Ein Effekt auf Raucher ist kaum nachzuweisen
Seit zehn Jahren sollen Bilder auf Zigarettenpackungen vom Rauchen abschrecken. Die Zahl der Raucher sinkt seitdem – aber wohl nicht wegen der Fotos.
Das Land rollt auf eine Welle bösartiger Erkrankungen zu. Das wird teuer. Die Ärzte toben, die Politik sondiert weiter. Ein Lagebericht von der Krebsfront.
Seit zehn Jahren sollen Bilder auf Zigarettenpackungen vom Rauchen abschrecken. Die Zahl der Raucher sinkt seitdem – aber wohl nicht wegen der Fotos.
Walter Kohl, Sohn des früheren Kanzlers, musste den Suizid seiner Mutter verkraften und hat versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Nun will er anderen Männern helfen, über ihre Gefühle zu sprechen.
Wie der Tumor selbst den Weg zur möglichen Therapie weist: Professor Thomas Seufferlein, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft, spricht im Interview über Chancen, Grenzen und Zukunftsperspektiven der personalisierten Krebsbehandlung.
Vor 20 Jahren starb bei vielen Krebserkrankungen weit über die Hälfte der Patienten. Heute kann Krebs in vielen Fällen therapiert oder sogar geheilt werden. Durch Prävention und Früherkennung könnte zudem mehr als die Hälfte aller Todesfälle verhindert werden.
Ob man an Krebs erkrankt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Neben Zufall und den Genen spielt auch der eigene Lebensstil eine entscheidende Rolle.
Zigarettenalternativen wie Vapes oder Nikotinbeutel müssen unvoreingenommen geprüft werden. Alles andere spielt nur der organisierten Kriminalität in die Karten.
Mehr als jeder Vierte raucht, jeder Siebte stirbt an den Folgen. Damit mehr Raucher aufgeben, wollen Krebsexperten sie noch stärker am Geldbeutel packen. Ein Land mache es schon richtig.
Hoch spezialisierte Medizin soll nicht nur an Exzellenzzentren existieren, sondern allen Patienten zugutekommen. Mit dem nationalen Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs wurde dieser Anspruch bereits für die Mehrheit der Erkrankten mit fortgeschrittenen Lungentumoren in Deutschland umgesetzt. Doch die Struktur stößt an Grenzen.
Noch immer konzentriert sich das deutsche Gesundheitssystem darauf, Krankheiten zu behandeln, anstatt ihnen vorzubeugen. Die Gründung des Nationalen Krebspräventionszentrums soll hier einen Paradigmenwechsel einleiten. Der politische Wille ist Voraussetzung für eine auf Prävention ausgerichtete Medizin.
Tennis verlängert wie kein anderer Sport das Leben. Die namhaft besetzte Mannschaft der Über-Sechzig-Jährigen aus Ober-Mörlen betreibt mit ihrer Kampagne Gesundheitsaufklärung und sammelt Spenden.
Als sein Leben zu Ende geht, zieht René Hagemann auf eine Palliativstation. Hier kann er ohne Schmerzen Abschied nehmen. Werden Sterbende diese Möglichkeit auch künftig noch haben?
Bei der Behandlung von Krebs ist Zeit ein wichtiger Faktor: Je eher die Krankheit entdeckt wird, desto höher sind in der Regel die Heilungschancen. Eine medizinische Untersuchung zur Krebsfrüherkennung kann somit zum Lebensretter werden.
Joachim Rock ist neuer Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Er schlägt moderatere Töne als sein Vorgänger an und will den mächtigen Verband besser darstellen.
Hannah Uckelmann und Marit Vermunt suchen am Frankfurter Uniklinikum nach neuen Behandlungsmöglichkeiten für Leukämien. Dabei unterstützt sie die Deutsche Krebshilfe mit 1,5 Millionen Euro.
Die Deutsche Krebshilfe fördert mit knapp 14 Millionen ein neues Projekt, das die Versorgung von Krebspatienten auch im ländlichen Raum auf hohem Niveau sicherstellen will.
Daten aus der Forschung helfen, die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern. Umgekehrt profi tieren Wissenschaftler von Daten aus dem Praxisalltag. Erste Beispiele zeigen auf, wie eine erfolgreiche Vernetzung funktionieren kann. Es ist aber noch viel Luft nach oben.
Nicht rauchen, keinen Alkohol trinken und sich gesund ernähren sind die Klassiker der Krebsprävention. Auch das Körpergewicht im normalen Bereich zu halten gehört dazu – denn zu viele Kilos auf den Rippen steigern das Risiko, an einem Tumor zu erkranken, in erheblichem Maße. Doch der Zusammenhang wird noch immer unterschätzt.
Nach vielen verpassten Chancen beginnt Deutschland, sich für Innovationen und zukunftsweisende Projekte zu öffnen. Auch in der Krebsmedizin sind erste Schritte in diese Richtung getan. Um der Vision Zero, dem Ziel, vermeidbare Krebstodesfälle zu verhindern, näher zu kommen, braucht es jetzt entschlossenes Handeln und gezielte Investitionen sowie ein Umdenken im Umgang mit Gesundheitsdaten.
Überall wird heute Nachhaltigkeit eingefordert und angestrebt. Und im Gesundheitswesen? Hier bedeutet Nachhaltigkeit zuallererst, die Gesunderhaltung und Vorbeugung von Krankheiten in den Mittelpunkt zu rücken. Um dies zu schaffen, braucht es Forschung zu wirksamen Präventions- und Früherkennungsstrategien, zielgruppenspezifische Konzepte für einen flächendeckenden Outreach und den politischen Willen, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen.
Rauchen bleibt eines der größten Gesundheitsrisiken in Deutschland. Warum Zigaretten immer noch beliebt sind und wie die Abgewöhnung gelingt. Ein Überblick zum Weltnichtrauchertag.
Wie lässt sich die Gesundheit der Menschen verbessern? In Berlin diskutierten Experten wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Ethikerin Alena Buyx frühere Versäumnisse und was hierzu nötig ist.
Neue Medikamente werden in einem jahrelangen, mehrstufigen Prozess getestet. Am Uniklinikum Frankfurt bietet die José-Carreras-Ambulanz solche experimentellen Therapien an. Zwei Patientinnen berichten von ihren Erfahrungen.
Bei der Früherkennung von Krebs ist Deutschland abgehängt. Zum Auftakt des Krebskongresses in Berlin erklärt der Urologe Peter Albers, wie sich der Staat drückt und wie viele Opfer das beim Prostatakrebs kostet.
Er hat das Zweite Deutsche Fernsehen wie kein anderer geprägt und durch eine existenzielle Krise geführt. Zwanzig Jahre lang war er Intendant des Senders. Jetzt ist Dieter Stolte im Alter von 89 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Wenige Länder gestatten Tabakfirmen so viel Einfluss wie Deutschland. In der Kritik steht auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach.
Tumorpatienten profitieren von Netzwerken zwischen Zentren und Versorgern in der Breite. Voraussetzung für den Erfolg einer solchen Vernetzung ist eine reibungslose Kommunikation und der schnelle Zugriff auf Informationen. Unter anderem Datenschutz und heterogene IT-Systeme bremsen aktuell den Fortschritt.
Der amerikanische Präsident Joe Biden reist nach Israel, Österreichs früherer Bundeskanzler Sebastian Kurz steht vor Gericht und die deutsche Industrie hofft auf gute Geschäfte im Weltall. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Eine Studie warnt vor steigenden Tumorzahlen bei unter 50-Jährigen. Die Frage ist, ob hinter der Statistik ein Alarmsignal oder eine Erfolgsgeschichte steckt.
Es gibt viele Wege, mit dem Rauchen aufzuhören. Nun wurden wissenschaftliche Studien zum Nikotin-Entzug überprüft. Sie zeigen, welche Methode bei wem am ehesten funktioniert.
Bratwurst, Bier und Fußball gehören für viele Menschen zusammen. Der Sport und die Alkoholindustrie pflegen eine lukrative Beziehung. Suchtforscher sind alarmiert – und fordern Werbeverbote.
„Benutzt Sonnencreme!“: Hugh Jackman erinnert seine Fans auf Instagram an ausreichend Sonnenschutz. Mehrfach musste sich der Schauspieler bereits wegen Hautkrebs behandeln lassen.
Christiane Hörbiger entstammte einer bedeutenden Schauspielerfamilie. Bekannt wurde sie einem breiten Publikum mit tragenden Rollen in Fernsehserien. Jetzt ist sie gestorben.
Die Selbsthilfe hat sich zur vierten Säule im deutschen Gesundheitswesen entwickelt. Eine wichtige zukünftige Aufgabe liegt in der Aus- und Weiterbildung von Patientenvertretern, um Betroffene mehr in die Forschung zu involvieren.
Die Cancer Prevention Graduate School, ein Förderschwerpunktprogramm der Deutschen Krebshilfe, will junge Wissenschaftler für die Krebspräventionsforschung begeistern und ausbilden. Zukunftweisend ist die multidisziplinäre Ausrichtung des Programms.
Mit Primärprävention und Früherkennung lässt sich die Zahl der krebsbedingten Todesfälle deutlich senken, und Wissenschaftler untersuchen weitere innovative Konzepte. Das sich zurzeit im Aufbau befindliche Nationale Krebspräventionszentrum soll eine zentrale Adresse für vielfältige Forschungsansätze werden.