Guten Morgen!
Seit Tagen wüten verheerende Brände in Griechenland, Italien, Bulgarien und der Türkei. In Athen war am Mittwochmorgen wegen starker Rauchentwicklung die Sicht auf wenige Hundert Meter beschränkt.
Laut dem Deutschen Wetterdienst kann es in sechs Stunden bis zu 35 Liter pro Quadratmeter regnen. Unterdessen ist die Zahl der Toten im Kreis Ahrweiler gestiegen.
Starkregen, Überflutungen, aber auch Hitzewellen: Höchste Zeit, dass sich Städte und Kommunen richtig auf den Klimawandel vorbereiten und die Menschen besser schützen. Wie das gelingen kann? Wissenschaftler haben dafür bereits geeignete Konzepte entwickelt.
Während die Helfer im Ahrtal noch Schlamm schippen, droht schon neues Unheil. Es besteht Seuchengefahr, und die Umwelt könnte über Jahre Schaden nehmen.
Jeden Sommer greifen Urlauber im Kampf gegen den Sonnenbrand tief in die Tasche. Auch Sonnenschutz-Apps versprechen seit wenigen Jahren Abhilfe. Der Markt ist groß, die Orientierung daher schwierig. Ein Test.
Hitzeperioden, Niedrigwasser, Starkregen – damit müssen wir in Zukunft verstärkt rechnen, sagt BASF-Meteorologe Max Bangert. Er muss beurteilen, wie der größte Chemiestandort der Welt auf den Klimawandel reagieren soll.
Temperaturen bis 46 Grad und zerstörerische Waldbrände: Urlaubsländer am Mittelmeer leiden schwer unter der sommerlichen Gluthitze. Auf Sizilien mussten Menschen vor Bränden bis an den Strand fliehen.
Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.
Die breitere Testpflicht für Urlauber soll nun wirklich kommen, der Deutsche Wetterdienst zieht Bilanz für den deutlich zu regnerischen Juli und Alexander Zverev will in Tokio Gold gewinnen. Der F.A.Z. Frühdenker.
Der Klimawandel macht sich mit Überflutungen und Hitzewellen schon jetzt bemerkbar – und zeigt, dass wir die Veränderungen künftig noch mehr an Leib und Seele spüren werden.
In den nordrhein-westfälischen Hochwassergebieten werde niemand mehr vermisst, sagt Innenminister Reul. 47 Menschen seien in dem Bundesland ums Leben gekommen. Bei der Aufarbeitung müssten nun die Warnsysteme im Mittelpunkt stehen.
Den Klimawandel aufzuhalten, ist eine Aufgabe für Jahrzehnte. Bis dahin müssen wir uns vor Regenfluten, Dürren und Tropennächten schützen. Aber wie?
Es bleibt sommerlich warm. Allerdings bringt ein Tiefdruckgebiet neuen Regen. Bis zu 25 Liter je Quadratmeter sind laut Wetterdienst mitten in Deutschland möglich.
In zahlreichen Regionen hatten Einsatzkräfte bis in die Nacht viel mit Unwetterschäden zu tun – in Baden-Württemberg rückt der Winterdienst an. Für Dienstag sind in Nordrhein-Westfalen Starkregen und Gewitter angekündigt.
In Bayern und Schleswig-Holstein sind infolge heftiger Regenfälle Keller vollgelaufen. Sturmartige Böen wurzelten mancherorts Bäume aus. Für die kommenden Tage ist aber mit Entspannung zu rechnen.
Ob Starkregen, Gewitter oder Hitze: Wir brauchen dringend mehr Risikokompetenz, fordern Meteorologen. Denn selbst nachvollziehbare Reaktionen auf eine Katastrophe entpuppten sich mitunter als fatal.
In Belgien richteten neue Unwetter schwere Schäden an. Besonders betroffen war die südliche Provinz Namur. In den deutschen Hochwassergebieten beruhigte sich die Lage indes.
Mit Sorge hatten viele auf die Hochwassergebiete geschaut: Für die Nacht waren dort neue Unwetter befürchtet worden. Doch die Menschen konnten zunächst aufatmen. Schwere Unwetter gab es hingegen in Belgien.
Starker Regen hat in Teilen Belgiens den Straßen- und Bahnverkehr eingeschränkt. Niederschläge gab es auch in den deutschen Katastrophengebieten, aber weit weniger schlimm als in der vergangenen Woche.
Im Krisengebiet an der Ahr haben am Samstag abermals Regenfälle eingesetzt – es werden Evakuierungen angeboten. In Nordrhein-Westfalen kann es zu heftigen Gewittern kommen.
Krisenprävention wurde in Deutschland zu lange kleingeschrieben, obwohl die Anfälligkeit der Gesellschaft im Grunde eher gestiegen ist. Entscheidend ist, dass die Warnungen schnell dort ankommen, wo sie gehört werden müssen.