Wie ein schwerer Rucksack
Die Sehnsucht nach dem Rittergut im Posener Land, das ihre Familie im Krieg verlor, war für Sybill Ehmann-Schneider lange überdeckt von Scham und Trauer. Heute kehrt sie wehmütig, aber versöhnt zurück.
Die Sehnsucht nach dem Rittergut im Posener Land, das ihre Familie im Krieg verlor, war für Sybill Ehmann-Schneider lange überdeckt von Scham und Trauer. Heute kehrt sie wehmütig, aber versöhnt zurück.
Der Vater von Martin Illmer wusste, wer den Krieg begonnen und mit Grausamkeit geführt hatte. Trotzdem war Deutschland für ihn 1945 nicht befreit, sondern besiegt worden. Das Ende des Kriegs war auch das Ende seiner Kindheit.
Junge Patienten mit Essstörungen leben oft zurückgezogen. Im Pfalzinstitut wird versucht, ihnen zu helfen, um sie für das Leben draußen zu stärken.
Sein Großvater, 1938 zum Präsidenten des Reichsrechnungshofs ernannt, wollte mit seiner Familie lieber in den Tod gehen, als dem Feind in die Hände zu fallen: Unser Leser Veit Golinski erinnert sich.
Im richtigen Moment hätte er bestimmt erzählt: Unsere Leserin Doris Heidrich erinnert sich an ihren Vater, der den ganzen Krieg über gekämpft hatte und als gebrochener, stumm gewordener Mensch aus der Gefangenschaft zurückgekehrt war.
Allmählich entdecken die Argentinier, was sie an ihrem Papst Franziskus haben. Viele verbinden bewegende Erinnerungen mit dem früheren Kardinal Jorge Mario Bergoglio.
Die Kriegserinnerungen ihrer ostpreußischen Familie bewegen Renate de Moll bis heute.Aber sie weiß auch, dass ihre Eltern und Großeltern viel ausgeblendet haben.
Dass und wie aus dem Zweiten Weltkrieg die deutsch-französische Freundschaft erwuchs, schildert unsere Leserin Ingrid Rossi-Entinger in einer sehr konkreten saarländischen Variante, bei der Omas Kartoffelsalat eine wichtige Rolle spielt.
Uta Brandes, Professorin für Gender-Design, erklärt, warum Männer Saftpressen wie Porsches entwerfen und was Frauen anders machen.
Kindheit in einem hessischen Dorf: Gerold Dommermuth-Gudrich, Jahrgang 1935, erinnert vor allem die alliierten Bomberverbände, die in Richtung Frankfurt am Main flogen. Aber auch an einen zum Durchhalten entschlossenen SS-Mann.
Vor drei Jahren wurde die deutsche Öffentlichkeit durch die Aufdeckung von Fällen sexueller Gewalt an Kindern erschüttert. Seither ist einiges geschehen, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen - aber längst nicht genug: Über das Geld für Therapien wird gestritten, es fehlt an Hilfseinrichtungen, und der Bundestag hat sich für wichtige Gesetzesänderungen viel Zeit gelassen.
Von Bettina Weiguny Nico Hofmanns Nerven flattern, wie häufig vor der Premiere eines seiner Filme. Dann steht Deutschlands erfolgreichster Fernsehproduzent ...
Der Krieg als Abenteuer, die Deutschen als Opfer: Kritisch habe sich sein 1916 geborener Vater auch später nie geäußert, erinnert sich Thomas Adamczak.
Von Wien über New York nach Frankfurt: Nina Hollein hat sich als Architektin in der weiten Welt bewiesen. Seit gut zehn Jahren lebt sie mit ihrem Mann Max in der Stadt am Main. Er leitet drei Museen, sie hat in der Mode eine neue Berufung gefunden.
Der Vater wurde mit jedem Fronturlaub stiller. Die Mutter schwieg, als im Herbst 1944 Halbwüchsige an die Front zogen. Unser Leser Hartmut Zabel erinnert sich an seine Kindheit in Ostpreußen.
BERLIN, 15. März. Mit einer Wucht sondergleichen hat die Debatte über die Gleichstellung Homosexueller in Ehe- und sonstigen Rechtsangelegenheiten das ...
Unsere Leserin Ingrid Reichart-Dreyer, Jahrgang 1946, schildert die Erzählungen ihrer Eltern und die Spuren des Krieges in ihrer Kindheit. Erst als ältere Frau habe sie verstanden, wie wie sehr sie sich von den Kriegskindern, die nur weniger Jahre älter sind, unterscheidet.
Der Vater wurde mit 18 Jahren Soldat, die Mutter erlebte in Sachsen den Einmarsch der russischen Truppen: In Geschichten hat der Krieg in der Familie der Leserin Virginia Reinhard weitergelebt. Geprägt hat die Erinnerung das Unerzählte.
Die Kunst der Aussparung, die entscheidenden Impulse und ein Lebenswerk: Der Romanautor David Wagner, der Literaturkritiker Helmut Böttiger und die Übersetzerin Eva Hesse haben den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten.
Der neue Papst ist ein großer Fußballfan: Jorge Mario Bergoglio begeistert sich seit seiner Kindheit für einen Klub aus Buenos Aires. Viele Argentinier hoffen bereits auf seinen Segen für die WM 2014.
Martina Münch ist Ärztin und amtierende Bildungsministerin in Brandenburg. Sie hat sieben Kinder, aber sie käme nie auf die Idee, die Mütterkarte zu ziehen. Eine Begegnung.
Johannes Werner Günther, 95, kämpfte als Soldat der Wehrmacht. Volker Bruch, 33, spielt für einen ZDF-Dreiteiler einen Leutnant an der Ostfront. Ein Gespräch über Krieg und Hitler, Deserteure und Helden, Schweigen und Erinnern.
sug. MAINZ. Eine ganze Straße wird es wohl nicht werden, aber immerhin ein Platz - noch dazu der vor seiner alten Schule, dem Schlossgymnasium, das den vor 100 ...
Jeden Sonntag dreht sie ihre Runden. Kilometer für Kilometer, Stunde für Stunde. Vom Frankfurter Westend rüber an den Main, dann an die Nidda, durch Wald und ...
Ein Sozialroman, ja, das muss jetzt sein, in einer Welt, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Lisa Kränzler hat mit „Nachhinein“ einen Roman aus dem Epizentrum unserer Zeit geschrieben.
Seine Literatur erzeuge den Eindruck einer permanenten Wanderung, sagt der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk. Ein Gespräch über Reisen, Sterblichkeit und gute Prosa.
Rasanter Aufstieg: Der junge Nationaltrainer Thomas Hlawitschka soll die deutschen Ski-Slopestyler nach Sotschi führen. Die Bedingungen sind jedoch alles andere als einfach.
Orhan Pamuk hat in Istanbul ein eigenes Museum zu seinem Roman „Das Museum der Unschuld“ erbaut. Jetzt erzählt er, wie Buch und Sammlung zustande kamen.
Tausend Vögel fliegen los, um die Welt zu retten: Aus dem altpersischen Epos „Mantiq Ut-tair“ schuf Peter Sís einen großen Bilderreigen.
Sami Tamini ist Palästinenser, Yotam Ottolenghi Jude. Gemeinsam haben sie ihrer Heimatstadt Jerusalem ein Kochbuch gewidmet.
Gezeichnete Biographien von Comic-Zeichnern sind en vogue. Kürzlich erschien „Gringos Locos“, eine grandiose Schilderung der Amerikareise von Jijé, Franquin und Moris im Jahr 1948, auch auf Deutsch. Die Kinder der Zeichner erregten sich über diese Darstellung. In Frankreich gab es jüngst juristischen Trubel um die Biographie von Edgar P. Jacobs. Doch was ist das alles gegen einen Comic, der die Frage stellt, ob Hergé, der Vater von „Tim und Struppi“, in den chinesischen Studenten Zhang verliebt gewesen sein könnte?
Nach mehr als 100 Modeschauen in acht Tagen geht die Pariser Fashion Week an diesem Mittwoch zu Ende. Dort sucht das Prêt-à-porter nach neuen Wegen - und gibt sich überraschend nahbar.
Lange glaubten diese Kerle, sie seien die Coolsten. Aber jetzt ist langsam Schluss mit dem Spuk. Denn wenn hier einer spießig ist, dann ist es der Hipster.
Die Schauspielerin und Entertainerin Bette Midler über Rock-’n’-Roll-Lifestyle, autoritäre Erziehung und das Geheimnis einer langen Ehe.
Unter den technischen Bedingungen der Gegenwart scheint unsere Existenz die letzte Bindung an Orte zu verlieren. Zeichnet sich darin eine Befreiung vom Schicksal (und Zauber) der „Heimat“ ab?
Josef Winklers frühes Werk „Wortschatz der Nacht“ erscheint wie ein Gebet in höchster Not. Mit Sprachritualen werden hier traumatische Erfahrungen in einem katholischen Dorf gebändigt.