Die Möwen fühlen sich pudelwohl
Die Touristen sind weg, die Einheimischen erleben eine triste Stadt: Jetzt hilft nicht einmal mehr der Hund, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen.
Die Touristen sind weg, die Einheimischen erleben eine triste Stadt: Jetzt hilft nicht einmal mehr der Hund, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen.
Ein Reporter spaziert durchs leergefegte Venedig, Guido Maria Kretschmer will sich besser mit seinen Hunden verstehen und Schauspieler Samuel Finzi sinniert über Treue. Die neuen Herzblatt-Geschichten.
Ganz Italien ist wegen des Coronavirus jetzt eine „rote Zone“ – Sperrgebiet. Offen bleibt, ob das Dekret auch durchgesetzt wird. Bürger können sich sogar selbst eine Ausnahmegenehmigung erteilen.
Venedig gibt ein ungewohntes Bild ab: Wie ausgestorben liegt die sonst von Touristen erfüllte Stadt da. Das liegt auch am Dekret des Ministerpräsidenten Conte.
Wegen des Coronavirus hat Italien über Nacht die Bewegungsfreiheit von einem Viertel der Bevölkerung eingeschränkt – zumindest theoretisch. Bislang hat das Dekret vor allem zu Unsicherheit geführt. Ein Besuch in Mantua.
Italien ist das Land in Europa mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infizierten. Nun hat Ministerpräsident Conte angekündigt, größere Gebiete in Norditalien unter Quarantäne zu stellen. Betroffen sind rund 16 Millionen Menschen.
Die Angst vor dem Virus hat zeitweise auch den Zugverkehr lahm gelegt. Am Sonntagabend mussten zwei Züge aus Italien am Brenner halten. Erst nach Stunden ging es weiter.
In Italien steigt die Zahl der Infektionsfälle täglich. Teile des Landes stehen unter Quarantäne, Verstöße werden strafrechtlich geahndet. Venedigs Karneval ist abgesagt, Profi-Fußballspiele fallen aus, die Mailänder Scala ist zu.
Der Karneval von Venedig ist offiziell eröffnet. Am zweiten Tag wurde mit einer Bootsparade das Symbol des Spektakels, die Pantegana-Ratte, in die Stadt gebracht. Thema der Darbietungen ist die Liebe.
Ein klassischer Fall von antisemitischem Korpsgeist: Roman Polanskis Film „Intrige“ zeigt die Dreyfus-Affäre ebenso virtuos wie abgebrüht. Mit seiner eigenen Biographie ist der Fall nicht vergleichbar.
Rund 3500 Anwohner hatten in Venedig ihre Wohnungen verlassen müssen. Nun ist die vermutlich amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft und kontrolliert gesprengt wurden.
Im November hatte das Hochwasser in Venedig statische Probleme in der Krypta des Markusdoms verursacht, Mosaike und Mauerwerk wurden beschädigt. Jetzt soll die Basilika hinter Glas kommen.
Zwei Männer mussten in Venedig lernen, dass es verboten ist, mit den Laufvögeln durch die Lagunenstadt zu schlendern.
Erst machten die zwei Nandus einen Regionalzug unsicher, dann spazierten sie durch Venedigs Altstadt. Für die Halter könnte der Ausflug am Ende teuer werden.
Wie Vielfalt durch Wettbewerb in einer erst spät geeinten Nation entstand: Volker Reinhardt führt in seinem Buch „Die Macht der Schönheit“ auf eindrucksvolle Weise durch tausend Jahre italienische Kulturgeschichte.
Alles ist vergänglich, wo wüsste man das besser als in der sinkenden Pracht Venedigs: Zu Weihnachten hat Uwe Kockisch in Donna Leons „Stille Wasser“ seinen letzten Auftritt als Guido Brunetti.
Über Harry’s Bar in die Locanda Cipriani: Hanns-Josef Ortheil beschwört in seinem Hemingway-Roman „Der von den Löwen träumte“ ein mythisches Venedig und nähert sich dem großen Vorbild ehrfürchtig.
Ist der Weihnachtsmann in Venedig unterwegs, muss er sich aktuell auch entsprechend wasserfest kleiden. Nicht nur der Markusplatz war überflutet. Venedig erlebt ein neues Hochwasser, nur rund einen Monat nach den schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als einem halben Jahrhundert.
In Spanien, Portugal, Italien und Frankreich kam es zu schweren Unwettern – elf Menschen sind gestorben. In Frankreich blieben am Sonntag rund 95.000 Haushalte ohne Strom.
Seit der Rekordflut im November ist die Zahl der Hotel-Reservierungen in Venedig eingebrochen. So viele Stornierungen wie zuletzt habe es nicht einmal nach dem 11. September gegeben.
Erst die Flut, die in Venedig gewaltige Zerstörung anrichtete, dann das gescheiterte Referendum über die Abspaltung vom Festland: Wird die schönste Stadt der Welt ihrem Schicksal überlassen?
In Venedig hat das Hochwasser nach seinem Rückzug Müll und Unrat auf dem Grund der schmalen Wasserwege hinterlassen. Die Lagunenstadt hatte im November die schlimmsten Überschwemmungen seit fast 150 Jahren verzeichnet.
Die Zahl der Opfer, die durch Erdrutsche und Überschwemmungen nach heftigen Unwettern in Italien und Frankreich ums Leben kamen, ist gestiegen. Zehn Tage nach den historischen Hochwassern steht auch Venedig wieder unter Wasser.
Die Fahrt vom Festland zum Bahnhof Santa Lucia in Venedig ist dieser Tage ein Erlebnis besonderer Art. Eine melancholische Reise in die Lagunenstadt mit ungewisser Zukunft.
Venedig steht seit einer Woche immer wieder unter Wasser. Die meisten Touristen lassen sich davon nicht abhalten. Während in den Cafés die Wasserpumpen laufen, genießen sie ihren Spritz.
Zum dritten Mal binnen einer Woche ist Venedig von einer Flutwelle heimgesucht worden. Bis zu 1,50 Meter hoch stand das Wasser am Wochenende in der Lagunenstadt. Vor allem die Tourismusbranche ist hart vom Hochwasser getroffen.
Hinter den schlimmen Überschwemmungen stehen wirtschaftliche Fehlentscheidungen: Teure Flut-Tore funktionieren nicht. Die Anlage steht still und veraltet, ohne je in Betrieb genommen worden zu sein.
Können Bilder aus dem achtzehnten Jahrhundert modern sein und uns heute noch etwas sagen? Die intelligente Malerei Gian Battista Tiepolos in Stuttgart spricht dafür.
Ziehen sich die Wassermassen zurück, kommen die Besuchermassen: Venedig leidet. Die Bewohner wünschen sich eine Verschnaufpause – „und auch ein bisschen Respekt“.
Das Hochwasser in Venedig hat wenig mit dem Klimawandel zu tun. Es ist das Ergebnis einer allzu gierigen Politik. Desinformationskampagnen haben in Venedig eine lange Tradition. Eine Einwohnerin berichtet.
Seit Tagen kämpfen die Menschen in Venedig mit den Wassermassen. Auch am Wochenende können sie nicht durchschnaufen. Bilder zeigen eine Stadt im Ausnahmezustand.
Immer wieder gibt es in Venedig heftige Überschwemmungen. Doch der italienischen Politik ist es bisher nicht gelungen, wirksame Vorkehrungen gegen Hochwasser zu treffen.
Nach dem schlimmsten Hochwasser in Venedig seit mehr als 50 Jahren hat die italienische Regierung in der Lagunenstadt den Notstand verhängt. 20 Millionen Euro sollen für die dringendsten Maßnahmen bereitgestellt werden.
Venedig steht weiter zu mehr als 80 Prozent unter Wasser. Auch für Freitag rief Bürgermeister Luigi Brugnaro zur Vorsicht auf. Der überschwemmte Markusplatz wurde geschlossen. Viele Urlauber sollen bereits abgesagt haben.
Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.
Angesichts der massiven Schäden durch das verheerende Hochwasser in der weltberühmten Lagunenstadt Venedig hat die Regierung in Rom Hilfe angekündigt.