Reden, koksen und untergehen mit Pegida
Politiker würden gern mit Pegida reden. Ein Selbstversuch zeigt: Klassische Tugenden wie Konsens, Anstand, Benehmen und Pluralismus gelten dort, wie bei Extremisten üblich, als vollkommen überflüssig.
Politiker würden gern mit Pegida reden. Ein Selbstversuch zeigt: Klassische Tugenden wie Konsens, Anstand, Benehmen und Pluralismus gelten dort, wie bei Extremisten üblich, als vollkommen überflüssig.
Die Pegida-Demonstranten wenden sich nicht nur gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes, die „Patriotischen Europäer“ machen auch Front gegen die etablierten Medien: Was Journalisten bei Pegida-Demos erleben.
Immer wieder flackert die Kritik auf, die Union drohe unter Angela Merkel ihr konservatives Profil zu verlieren. Aber bewirkt sie auch etwas?
Der interne Streit der Union über „Pegida“ lenkt davon ab, dass sich die Partei bis jetzt noch nicht vernünftig mit den Argumenten dieser Bewegung auseinandergesetzt hat.
Mehr als 170.000 Menschen haben sich einer Petition gegen die islamfeindliche Gruppe „Pegida“ angeschlossen. Die Union streitet sich derweil darüber, ob die Politik der Kanzlerin Mitschuld ist am Erfolg von AfD und „Pegida“.
Der ehemalige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich geht die Kanzlerin hart an: Angela Merkel habe einen „verheerenden Fehler“ gemacht. Ihr Mitte-Kurs verschaffe der AfD und der Pegida-Bewegung Zulauf.
Lutz Bachmann, der Organisator der fremdenfeindlichen Demonstrationen in Dresden, behauptet, er habe beruflich einen besonders guten Zugang zu bedeutenden Medien. Stimmt das? FAZ.NET hat nachgefragt.
Eine Kommission der Sachsen-CDU soll eine kritische Bestandsaufnahme der Integrationspolitik machen. Das Grundrecht auf Asyl stehe zwar nicht in Frage, es sei aber klar, dass abgewiesene Bewerber das Land verlassen müssten.
Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak sollen schnell Deutsch lernen, wenn sie hierher kommen, sagt der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Auch das Handwerk wirbt für sie.
Bundesfinanzminister Schäuble fordert von der Politik den Menschen zuzuhören, die mit Pegida auf die Straße ziehen. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm warnt vor pauschaler Islamophobie – und fordert, moderate Muslime zu unterstützen.
Zum zwölften Mal fand in diesem Jahr das Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin statt. Es ist der größte Weihnachtschor der Republik und inzwischen so erfolgreich, dass Pegida die Idee klauen wollte. Aber die Unioner sind zahlreicher.
Die Mehrheit der Deutschen stehe für Hilfsbereitschaft und eine offene Gesellschaft - für den Bundespräsidenten eine „ermutigende Erfahrung“. Das P-Wort nahm Joachim Gauck nicht in den Mund.
Jeder kennt Menschen, die dümmer sind als er selbst. Aber warum lacht man sie dafür aus? Ein Kommentar.
In Dresden demonstrieren Pegida-Anhänger gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes. Unionsfraktionschef Volker Kauder fürchtet nun, dass sich Muslime in der deutschen Parteienlandschaft nicht mehr wiederfinden.
Das „Pegida“-Bündnis verbucht in Dresden trotz wachsender Kritik weiter Zulauf.
Das islamkritische Pegida-Bündnis versammelt abermals mehr Menschen in Dresden zu einer Veranstaltung, die an Skurrilität kaum zu überbieten war.
Muslimische Lieder im Weihnachtsgottesdienst - auf den ersten Blick ein bestechendes Gedankenspiel zur interreligiösen Verständigung. Doch praktikabel ist das nicht. So etwas können sich nur Agnostiker ausdenken.
In Dresden versammeln sich am Abend wieder rund 17.500 Menschen unter dem Banner von Pegida, auch anderswo protestieren Islamfeinde. Aber auch die Zahl der Gegendemonstranten wächst, zum Beispiel in München.
Die an Pegida angelehnte Initiative „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ mobilisiert weitaus mehr Gegner als Sympathisanten. Das hat sich am Abend wieder gezeigt.
Pegida, das sind „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Aber wissen die Leute eigentlich, was sie verteidigen, wenn sie das Abendland verteidigen?
Dresden will gerne anders sein als der Rest der Welt. Dass die Pegida-Demonstrationen ausgerechnet dort so viel Zuspruch finden, hat besondere Gründe. Eine Spurensuche.
Politiker von SPD und Grünen sowie der Zentralrat der Muslime regen an: Als Zeichen gegen Pegida und für das friedliche Zusammenleben der Religionen sollte in den Gottesdiensten an Heiligabend auch ein islamisches Lied erklingen.
Zwei Tage vor Heiligabend will das „Pegida“-Bündnis am Abend in Dresden erneut gegen die angebliche Überfremdung durch Flüchtlinge demonstrieren
Die Themen Islamisierung und Flüchtlinge mobilisieren viele Menschen - wahrscheinlich auch wieder am Montagabend vor Weihnachten. Seit es Pegida gibt, lebt nicht nur Dresden in einem gefühlten Ausnahmezustand. Über den Umgang mit einem Phänomen.
Der Journalist, der bei einer Pegida-Demonstration in Dresden vor der Kamera des NDR-Magazins „Panorama“ wie ein Protestierender auftrat, ist seinen Job los. Der Arbeitgeber RTL wählt scharfe Worte für die Entscheidung.
Einer muss ja aus der Reihe tanzen: Das NDR-Magazin „Panorama“ sammelt Stimmen auf einer Pegida-Demo in Dresden. Was passiert? Ein Undercover-Rechercheur von RTL fällt aus der Rolle.
Während in Dresden zuletzt 15.000 Menschen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern demonstrierten, senden zehntausende Deutsche ein ganz anderes Signal.
Pegida begann auf Facebook, Pegida blüht auf Facebook. Wer teilt die Angst vor dem Fremden, die Zukunftsskepsis und den Hass auf Systemmedien mit seinen Freunden? Es sind Menschen wie René, Henry, Alexander, Christoph und Kevin.
Der Zentralrat der Juden hat die „Pegida“-Proteste scharf kritisiert. Die Angst vor islamistischem Terror werde instrumentalisiert, um eine ganze Religion zu verunglimpfen, sagte der neue Zentralratsvorsitzende Josef Schuster.
Der Bamberger Erzbischof Schick warnt Christen vor der Teilnahme an „Pegida“-Demonstrationen. Gegen was soll ein Christ demonstrieren dürfen, wenn nicht gegen die „Islamisierung Europas“?
Das Pegida-Gefühl setzt auf ein anti-pluralistisches Führerprinzip, das durch Facebook das ideale Mittel gleichgerichteter Schwarmintelligenz gefunden hat. Der Tunnelblick dieser Bewegung kennt vor allem eine Richtung: die Verachtung gegenüber Politikern.
Vor der nächsten Demonstration der Anti-Islam-Bewegung Pegida am 22. Dezember in Dresden ergibt eine neue Umfrage ein überraschendes Ergebnis. Die Forderungen stoßen nicht nur in Ostdeutschland auf Zustimmung.
Pegida bald in Frankfurt? Nun streitet auch die Kommunalpolitik über Pegida, zeigen sich doch die meisten Stadtverordneten „besorgt“. Und das Ordnungsamt will bei einer Anmeldung zur Demo genau hinschauen.
SPD-Fraktionschef Oppermann dringt darauf, den Organisatoren der „Pegida“-Proteste entschlossen zu begegnen. „Aber mit den Mitläufern müssen wir reden“. Für den früheren CDU-Generalsekretär Heiner Geißler stellt „Pegida keine Gefahr für unsere Gesellschaft dar“.
Deutsche Politiker nehmen Mitläufer der Demonstration in Dresden in Schutz: Das seien verunsicherte Bürger, auch diffuse Ängste müsse man ernst nehmen. Warum man Pegida dennoch pauschal verurteilen darf.