Wenn Statuen zu Hassobjekten werden
Fast überall in der westlichen Welt werden derzeit alte weiße Männer vom Sockel gestürzt. Aber hierzulande mangelt es an Feindbildern.
Fast überall in der westlichen Welt werden derzeit alte weiße Männer vom Sockel gestürzt. Aber hierzulande mangelt es an Feindbildern.
Donald Trump, Sprachrohr der weißen Wutbürger, versteht sich als Anwalt der Polizei. Mehr als punktuelle Korrekturen am strukturellen Rassismus in Amerika wird es mit ihm nicht geben.
Der Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks durch einen weißen Polizisten hat die Anti-Rassismus-Proteste in den Vereinigten Staaten weiter befeuert. Laut Behörden soll Mitte dieser Woche entschieden werden, ob und inwiefern die verdächtigen Polizisten angeklagt werden.
Der Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks durch einen Polizeieinsatz heizt die Anti-Rassismus-Proteste in Amerika weiter an. In Atlanta fordern Demonstranten ein Gesetz gegen Hassverbrechen. Präsident Donald Trump will mit einem Dekret Polizei-Reformen vorantreiben.
Nach mehrwöchigen Protesten gegen Polizeigewalt in Amerika hat Präsident Donald Trump nun eine Reform der Polizei angekündigt. In New York lässt der Polizeichef eine Einheit von Zivilpolizisten auflösen.
Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks bei einem Polizeieinsatz gibt es neue Demonstrationen. Die Bürgermeisterin von Atlanta äußert Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der tödlichen Schüsse.
Marvin Osei ist in Deutschland geboren, spricht perfektes Hochdeutsch und erlebt trotzdem Rassismus – weil seine Haut schwarz ist. Im Protokoll erzählt er davon.
Enttäuscht, beschämt, verärgert: Wie sich die Rassismus-Debatte um den bekanntesten deutschen Ökonomen in Amerika zuspitzt.
Überfordert, überlastet, nicht ausgebildet für die sozialen Aufgaben, die sie übernehmen soll: Der New Yorker Soziologe Alex S. Vitale fordert die Abschaffung der Polizei in den Vereinigten Staaten. Aber was dann?
Mit 52 Jahren ist Boris Becker wohl in der Form seines Lebens. Er erhebt seine Stimme – nicht nur in diesen Tagen. Aber gerade fällt es eben besonders auf. Denn der jetzige Kampf gegen Rassismus trifft auch ihn persönlich.
Dürfen Sportler ihren Auftritt im Stadion für politische Meinungsäußerungen nutzen? Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, im F.A.Z.-Interview über die inspirative Kraft der Athleten und das Zögern der Verbände.
In China regiert die Angst vor der zweiten Viruswelle – und die Deutschen dürfen wieder an Europas Küsten fliegen. Unruhig ist es weiter in Amerika und um Philipp Amthor. Alles Wichtige steht im Newsletter für Deutschland.
In einer bundesweiten Aktion sind Menschen am Sonntag auf die Straße gegangen, um gegen Diskriminierung und Rassismus zu demonstrieren. Die Polizei sprach von vorbildlichen Teilnehmern.
Über Xenophobie wird oft gesprochen wie über einen seltenen Dämon. Dabei steckt sie in uns allen – ganz gleich, welche Hautfarbe wir haben. Menschen können aber lernen, diesen Instinkt zu reflektieren.
Margarete Koppers war Vizepräsidentin der Berliner Polizei, heute leitet sie die Generalstaatsanwaltschaft der Hauptstadt. Ein Gespräch über Rassismus und warum Deutschland anders funktioniert als Amerika.
Mainz 05 kämpft gegen Rassismus – und mit seiner Identifikationskrise. Weil der Klub ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal nicht ausreichend an seine Anhänger vermittelt bekommt.
Im amerikanischen Fußball ist der Kniefall als Protest gegen Rassismus von nun an erlaubt. Auch im American Football dürfte das bald der Fall sein. Präsident Donald Trump gefällt das gar nicht. Er kündigt Konsequenzen an.
Bei der Großdemonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in Paris haben Mitglieder einer rechtsextremen Bewegung versucht, die Kundgebung mit einem großen Banner an einem Hausdach zu stören. Doch Bewohner der Gebäudes setzten ein eindeutiges Zeichen.
Tausende Menschen demonstrieren in allen größeren Städten Frankreichs gegen Rassismus und Polizeigewalt. In Paris haben sich Polizeipräfektur rund 15.000 Menschen auf der Place de la République versammelt. Während der Kundgebung kommt es zu Zusammenstößen.
In Stuttgart und anderswo in Europa wurde am Samstag friedlich gegen Rassismus protestiert. In England und Frankreich aber marschierten auch Rechtsradikale auf.
SPD, Grüne, Linkspartei und FDP wollen den „Rasse“-Begriff aus dem Grundgesetz tilgen. Unionspolitiker erklären das für eine „hilflose Scheindebatte“ und für „Theoriekram“.
Die Umfragen sind schlecht, Vertraute besorgt. Deshalb tut Donald Trump, was er hasst: Er macht einen Rückzieher. Nun hält Amerikas Präsident am Gedenktag für die Sklavenbefreiung doch keine Kundgebung ab. Sondern einen Tag später.
Unsere Verfassung ist der Gegenentwurf zum NS-Staat. Die Streichung der „Rasse“ wäre leicht und eine Gewissensberuhigung. Das änderte nichts am Rassismus.
Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt sind mehrere Personen verletzt oder getötet worden. Es war der zweite Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt binnen zwei Wochen.
Aktivisten der Anti-Rassismus Bewegung und Behörden haben auf der ganzen Welt Statuen entfernt. Sklavenhändlern und Rassisten sollen nicht mehr mit solchen Denkmälern glorifiziert werden.
In der Bundesrepublik nimmt der Rassismus zu, darauf deuten Statistiken hin. Ein Bariton, ein Krebsforscher, eine Kulturanthropologin und ein Polizeikommissar erzählen, wie sie damit umgehen.
Bill Clinton lässt grüßen: Der Amerikanist Michael Hochgeschwender über Polizeigewalt, den Krieg gegen Drogen und die Defizite der Demokraten in der Rassismusbekämpfung.
Aber damit das klar ist: Das Köpfen von Bismarck-Statuen würden wir den Säuberern nicht durchgehen lassen!
Nach dem gewaltsamen Tod von Georg Floyd hat die SPD-Ko-Vorsitzende vor einem „latenten Rassismus“ auch unter deutschen Polizisten gewarnt. Beim Besuch einer Polizeiakademie sagt sie nun, problematisch seien nur einzelne Fälle.
Rassismusverdacht bestimmt zurzeit das Programm. „Vom Winde verweht“ fliegt von einer amerikanischen Plattform, bei der BBC erwischt es die Comedy „Little Britain“. Man sollte nur genau hinschauen, was man aus welchen Gründen bannt.
Täglich wächst die Erkenntnis, dass der Widerstand gegen Menschenverachtung in Wort und Tat nicht groß genug sein kann. Deshalb ist jede Kampagne wichtig. Selbst jene, die selbstloser sein müssten, sollen sie ihr ehrenwertes Ziel erreichen.
Der französische Innenminister hat der Polizei verboten, den Würgegriff anzuwenden. Polizeigewerkschaften laufen dagegen Sturm. Der Druck auf die Regierung wächst – denn das Ausmaß des Rassismus bei den Sicherheitskräften wird immer deutlicher.
In der Talkshow von Maybrit Illner erklärt der Virologe Hendrik Streeck, er traue sich angesichts emotionaler Debatten kaum noch, Empfehlungen über Corona-Regeln abzugeben. Kanzleramtsminister Braun verstrickt sich derweil in bemerkenswerte Widersprüche.
Trotz Corona-Krise will Donald Trump wieder Massenkundgebungen abhalten. Teilnehmer müssen vorher versichern, den amerikanischen Präsidenten im Fall einer Erkrankung nicht zu verklagen.
Amerikas Präsident spricht sich angesichts der Massenproteste für eine Stärkung der Polizeibehörden aus. Es gebe „nicht allzu viele“ schwarze Schafe unter den Sicherheitskräften.
Das Gegenteil von rassistisch ist nicht: nicht rassistisch. Sondern antirassistisch. Was das im Einzelnen bedeutet, weiß der Historiker und Bestsellerautor Ibram X. Kendi.