Leben statt Schicksal
Venedig setzt in diesem Jahr auf Wirkung: Der Wettbewerb zeigt auffällig viele Filme, die rühren, erschüttern und entsetzen sollen, weniger durch Grazie, eher durch Grobheit. Eine Ausnahme ist der Anime „No. 7 Cherry Lane“.
Venedig setzt in diesem Jahr auf Wirkung: Der Wettbewerb zeigt auffällig viele Filme, die rühren, erschüttern und entsetzen sollen, weniger durch Grazie, eher durch Grobheit. Eine Ausnahme ist der Anime „No. 7 Cherry Lane“.
Aufschrei einer Generation oder Spaßsong eines prekär Beschäftigten, der geduldig auf den Durchbruch wartet? In Becks Versager-Hymne passt eigentlich nichts zusammen, doch er trifft genau den richtigen Ton.
In der spanischen Hauptstadt startet eines der größten Bauprojekte Europas. Im Norden der Stadt entstehen Wohnungen und ein neues Geschäftszentrum. Autos spielen in dem Konzept nur noch eine Nebenrolle.
Norman Wolf hat im Internet seinen tot geglaubten Vater wiedergefunden. Doch das Twitter-Märchen wurde zum Albtraum.
Großes Kino: Frida Nilsson erfindet in „Sasja und das Reich jenseits des Meeres“ das Wesen des Todes und ein phantastisches Plädoyer für das Spielen.
Das Feuer war in der Nacht zu Samstag aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen und hatte stundenlang in dem Slum am nördlichen Rand der Hauptstadt von Bangladesch gewütet.
Das Verhältnis des Stararchitekten Renzo Piano zu seiner Heimatstadt Genua war lange angespannt. Jetzt kann er mit seinem Entwurf für eine neue Autobahnbrücke an das Kolumbus-Jahr anknüpfen.
In Konstanz herrscht der Klimanotstand. Die Stadt hat sich damit verpflichtet, bei jeder ihrer Entscheidungen zu prüfen, wie diese sich auf das Klima auswirken und zeigt damit, was Kommunen für das Klima tun können – ein Vorbild?
Einen Banker von der Wall Street zog es erst in die Bronx, dann änderte er sein Leben: Sein Fotoband „Dignity“ porträtiert das Amerika der Armen und Abgehängten – eine Begegnung mit Chris Arnade.
Momentan kommt es täglich zu Angriffen auf Menschen, weil sie als anders wahrgenommen werden – zum Beispiel auf Juden oder Muslime. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen mehr als abgespulte Solidaritätsbekundungen. Ein Gastbeitrag.
Der Mann, der in Frankfurt einen acht Jahre alten Jungen vor einen einfahrenden ICE gestoßen hat, könnte psychisch krank sein. Ein Interview mit Psychiater Andreas Reif über Patienten, die an Bahnhöfen und Flughäfen stranden.
Immer wieder sterben Menschen auf Gleisen. Zuletzt in Frankfurt und Voerde. Dagegen ließe sich was machen.
Ein kapitalismuskritischer Philosoph ist plötzlich im Besitz mehrerer Millionen und hat die Polizei und Mafia auf dem Hals. Denys Arcand blickt in „Der unverhoffte Charme des Geldes“ darauf, was Geld mit Menschen macht.
Ein Großteil der Wohnungslosen lebt in Notunterkünften, rund 400.000 von ihnen sind anerkannte Asylsuchende. Rund 50.000 Menschen sind gänzlich obdachlos. Die Bundesarbeitsgemeinschaft macht den Mangel an bezahlbarem Wohnraum verantwortlich.
309 Morde wurden voriges Jahr in der Stadt verübt – mehr als im 14 Mal so großen New York. Der Bürgermeister will sich von Trump nicht daran erinnern lassen.
Im Zentrum der spanischen Hauptstadt haben Obdachlose zwei Lager errichtet, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Zeltlager sind ein Abbild der Bevölkerung des Landes.
Ein Video, das einen Fall von Polizeigewalt zeigen soll, sorgt für eine Debatte in den sozialen Medien. Die Polizei hat bereits reagiert – und nennt Einzelheiten aus ihrer Sicht.
Die Abkühlung kommt aus Amerika: In Emilio Estevez’ Film „Ein ganz gewöhnlicher Held“ verschanzen sich Obdachlose während einer Kältewelle in der öffentlichen Bibliothek von Cincinnati und stellen die Mitarbeiter vor eine harte Entscheidung.
Schon seit Anfang der Woche ächzt insbesondere der Norden Frankreichs unter der Wärme. In zwanzig Départements wurde die Alarmstufe Rot ausgerufen. Der Hitzewelle-Plan wurde nach dem mörderischen August 2003 geschaffen.
In Brasilien wird Krieg gegen die Armen geführt. Unter Präsident Bolsonaro und seinen Verbündeten hat sich die Situation noch einmal dramatisch verschlimmert. Ein Gastbeitrag.
Oft stehen Männer in Restaurants hinter dem Herd. Doch die Amerikanerin Susan Feniger hat sich in der Männerdomäne Kochen durchgesetzt – weil sie kulinarisch etwas gewagt hat.
Jahrelang vermittelte ein Berliner Jugendamt Kinder an einen pädokriminellen Pflegevater. Nun wollen zwei Betroffene das Land Berlin auf Schmerzensgeld verklagen. Doch Bezirk und Senatsverwaltung stellen sich quer.
Die 160.000 Mitglieder der Konservativen Partei wählen gerade den nächsten britischen Premierminister. Sie sind alt, melancholisch und ein bisschen rebellisch – und sehnen sich nach der guten alten Zeit.
Kaum eine Talkshow wird so gehasst wie die von Markus Lanz. Dabei ist sie die einzige, in der die Gäste echten Gesprächen nahekommen.
Bei einem Date getrennt zahlen? Für unsere Autorin ein absolutes No-Go – und ein triftiger Grund, sich nicht mehr mit einer neuen Bekanntschaft zu treffen. Die Beziehungskolumne „Ich. Du. Er. Sie. Es.“
Für die Träume dieser Dichterin hatte die Welt nicht genug Raum: Wuppertal erinnert zu ihrem 150. Geburtstag an Else Lasker-Schüler und zeigt ihr letztes, als unaufführbar geltendes Theaterstück „Ich und Ich“.
Vor russischen Gesprächspartnern öffnet Putin sich nicht. Aber westlichen Journalisten gewährt er doch gelegentlich einen Blick in seine Seele. Wenn es Sie nicht gruselt, schauen Sie doch mal hinein. Ein Gastbeitrag.
Beim Besuch von Wirtschaftsminister Altmaier im Silicon Valley trifft amerikanisches Selbstbewusstsein auf deutsches Bedenkentum. Ob das noch was wird mit einem deutschen Google?
Kinder der Galaxie: Der Moskauer Theatererneuerer Vsevolod Lissovsky bringt die Performance-Gruppe „Transformator“ nach Berlin, um den Stadtraum zu erforschen.
Am Sonntag soll im Frankfurter Ostend eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Was bedeutet das für die mehr als 16.000 Bewohner, die deswegen ihre Häuser verlassen müssen?
Fast in ganz Deutschland werden abermals Rekordtemperaturen erwartet. Der Wetterdienst warnt neben großer Hitze auch vor der gefährlichen UV-Strahlung. Mindestens fünf Menschen sind in Europa bereits gestorben.
Weil sich Menschen über schlafende Obdachlose beschweren, werden deutsche Parkbänke extra ungemütlich designt. In Paris stehen seit hundert Jahren Metallstühle, die jeder benutzen darf. Das funktioniert auch andernorts.
Ein Mädchen, 13 Jahre alt, verschwindet – und taucht sechs Jahre später wieder auf. Der Mann, der Maria H. mit nach Italien nahm, wurde verhaftet. Jetzt geht der Prozess gegen H. wegen Kindesentführung und sexuellen Missbrauchs zu Ende.
Google will eine Milliarde Dollar investieren, um in San Francisco bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dort sind die Mieten und Häuserpreise in den vergangenen Jahren rasant gestiegen – nicht zuletzt wegen Google selbst.
Niko Bungert hat elf Jahre für Mainz 05 gespielt. Am Samstag endet seine Laufbahn im Spiel gegen Hoffenheim. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger spricht im Interview über falsche Namens-Schreibweisen, schmale Statur und Bodenständigkeit.
1600 Personen wohnen in den noch verbliebenen Sammelunterkünften im Rheingau-Taunus. Kritik gibt es an den Gebühren, die jene Bewohner entrichten müssen, die einen Arbeitsplatz haben.