Franziskus’ guter Wille
Die Direktheit, mit der dieser unkonventionelle Papst - auch als Pilger im Heiligen Land - auf Menschen jeglichen Glaubens zugeht, kann nur eines sein: die Demonstration eines unbeirrbaren guten Willens.
Die Direktheit, mit der dieser unkonventionelle Papst - auch als Pilger im Heiligen Land - auf Menschen jeglichen Glaubens zugeht, kann nur eines sein: die Demonstration eines unbeirrbaren guten Willens.
Sein Besuch im Heiligen Land sollte eine „rein religiöse Reise“ sein. Papst Franziskus hat dennoch einen politischen Akzent gesetzt.
In Italien appellierten gerade 26 heimliche Geliebte katholischer Priester an den Papst: Weg mit dem Zölibat. Warum das Tabu schon länger bröckelt, zeigt auch eine Geschichte aus Neapel, von Chiara und ihrem „Mann“.
Papst Franziskus hat Palästinenserpräsident Abbas und den israelischen Präsidenten Schimon Peres in den Vatikan eingeladen, um dort gemeinsam um Frieden zu beten. Abbas hat schon zugesagt; auch Israel signalisiert Zustimmung.
Vor der Ankunft des Papstes geht die israelische Polizei gegen jüdische Extremisten vor, die gegen Franziskus protestieren. Auf dem Zionsberg sind Scharfschützen postiert. Die Nervosität ist groß.
Der Papst ruft in Bethlehem zu einem Ende des Nahostkonflikts auf und fordert gleiche Rechte für Christen. Nicht nur in der Geburtsstadt Jesu sind sie zu einer Minderheit geworden.
Die Reise werde eine „rein religiöse Bedeutung“ haben, sagt der Papst vor der Ankunft im Heiligen Land. Glücklich ist Franziskus nicht darüber, dass er auch das Grab des Zionistenführers Herzl besuchen soll. Ein Mitflug.
Wenn der Papst am Wochenende ins Heilige Land reist, erwartet ihn heikle Diplomatie: Christen werden bedrängt wie selten, der Extremismus wächst. Franziskus will die Aussöhnung mit der Orthodoxie.
Arabische Christen, die in Israels Armee Wehrdienst leisten, werden von anderen Arabern angefeindet und als Verräter beschimpft. Am Wochenende erhalten sie Unterstützung: Der Papst kommt ins Heilige Land.
Adolfo Nicolás, der Ordensgeneral der Jesuiten, zieht sich in zwei Jahren zurück. Das hat er auch mit Papst Franziskus besprochen. Bisher amtierten die wegen ihrer einstigen Machtfülle auch „schwarze Päpste“ genannten Jesuitenchefs eigentlich auf Lebenszeit.
Nach der Heiligsprechung zweier Päpste wird im Oktober womöglich Paul VI. selig gesprochen. In den sechziger Jahren hatte er die Anti-Baby-Pille verdammt.
Kaum sind zwei Päpste heiliggesprochen, werden schon Reliquien im Internet angeboten. Die Echtheit alter Reliquien kann man größtenteils nicht bestimmen.Was es mit den heiligen Überbleibseln auf sich hat.
Franziskus hat zwei sehr unterschiedliche Päpste heiliggesprochen. Er stellt aber die Gemeinsamkeiten zwischen Johannes XXIII. und Johannes Paul II. in den Vordergrund - und formuliert damit sein Programm für die Kirche von morgen.
Hunderttausende haben in Rom die historische Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. auf dem Petersplatz bejubelt. Die beiden gelten als die beliebtesten Päpste ihrer Zeit. Und auch den amtierenden Pontifex umweht bereits eine gewisse Aura.
Papst Franziskus hat seine beiden Vorgänger Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heiliggesprochen. Er verlas die Formel der Heiligsprechung am Sonntag vor Zehntausenden auf dem Petersplatz.
Bis in die späte Nacht tanzten sie auf den Straßen Roms, jetzt verfolgen Pilger aus aller Welt die Heiligsprechung zweier Päpste im Vatikan. In der Ewigen Stadt feiern Gläubige ein internationales Riesenfest. Nur die Deutschen fehlen.
Papst Franziskus hat Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heiliggesprochen. Er verlas die Formel der Heiligsprechung am Sonntag vor Zehntausenden auf dem Petersplatz. Seine Vorgänger würdigte er als kirchliche Erneuerer.
Seit dem frühen Morgen strömen Menschenmassen zum Vatikan, um die Heiligsprechung mitzuerleben. Rund 100 offizielle Delegationen haben sich zur Messe angemeldet, darunter Könige und Präsidenten. Auch Benedikt XVI. wird erwartet.
Unzählige Besucher sind nach Rom gekommen, um am Sonntag die Heiligsprechung zweier Päpste zu verfolgen. Das gefällt nicht jedem Einheimischen, auch weil viele Gäste nicht einmal Geld in der Heiligen Stadt lassen.
Ein katholischer Pfarrer aus Oberfranken hat Papst Franziskus in einem offenen Brief darum gebeten, ihn von der Pflicht zum Zölibat zu befreien. In einer Fernsehsendung hatte er sich öffentlich zu seiner Tochter bekannt.
Zur Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. erwartet der Vatikan zwei Millionen Pilger. Aber wie wird eigentlich entschieden, wer ein Heiliger wird? Bei Karol Wojtyla war die Sache schneller klar als bei allen anderen.
Zwanzigtausend Seelen hat die Ortschaft Schilowo südöstlich von Moskau. Bei den Osterfeierlichkeiten schwingt wie überall im Land auch hier die Sorge um die weitere Entwicklung des Ukraine-Konflikts mit.
Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft eine politische Lösung für die Ukraine gefordert. Vor mehr als 150.000 Menschen auf dem Petersplatz sprach er seine Segensworte.
Knapp einen Monat ist es her, dass die singende Nonne Cristina Scuccia den Juroren von „The Voice Italy“ die Kinnlade runterfallen ließ. Jetzt ist sie zurück: mit „Girls just wanna have fun“.
Franziskus macht eine Außenpolitik aus dem Herzen und nicht nach geopolitischen Vorgaben. Der Einfluss des vatikanischen Staatssekretariates hält sich dabei in Grenzen.
Im dritten Teil des F.A.Z.-Gesprächs lässt Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller keine Zweifel an der Entschlossenheit des Vatikans, sexuelle Gewalt im Raum der Kirche nach Recht und Gesetz zu ahnden.
Kurienkardinal Müller warnt vor Praxisferne in der Behandlung der Ehe. Das Wort Gottes dürfe dennoch nicht auf unseren Bedarf heruntergebrochen werden, sagt der vatikanische Präfekt der Kongregation im zweiten Teil des F.A.Z.-Gesprächs.
Gerhard Kardinal Müller ist Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre. Im F.A.Z-Interview spricht er über Widerstände gegen seine Aufnahme ins Kardinalskollegium, die Pius-Brüderschaft, die Befreiungstheologie und die Entweltlichung der Kirche.
Bischof emeritus Franz-Peter Tebartz-van Elst lebt wieder in Sichtweite des Doms. Aber ein Umzug steht ihm bevor. In Limburg müht man sich, ihm einen „hinreichenden und würdigen Unterhalt“ zu sichern.
Papst Franziskus hat den 48 Jahre alten Salesianer-Pater Stefan Oster zum neuen Bischof von Passau ernannt. Das teilte der Vatikan mit.
Die israelischen Diplomaten in aller Welt arbeiten wieder - nach einem Jahr Arbeitskampf und zehn Tagen Streik. Jetzt steht auch dem Besuch von Papst Franziskus nichts mehr im Weg.
Der emeritierte Limburger Bischof Tebartz-van Elst hat sich entschuldigt: In einer Erklärung bezeichnet er den Amtsverzicht als „Chance eines Neubeginns“ - und gesteht ein, Fehler gemacht zu haben. In Rom hat ihn der Papst zu einer Audienz empfangen.
Wenn Paul auf Paulus trifft: Das Caricatura-Museum zeigt in Frankfurt alte und neue Comics von Ralf König. Ein Bild zeigt Franz-Peter Tebartz-van Elst in dem Augenblick, in dem Papst Franziskus ihm die Füße wäscht.
Eine halbe Stunde war für das Gespräch zwischen dem amerikanischen Präsidenten und dem Papst vorgesehen. Es dauerte deutlich länger. Man habe ernste Themen besprochen, hieß es.
Vertrauen ist gut, Kontrolle aber auch. Franziskus hat in Person von Weihbischof Grothe einen Supervisor installiert, der das Bistum Limburg gut kennt. Sich für diesen Mittelweg entschieden zu haben ist klug.
Papst Franziskus hat den amerikanischen Präsidenten im Vatikan empfangen. Dessen Gegner werfen ihm vor, das Kirchenoberhaupt mit einer Umverteilungsagenda einzulullen - um davon abzulenken, dass Obama die Religionsfreiheit mit Füßen trete.