der 70. Berlinale sollte ein Fest werden. Nach den Attacken in Hanau war das nicht mehr möglich – und der neue Moderator scheiterte an der Aufgabe, die richtigen Worte zu finden.
Gerade erst hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket gegen Rechtsextremismus beschlossen, und schon kommt der nächste Anschlag. Was können Politiker da noch tun? Die Minister bleiben ruhig.
Der Attentäter von Hanau war der Bundesanwaltschaft schon länger bekannt. Der Mann stellte nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank im November eine Strafanzeige an die Behörde. Dabei sei es um eine „unbekannte geheimdienstliche Organisation“ gegangen.
Einen „Vor-Aschermittwoch“ findet die AfD in Hanau als nicht mehr angemessen. Auch die geplante Gegendemonstration wird abgesagt. Der Hanauer Oberbürgermeister sagt, die Opfer seien keine „Fremden“ gewesen.
Der mutmaßliche Attentäter Tobias R. tötete in Hanau zehn Menschen und sich selbst. Innenminister Seehofer spricht von einer „eindeutig rassistisch motivierten“ Tat. Nachbarn beschreiben Tobias R. als unauffällig. Was bisher über ihn bekannt ist.
Nach dem Anschlag von Hanau wird zum Schutz der Bevölkerung in ganz Deutschland die Polizeipräsenz erhöht. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte an, dass „sensible Einrichtungen“ wie Moscheen verstärkt überwacht würden. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und im grenznahen Raum wird es mehr Patrouillen geben.
Nach dem Terroranschlag von Hanau sehen internationale Medien rechtsextremes und rassistisches Gedankengut Deutschland unterwandern. Die Angst vor abermaligen Attacken wächst.
Der Attentäter von Hanau hat im vergangenen November Strafanzeige gegen eine Geheimorganisation gestellt. Darin seien keine rassistischen Ausführungen enthalten gewesen. Die Polizei verstärkt derweil die Präsenz an „sensiblen Einrichtungen“.
Nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Hanau können sich Angehörige der Opfer und Betroffene an eine eigens eingerichtete Beratungsstelle oder ein Bürgertelefon wenden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sagt angesichts der Gewalttat seine Teilnahme an Fastnachtsfeiern ab.
Pressekonferenz mit BKA-Präsident Münch, Bundesjustizministerin Lambrecht und Bundesinnenminister Seehofer zu den Anschlägen von Hanau.
Nach dem Anschlag von Hanau wird zum Schutz der Bevölkerung in ganz Deutschland die Polizeipräsenz erhöht. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach in Berlin von einer „sehr hohen“ Gefährdungslage durch den Rechtsextremismus.
Nach der Bluttat in Hanau wird wieder über Hasskommentare im Netz diskutiert. Was macht Youtube dagegen? „Die Algorithmen werden immer besser“, sagt Youtubes Europachefin im F.A.Z.-Gespräch.
Der Innenminister und die Justizministerin geben Auskunft über den Stand der Ermittlungen nach den Morden in Hanau. Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier im Livestream.
Samuel Finzi, der neue Moderator der Berlinale-Eröffnungszeremonie, hatte am Donnerstag einen schweren Job. Unter dem Druck der aktuellen Ereignisse fiel fast nicht auf, wie radikal er an die Sache heranging.
Die Integrationsbeauftragte schlägt nach den Morden von Hanau ein Gremium vor, um die Feindlichkeit gegenüber Muslimen in Deutschland nachhaltiger zu bekämpfen. Vorbild könne die Bund-Länder-Kommission zum Antisemitismus sein.
Nach den Anschlägen von Hanau war der Schock im Schützenverein Diana am Donnerstag groß. Hier war Tobias R. offenbar Mitglied. Tobias R. zeigte keine Auffälligkeiten und befand sich größtenteils in München.