Sechsunddreißig Kandidaten und eine Erklärung
Bekommt Deutschland neue Welterbe-Stätten? Die Entscheidung darüber fällt bei einer Tagung in Bonn. Doch die Unesco-Experten müssen sich vor allem auch mit einigen drängenden Fragen auseinandersetzen.
Bekommt Deutschland neue Welterbe-Stätten? Die Entscheidung darüber fällt bei einer Tagung in Bonn. Doch die Unesco-Experten müssen sich vor allem auch mit einigen drängenden Fragen auseinandersetzen.
Die Unesco will das bedrohte australische Great Barrier Reef vorerst nicht auf seine rote Liste für gefährdetes Welterbe setzen. Aber Australiens Regierung muss schon bald wieder zum Rapport.
Eine Woche nach der Eroberung Palmyras durch den „Islamischen Staat“ sind die historischen Stätten weiterhin bedroht. Nach Angaben eines Provinzgouverneurs haben die Dschihadisten bereits Skulpturen in einem Museum zerschmettert.
Die Milizen des „Islamischen Staats“ haben Palmyra erobert. Damit ist eine weitere historische Kulturstätte in die Hände der Terroristen gefallen. Sie sollen inzwischen etwa die Hälfte Syriens kontrollieren.
Die Terrormiliz IS ist wieder auf dem Vormarsch. In der irakischen Stadt Ramadi eroberten Dschihadisten den Sitz der Provinzregierung. In Syrien rücken IS-Kämpfer immer näher auf die antike Stadt Palmyra vor.
Das Erdbeben in Nepal hat auch das kulturelle und spirituelle Herz des Landes schwer beschädigt. Mehrere Tempel und Schreine stürzten ein – darunter auch Touristenattraktionen wie der einst 62 Meter hohe Dharahara-Turm.
Das Felsplateau der Loreley soll umgestaltet werden. Endlich! Drei Erfurter Büros haben den Wettbewerb gewonnen – und wollen die Natur entrümpeln.
Im Neujungfrauenkloster in Moskau ist ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 100 Feuerwehrmänner waren im Einsatz, um den Brand im Glockenturm des Weltkulturerbes zu löschen.
Die Terroristen vom Islamischen Staat haben nun auch Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Al Hadra in die Luft gesprengt. Eine weitere Stätte des Weltkulturerbes verschwindet.
Die Terrormiliz IS setzt ihre Zerstörung historischer Kulturgüter im Irak fort: Die antike Assyrer-Hauptstadt Nimrud sei von Planierraupen dem Erdboden gleich gemacht worden, berichten Augenzeugen. Die Chefin der Unesco spricht von Kriegsverbrechen.
Die Unesco sieht in der systematischen Zerstörung von Kulturgütern durch die IS eine Tragödie. Die Extremisten zertrümmerten in der irakischen Stadt Mossul zahlreiche bedeutende Kunstwerke.
Die Pariser sind stolz auf ihre Dachlandschaft. Sie könnte bald als Unesco-Welterbe kandidieren – doch die Bürgermeisterin Anne Hidalgo ist nicht begeistert von der Idee. Einig sind sich jedoch alle darin, dass die Dächer zugänglicher gemacht werden sollen.
Die Posse um den muslimischen Schützenkönig, der nicht als König anerkannt werden sollte, hat ein Nachspiel. Offenbar hat die Unesco den Fall zum Anlass genommen, die Aufnahme des Schützenwesens in das Weltkulturerbe auf Eis zu legen. Die Schützen zürnen.
Dass es im Vinschgau phantastischen Marmor gibt, fanden die Einheimischen nie besonders aufregend. Doch nun kommen neugierige Touristen und ein Großauftrag aus New York.
Die Kohle hat die Reviertstadt Mons im Westen Belgiens einst reich und schön gemacht. Dann folgte die Agonie. Und jetzt hofft man auf eine Wiederauferstehung im Geist der Kunst.
Der hessenweit erste gültige Bürgerentscheid gegen die Aufstellung von Windrädern verdient Beachtung. Die vielen Stellungnahmen aus der Landespolitik belegen, dass das Rheingauer Votum über die Region hinaus bedeutend ist.
Eifrig, heißt es, wurde die Goldene Bulle im Mittelalter benutzt. Auch wenn das Jahrhunderte her ist, hat sie Frankfurt zu seiner zentralen Position verholfen. Nun ist das Dokument offiziell Welterbe.
Mit Heidelberg, Mannheim und Hannover werden drei deutsche Städte von der Unesco für Exzellenz geehrt. Das ist eine super Idee, doch bleibt noch eine Frage offen: Was soll das?
An der Wiege unserer Zivilisation, in Syrien und im Irak, werden uralte Religionsgemeinschaften und das künstlerische Welterbe durch die Kämpfer des „Islamischen Staates“ gezielt vernichtet. Wie konnte es dazu kommen?
Von der Hand in den Mund: Im österreichischen Biosphärenpark Großes Walsertal kann man sich sein Essen in der Natur suchen: die Geschichte eines Vier-Gang-Menüs und seiner Entstehung.
Im Osten Australiens soll der größte Kohlehafen der Welt entstehen. Doch in der Nähe liegt auch das Great-Barrier-Riff. Und das sorgt für Streit. Die Landesregierung hat nun einen Kompromiss vorgelegt.
Es ist eine ökologische Ikone und dennoch blieb ihm die höchste Würdigung verwehrt. Jetzt ist das Okavangodelta endlich Welterbe. Über die Zukunft des bedeutendsten afrikanischen Feuchtgebiets gibt es dennoch Zweifel.
Gizeh, Pompeji, Köln: Als Neuzugang auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes steht das Kloster Corvey im westfälischen Höxter in prominenter Gesellschaft. Doch der Ehrentitel hat seine Schattenseite, auch in Europa.
Geprüft und für würdig befunden: Die Unesco nimmt bei ihrer Konferenz in Katar das westfälische Kloster Corvey ins Weltkulturerbe auf. Die Abtei war einst ein geistiges und religiöses Zentrum des Frankenreichs.
Das „Land der offenen Fernen“ bekommt jetzt noch mehr Platz: Das Biosphärenreservat Rhön wird größer - und darf den prestigeträchtigen Unesco-Titel weiter führen.
Nach den Missbrauchsskandalen darf die Odenwaldschule vorübergehend nicht im Netzwerk der Unesco-Projektschulen mitarbeiten. Dies bestätigte die UN-Organisation.
Auf den Tag genau 300 Jahre nach der Einweihung der Kasseler Wasserspiele ist am Sonntag die Urkunde der Unesco übergeben worden. Herkules und Wasserspiele sind offizielles Weltkulturerbe.
Die Salzminen von Bochnia und Wieliczka in Südpolen sind unterirdische Traumlandschaften voller gewaltiger Kathedralen und Sanatorien für Lungenkranke. Doch auch das pralle Leben tobt tief im Bauch der Erde - inklusive Bergwerksdisco und Basketballmatch.
Ein leckgeschlagener Frachter ankert vor dem Weltnaturerbe: Die Regierung von Ecuador warnt vor einer Katastrophe. In einem anderen Nationalpark will sie dennoch nach Öl bohren lassen.
Das Kloster Lorsch ist nicht ohne Grund Welterbe-Stätte. Bald wird die reiche Historie noch mehr zu erleben sein - bis zum Beginn vor 1250 Jahren, als die ersten Mönche kamen.
Die Wasserkuppe gilt dem Land Hessen als Wiege des Segelflugs. Deshalb schlägt es den Segelflug auf der Wasserkuppe für das Kulturerbe der Unesco vor - die Entscheidung soll 2015 fallen.
Streit auf europäischer Bühne: Bei der gemeinsamen Bewerbung „Great Spas of Europe“ sieht Wiesbaden zurzeit wenig Chancen, Weltkulturerbe der Unesco zu werden.
Die für Funde seltener Fosslilien berühmte Grube Messel kommt weiterhin nicht auf große Besucherzahlen. Jetzt sollen Kooperationen mit dem Odenwald-Tourismus helfen.
Noch immer werden die meisten Kinder mit Behinderungen an Förderschulen statt an Regelschulen unterrichtet. Fachleute der Unesco bescheinigen Deutschland darum einen erheblichen Rückstand bei der inklusiven Bildung.
Der Streit um die katholische Moschee von Córdoba ist kein neuer Kulturkampf. Vielmehr geht es um Geld und Politik.
Der Bischof von Córdoba möchte vergessen machen, dass seine Kathedrale einst eine Moschee war. Doch Spanien ist nicht das einzige Mittelmeerland, in dem religiöse Ignoranz die Juwelen der Baukunst bedroht.