Elisabeth II. Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

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Kapitalismus, Sozialismus und ein schlechter Pferdesattel

"An einem Morgen im Frühherbst des Jahres 1909 begaben sich zwei Duellanten in Begleitung ihrer Sekundanten zum Austragungsort ihres Ehrenkampfes, wie es der code duello vorschrieb. Keiner der beiden war ein sonderlich guter Fechter. Nach einigem Herumgefuchtel mit ihren Säbeln traf jedoch schließlich der Säbel des einen Duellanten den anderen an der Schulter und fügte ihm einen Schnitt zu. Kaum hatte das Blut zu fließen begonnen, schritten die Sekundanten auch schon ein und erklärten das Gefecht für beendet. Schlugen sich die beiden Rivalen um die Hand einer Frau? Waren es Offiziere, die einen Ehrenkampf austrugen? Nein. Der eine war Professor, der andere Bibliothekar. Und sie schlugen sich um die Frage, ob Studenten leichteren Zugang zu Büchern erhalten sollten oder nicht. Der Professor, der das Duell für sich entschied, war Schumpeter selbst." Das ist nur eine der zahlreichen Anekdoten, die in der Schumpeter-Biographie von Thomas K. McCraw, die im Oktober 2008 auch auf deutsch erschienen ist, nachzulesen sind. Es gibt nicht viele Biographien, zumal nicht über Nationalökonomen, die man mit Spannung und konstant guter Unterhaltung liest, aber diese ist mit Sicherheit eine davon. Sie hat in meinen Augen das Zeug, in Sachen Joseph A. Schumpeter das zu werden, was Robert Skidelskys Werk über John Maynard Keynes bereits ist: ein Klassiker. Was natürlich in nicht geringem Maße in der schillernden Figur Schumpeters selbst begründet liegt, der in dieser Hinsicht dem englischen Lord um nichts nachstand.

Thomas Strobl
06.06.2009 21:03 Uhr
Blogs | Am anderen Ende der Welt

Schau mir in die Augen, Kiwi!

Der Kiwi ist das zugleich häufigste und seltenste Tier in Neuseeland. Man findet ihn auf dem Ein-Dollar-Stück und en masse in Souvenirläden als Plüschtier, als Schlüsselanhänger, als Anstecknadel oder als Kugelschreiber. Um aber ein lebendiges Exemplar zu sehen, muss man sich entweder nächtelang in abgelegenen Wäldern auf die Lauer legen oder den „Kiwi & Bildlife Park" in Queenstown besuchen.

Lenz Koppelstätter
03.06.2009 05:03 Uhr

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