Ästhetik der Existenz?
Die Lust auf sozial begründete ethische Vorschriften hat in Deutschland eine steile Karriere durchlaufen. Ist es an der Zeit, ihr eine Ästhetik der individuellen Existenz entgegenzusetzen?
Die Lust auf sozial begründete ethische Vorschriften hat in Deutschland eine steile Karriere durchlaufen. Ist es an der Zeit, ihr eine Ästhetik der individuellen Existenz entgegenzusetzen?
Mission possible: Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die erste kulturhistorische Ausstellung über Menschen mit Down-Syndrom – eine Expedition in ein unbekanntes Land.
Schach und Reiten gibt es schon; sogar „Glück“ wird unterrichtet. Nun wünscht sich der Bundeslandwirtschaftminister ein Schulfach Ernährung, die meisten Deutschen ebenso. Wie sinnvoll ist das alles?
Die Drogenszene spielt am Hamburger Hauptbahnhof keine Rolle mehr - anders als in Frankfurt. Die Stadt setzt auf Sauberkeit, Licht und Rauchverbot auf dem Bahnhofsvorplatz.
In seinem Roman „Der Lauf der Liebe“ singt Alain de Botton ein psychorationales Hoch auf die Otto-Normal-Ehe. Man will sofort Ehebruch begehen.
Wie schlimm die Lehrlingsnot der Betriebe ist, wird zum Start des neuen Ausbildungsjahrs besonders deutlich. Industrie und Handel sind regelrecht alarmiert, weil mancherorts keine einzige Bewerbung mehr landet.
Hunde können Behinderten im Alltag helfen. Paten des Vereins „Vita“ bereiten sie darauf vor. Doch nach der Vorbereitung folgt der Abschied - für Anne Wittmann wieder im Herbst.
Forsch und dominant soll sich Beate Zschäpe im Gefängnis verhalten – und dabei andere Frauen einschüchtern und manipulieren. Das berichtet nun eine Mitgefangene über die Hauptangeklagte im NSU-Verfahren.
Für die digitale Existenz ist die Wirklichkeit auch bloß eine App. Wie uns das Internet abhängig von künstlich erzeugten Gefühlen macht, beschreibt das Buch „Hooked“. Gibt es einen Ausweg?
Sein Kino macht keine Gefangenen, vor allem Schöngeister müssen büßen. Dem dänischen Schmutz-, Schund-, Kunst- und Wackelkamerafilmfacharbeiter Lars von Trier zum sechzigsten Geburtstag.
Jahrelang quälten die Österreicher sich mit dem heruntergekommenen Haus in Braunau. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen: Die Besitzerin wird enteignet.
Amerika denkt nicht nur an die Wirtschaft und transformiert seine Bibliotheken zu Integrationsmaschinen des 21. Jahrhunderts. Eine Reise nach Washington, Cleveland und New York.
Die Digitalisierung verheißt uns eine leuchtende Zukunft voller Gesundheit, Glück und Freizeit. Kann sie dieses Versprechen einlösen?
Der an sich sehr plausible Gedanke, dass es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Behinderung und Genie geben könnte, unterliegt seit einigen Jahrzehnten schon einem Denkverbot. Warum fällt er dann aber – gerade in der jüngsten Gegenwart – nicht dem Vergessen anheim?
Im britischen Luton ist eine Parallelgesellschaft entstanden. Muslime, vor allem Pakistaner, leben unter sich - und wenn die Falschen kommen, fliegen Eier. Unter der Oberfläche religiöser Sittsamkeit brodelt der Hass. Ein Besuch.
Heute isst man achtsam, putzt sich achtsam die Zähne und geht achtsam mit seinen Kräften um. Machen wir gerade eine Banalität zum Hype, oder kann mehr Achtsamkeit im Leben wirklich jeden Einzelnen sowie die Gesellschaft bereichern?
Weil niemand mehr Zeit zum Lesen hat, ist Flachware auf dem Vormarsch. Zum Beginn der Frankfurt Buchmesse ein Blick auf den sich wandelnden Markt der Sachbücher.
Er spricht mit Taxifahrern über Sex und mit Kranken über den Tod. Seine Bücher über das Glück oder die Gelassenheit sind allesamt Bestseller. Ein Besuch bei Wilhelm Schmid.
In einer Behinderteneinrichtung in Korbach sind giftige Dämpfe ausgetreten. Natronlauge verätzte eine Köchin schwer, die Frau ist ins Krankenhaus geflogen worden. Aber sie ist nicht die einzige Verletzte.
Auch siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg findet Braunau keine Lösung für das Hitler-Geburtshaus. Seit vor vier Jahren eine Behindertenwerkstatt auszog, steht es leer. Ein wahres „Haus der Verantwortung“ ist nicht in Sicht.
Wachtmeister Krause, dieser herrliche Anachronismus unter den feschen, dynamischen und krawalligen Ermittlern von heute, gibt seine Marke ab. Der „Polizeiruf“ verabschiedet ihn mit Würde.
Im Universitätsklinikum werden auch HIV-infizierte Kinder aus dem Ausland behandelt. Betreuer helfen ihnen und den Angehörigen, mit ihrem Schicksal zurechtzukommen.
Im Februar hatte sich die Stadt gegen „Aufreißer-Seminare“ gewehrt. Nun übt „Pickup-Artist“ Marko Polo mit Männern die Anmache. Er sagt, es gehe um Liebe.
Der See, die Schätze, die Reichen - eine kleine Revolte, und die Armen von Nebenan könnten hemmungslos plündern.Trotzdem bleibt alles ruhig: Weil auch reiche Regionen an Arme denken.
Der Papst hat gesagt, Eltern dürften Kinder schlagen. Warum schweigen die deutschen Bischöfe dazu?
In einem Tweet beschwert sich die Schülerin Naina darüber, dass sie zu viel Gedichtinterpretation lernt und zu wenig praktisches Finanzwissen. Was soll die Schule tun? Der Didaktiker Dirk Loerwald antwortet.
Geschenke mit Suchtfaktor oder von bleibender Bedeutung, kostbare und köstliche Präsente, Gaben, die zu Herzen gehen, den Verstand schärfen oder das Kinderherz erfreuen: Redakteure des F.A.Z.-Feuilletons empfehlen Bücher, CDs und DVDs.
Ein Kurzfilm sorgt derzeit in den sozialen Medien für Begeisterung. Weil er humorvoll zeigt, worum sich die Gesellschaft noch bemüht: einen entspannteren Umgang mit behinderten Kollegen.
Wir wollen immer mehr, nur nicht mehr Verantwortung. Die Ansprüche steigen, die Ausreden nehmen zu. Verlieren wir auf der Suche nach dem perfekten Leben das Gespür für unsere Grenzen?
Die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger in Deutschland steigt. Besonders pflegebedürftige Menschen erhalten immer häufiger Sozialhilfe. Zugleich bleibt nach neuen Zahlen jeder Sechste hierzulande von Armut bedroht.
Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: Wir konservieren Omas Lieblingswörter.
Das Leben ist voller wichtiger Fragen. Die Aktion Mensch hat anlässlich ihres Jubiläums fünf davon ganz unterschiedlichen Menschen gestellt und interessante Antworten bekommen.
Die Verbraucherbildung ist in den Schulen auf dem Vormarsch. Inwieweit Lehrer über Gesundheit und Ernährung aufklären sollen, ist stark umstritten.
Eine Reitlehrerin in Franken unterrichtet Schüler, die eine helfende Hand benötigen. Sie entspannen sich im Schritttempo und freuen sich auf die Therapie.
Markus Rehm darf nicht zur Europameisterschaft. Dennoch ist der behinderte Weitspringer für manche ein Verweis auf die Zukunft. Denn in ein paar Jahren werden wir nach ihrer Prognose ohnehin alle Prothesenträger sein.