Völkermord – aber kein Zahlungs-Anspruch
Wenn die Schuld der Väter allzu glühend beschworen wird, so ist das moralische Selbstüberhöhung: Man wäscht sich von fernen Sünden rein und fühlt sich besser.
Wenn die Schuld der Väter allzu glühend beschworen wird, so ist das moralische Selbstüberhöhung: Man wäscht sich von fernen Sünden rein und fühlt sich besser.
Ruprecht Polenz, der Namibia-Sonderbeauftragte der Bundesregierung, widerspricht dem Vorwurf, die vom deutschen Völkermord betroffenen Volksgruppen seien beim Versöhnungsabkommen nicht eingebunden worden.
Deutschland erkennt die Kolonialverbrechen an den Volksgruppen der Herero und Nama im heutigen Namibia Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell als Völkermord an. Das Versöhnungsabkommen zwischen Deutschland und Namibia ist allerdings umstritten.
Deutschland erkennt den Völkermord in Namibia an und stellt 1,1 Milliarden Euro für Projekte in dem afrikanischen Land in Aussicht. Doch den Opferverbänden reicht das nicht aus. Sie fordern direkte finanzielle Entschädigungen.
Die Kolonialkriege ab 1904 im heutigen Namibia hatten gravierende Folgen. Zwei Volksgruppen, die Herero und die Nama, erhoben sich gegen die Kolonialherren – und zahlten einen furchtbaren Preis.
Deutschland erkennt die Gräueltaten an den Nama und den Herero als Völkermord an. Rechtliche Folgen hat die Einigung mit Namibia aber nicht. Der Außenminister spricht von einem „gemeinsamen Weg zu echter Versöhnung“.
Natur- und Klimaschutz oder kurzfristige Gewinnaussichten? Ölbohrungen im südlichen Afrika gefährden die Wasserressourcen von Tausenden Menschen und Tieren.
Die Verhandlungen über den Umgang mit den Verbrechen des Kolonialismus stehen offenbar vor dem Abschluss. Teil der Lösung könnte eine offizielle Bitte des Bundespräsidenten um Verzeihung sein.
Annette Oelofse rettet in Namibia Nashörner vor Wilderern. Zum Schutz der Tiere befürwortet sie auch umstrittene Maßnahmen.
Ein Name, der aufhorchen lässt: Im namibischen Wahlkreis Ompundja ist Adolf Hitler Uunona zum Landrat gewählt worden. Auf Twitter sorgte der Name für Verwunderung.
Tausende Robbenbabys wurden in der wichtigen Brutkolonie Pelican Point in Namibia tot aufgefunden. Die Ursache ist bishr noch nicht geklärt.
Vom Begriff „Reparationen“ will Deutschland nichts wissen. Aber Berlin ist bereit, den Nachkommen der Herero und Nama in Namibia finanziell zu helfen und sich für koloniale Untaten zu entschuldigen.
Die Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit in Namibia ist weiter offen: Das Angebot der Bundesregierung, zehn Millionen Euro als finanzielle Wiedergutmachung zu zahlen, sei „nicht akzeptabel“, wird Namibias Präsident Hage Geingob zitiert.
Diskriminierung wegen der Hautfarbe ist Sünde - sollte man meinen. Für Kirchen in Südafrika war das lange Zeit nicht so.
Als Kind hat unsere Autorin mit Stoßzähnen gespielt. Erst sehr viel später hat sie sich mit deren Herkunft beschäftigt – und sich auf Elefantensuche im Süden Afrikas gemacht.
Shiloh, die Tochter von Angelina Jolie und Brad Pitt, wurde 2006 in Namibia geboren. Jetzt hat sie die Patenschaft für einen ausgewachsenen Elefantenbullen übernommen, der nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt verletzt gefunden wurde.
Deutsche Reisende wollen jetzt schnell nach Hause. Aber wie? Diese Frage stellen sich gerade viele, die in aller Welt festsitzen. Zum Beispiel in Südafrika.
An einem Strand im Südwesten von Namibia sind zuletzt mehr als 80 Schwarzdelfine gestrandet und verendet. Wissenschaftler versuchen nun, die Ursache für das Massensterben herauszufinden.
Ein von Deutschen getöteter Stammesführer, ein geraubtes Heiligtum, eine Spurensuche: Unsere Autorin über ein Stück Kolonialgeschichte, das jetzt ein Ende finden könnte.
Ein Schweizer Pädagogenpaar hat in Namibia unterrichtet und eine andere Welt kennengelernt. Die Rückkehr nach drei Jahren im Busch war alles andere als einfach.
Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin gibt Namibia die sogenannte Wappensäule vom Cape Cross zurück. Die namibische Regierung hatte 2017 offiziell die Rückgabe der Säule gefordert, die seit 2006 in der Dauerausstellung des DHM gezeigt wird.
Die beiden Stämme der Herero und Nama hatten Wiedergutmachungszahlungen gefordert. Ein Gericht in New York entschied jedoch, dass Deutschland immun gegen eine Klage dieser Art sei.
Vor der Küste Namibias verenden seit einigen Wochen plötzlich Hunderte von Pinguinen, deren Population bereits gefährdet ist. Die Forscher vor Ort sind ratlos.
Soll man die ethnologischen Museen räumen? Was ist da drin? Und wo schickt man die Stücke hin? Antworten auf wichtige Fragen zur Restitutionsdebatte.
Schon wieder muss Entwicklungsminister Müller bei seiner Afrikareise am Boden bleiben. Nach einem Defekt in Malawi bleibt das Regierungsflugzeug auch in Sambia liegen.
Monica Geingos ist die First Lady von Namibia. Im F.A.Z.-Interview spricht sie über Erfolge im Kampf gegen Aids, diskriminierende Gesetze – und die männliche Beschneidung.
Nach geltendem Recht bestehen keine Ansprüche auf Rückgabe kolonialer Kulturgüter. Doch der Völkerrechtler Richard Dören befindet: Damit ist über die Rolle des Rechts im Streit um Restitutionen noch nicht alles gesagt.
Deutschland hat während der Kolonialzeit gestohlene Gebeine an Namibia zurückgegeben. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering (SPD), bat bei der feierlichen Zeremonie in Berlin "aus tiefstem Herzen um Verzeihung".
Zum dritten Mal gibt die Regierung, diesmal vertreten durch Staatsministerin Müntefering, menschliche Gebeine an Namibia zurück. Die gemeinsame Geschichte gleichermaßen aufarbeiten wollen aber nicht alle Menschen in Namibia.
Reparationen sind für das ehemalige Deutsch-Ostafrika kein Thema, erfährt Außenminister Maas auf seiner Afrikareise. In einer anderen ehemaligen deutschen Kolonie wird dagegen noch verhandelt.
Flucht unter umgekehrten Vorzeichen: Im ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ flüchtet eine deutsche Familie aus einem dystopischen Deutschland. Dass nun einige finden, der Film sei ein Skandal, ist wohl kalkuliert.
Spektakuläre Safaris und einmalige Erlebnisse in Namibia, Botswana und Simbabwe
So manches scheint Ihnen in Namibia vertraut: „Guten Tag“ als Begrüßung oder Cafés, in denen Schwarzwälder Kirschtorte serviert wird.
Bundestagspräsident Lammert bezeichnete im Sommer 2015 den Deutsch-Namibischen Kolonialkrieg als „Völkermord“, während das Auswärtige Amt als „politische Leitlinie“ für die Bundesregierung erklärte: „Der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 war ein Kriegsverbrechen und Völkermord.“
Dass es mit dem Praktikum in Windhoek klappen würde, hätte unsere Autorin nicht erwartet. Sie durfte dann sogar die Wochenend-Ausgabe betreuen, besuchte Heino, den Bienen-Graf und namibische Nackt-Aktivisten.
Die ehemalige deutsche Kolonie Namibia schließt sich der Klage gegen die Bundesrepublik an. Für den Völkermord zu Beginn des 20. Jahrhunderts fordert sie eine immense Entschädigung.