Im weißen Widerstand
Nach dem Amoklauf von El Paso lässt es sich nicht mehr kleinreden: Von rechtsradikalem Terror geht die größte Gefahr in den Vereinigten Staaten aus. Wie hält man ihn auf? Und wie hält der Präsident es mit „White Supremacism“?
Nach dem Amoklauf von El Paso lässt es sich nicht mehr kleinreden: Von rechtsradikalem Terror geht die größte Gefahr in den Vereinigten Staaten aus. Wie hält man ihn auf? Und wie hält der Präsident es mit „White Supremacism“?
Im deutschen Fußball ist es schwierig geworden, etwas unter den rechten Teppich zu kehren. Aber inzwischen lässt sich auch am Fall Tönnies ein Übermaß an moralischer Empörung erkennen. Sie spielt den Radikalen in die Hände.
Der Stadtstaat in Südostasien ist eine Erfolgsgeschichte: reich, modern und ein Beispiel für ein friedliches Nebeneinander verschiedener Ethnien. Doch unter der glitzernden Oberfläche finden sich auch hier Ressentiments.
Dass seine Parolen zu Spaltung und Gewalt beitragen, glaubt Donald Trump nicht. Im Gegenteil: „Ich denke, meine Rhetorik bringt Menschen zusammen“, sagte er, bevor er zu seinen umstrittenen Besuchen der Anschlagsorte El Paso und Dayton aufbrach.
Vier Tage nach dem Schusswaffenangriff besucht der amerikanische Präsident Donald Trump Dayton. Proteste vor Ort richten sich gegen seine aggressive Rhetorik, die Rassismus und Gewalt schüre.
Clemens Tönnies und Schalkes Ehrenrat haben die weitreichende Wirkung des Falles nicht verstanden. Sie verharmlosen und wollen die Affäre mit der Unterscheidung zwischen Rassismus und Diskriminierung beenden. Sie täuschen sich gewaltig.
Der Ehrenrat von Schalke sieht den Vorwurf des Rassismus von Clemens Tönnies als „unbegründet“. Er lässt sein Amt im Aufsichtsrat nun für drei Monate ruhen. Eine Politikerin kritisiert die Entscheidung deutlich.
Der für seine Äußerungen über „Kinder produzierende“ Afrikaner kritisierte Schalke Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zieht sich vorübergehend zurück – den Vorwurf des Rassismus wehrte der Schalker Ehrenrat allerdings ab.
Die Psychologie des Rassismus prägte ihre Bücher: Toni Morrison gilt als eine der wichtigsten afroamerikanischen Schriftstellerinnen. Jetzt ist sie nach kurzer Krankheit gestorben.
Nach seinen rassistischen Äußerungen muss sich Clemens Tönnies nun vor dem Ehrenrat des FC Schalke erklären. Zuvor bekommt der Vorsitzende des Aufsichtsrats neue scharfe Kritik – aber auch Beistand.
Bis auf wenige Ausnahmen beziehen Amerikas Republikaner kaum Stellung zu möglichen Konsequenzen aus den Massakern in Texas und Ohio. Von der Rede des Präsidenten ist sowieso kaum jemand im Land beeindruckt.
Donald Trump bezeichnet die Amokläufe von Texas und Ohio als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – und fordert, dass die Täter „entschlossen und ohne jahrelange unnötige Verzögerung“ hingerichtet werden.
Der Eklat um Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sorgt weiter für große Aufregung. Der DFB verurteilt die rassistischen Äußerungen scharf. Auch ein enger Schalker Freund kann nicht fassen, was passiert ist.
Clemens Tönnies fällt durch eine rassistische Bemerkung auf. Eilig rudert er zurück. Doch das reicht nicht. Eigentlich ist es undenkbar, dass er bei Schalke im Amt bleibt – zumal es andere Vorgänge gibt, die Fragen aufwerfen.
US-Präsident Donald Trump hat die nach seinen jüngsten Verbalattacken erhobenen Rassismus-Vorwürfe zurückgewiesen: "Ich bin die am wenigsten rassistische Person auf der ganzen Welt", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. "Kein Präsident vor mir hat so viel für die Afroamerikaner getan." Die Arbeitslosigkeit unter schwarzen US-Bürgern sei historisch niedrig.
Angela Merkel hat sich mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten solidarisch erklärt, die Donald Trump rassistisch angegriffen hatte. Weiß die Kanzlerin, wen sie im Fall von Ilhan Omar verteidigt?
Mit Twitter-Tiraden gegen den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings hat Präsident Donald Trump erneut Rassismusvorwürfe auf sich gezogen. Jetzt hat Trump nachgelegt und Cummings bescheinigt, er mache einen „fürchterlichen Job" für die Menschen in Baltimore.
Donald Trump legt sich über Twitter mit dem demokratischen Abgeordneten und Trump-Kritiker Elijah Cummings an. Etliche Politiker springen dem Angegriffenen bei.
Der Leiter des Demokratiezentrums Hessen, Reiner Becker, sieht keine klare Trennlinie mehr zwischen Rassismus im Alltag und organisiertem Rechtsextremismus. Er spricht von Mischszenen.
Der Mordversuch in Wächtersbach führt vermehrt zu Hassattacken im Netz: Während einige Nutzer versuchen, den Vorfall zu relativieren, gehen andere einen Schritt weiter und greifen dabei auf eine beängstigende Rhetorik zurück.
Im hessischen Wächtersbach haben zahlreiche Menschen gegen Rassismus protestiert. Rund 400 Personen versammelten sich an dem Ort, wo ein Eritreer nach mehreren Schüssen aus einem Auto lebensgefährlich verletzt wurde.
Ein Mann aus Eritrea wird angeschossen, der mutmaßliche Täter tot aufgefunden. Zuhause soll er Devotionalien mit Hakenkreuzen gehortet haben – und einige Waffen.
Im hessischen Wächtersbach ist ein Eritreer angeschossen worden. Der mutmaßliche Täter soll ein fremdenfeindliches Motiv gehabt haben. Nun will die Stadt ein Zeichen setzen.
Trumps Tweets sind keine Besonderheit – im Gegenteil: Sie haben viele Vorläufer. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind etliche Präsidenten Amerikas durch Rassismus aufgefallen.
Der Präsident steht massiv in der Kritik wegen seiner Beschimpfungen von vier demokratischen Abgeordneten. Mit rassistischen Parolen spielt er schon länger.
Amerikas Demokraten stellen sich mit einem Beschluss im Abgeordnetenhaus hinter die von Donald Trump diffamierten Parlamentarierinnen. Der Präsident glaubt, seine Anhänger würden nun erst recht zu ihm halten.
Kamala Harris, Senatorin aus Kalifornien, dominiert die zweite Debatte der Demokraten über weite Strecken. Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden verteidigt politische Positionen von vor Jahrzehnten – und sieht dabei nicht immer gut aus.
Amerikas früherer Vizepräsident Joe Biden liegt in Umfragen derzeit vor Donald Trump. Die Konkurrenten um den Platz als demokratischer Präsidentschaftskandidat warten nur auf Fehltritte. Und die liefert er.
Ska Keller und Sven Giegold betonen ihre Haltung gegen Rassismus und Nationalismus: "Wir wollen unser gemeinsames Europa stärken, und dazu gehört, dass wir es zur Vorreiterin machen bei der Bekämpfung der Klimakrise, die uns alle betrifft.“
Jürgen Klopp und Pep Guardiola machen gemeinsame Sache. Beide Trainer kämpfen, wie ihr Kollege Maurizio Sarri vom FC Chelsea, gegen Rassismus im Fußball – und fordern nun drastische Maßnahmen.
Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka ruft angesichts der Ereignisse in Wolfsburg zu mutigem Vorgehen gegen Rassismus auf. Derweil vernimmt die Polizei drei Männer. Sie sollen unter anderem Leroy Sané rassistisch beleidigt haben.
Der Integrationsbeauftragte des DFB bezieht in einem Interview klar Stellung. Die Aussagen von Cacau gewinnen auch wegen aktueller Ereignisse an Brisanz. Eines aber ist dem ehemaligen Nationalspieler besonders wichtig.
Nach dem Anschlag in Christchurch wird auch in Australien über das Problem des Rechtsextremismus gesprochen. Einige Rassisten tarnen sich als gute Staatsbürger.
Die Polizei in Wolfsburg ermittelt nach rassistischen Äußerungen von Zuschauern gegen Sané und Gündogan während des Länderspiels gegen Serbien. Ein Journalist hatte die Ausfälle dokumentiert. Laut DFB ist der Kartenkäufer ausfindig gemacht.
Trotz Kritik hält die Frankfurter University of Applied Sciences weiterhin an der Einladung von Jörg Meuthen fest. Der AfD-Bundessprecher soll an einer Podiumsdiskussion zur anstehenden Europawahl teilnehmen.
Der Attentäter von Christchurch entwickelte einen Großteil seines Weltbilds offenbar in einer kruden Onlinewelt aus Rassismus, Ballerspielen und Memes – und findet damit ein riesiges Publikum. Bei seiner ersten Anhörung im Gerichtssaal lächelt er.