Wer früh aufgibt, scheitert nicht
Waldsee ist überall: Die ZDF-Komödie „Ein ganz großes Ding“ ist erzählerisch ganz kleines Karo, dafür aber hinreißend gespielt.
In dem ZDF-Film „Fast perfekte Frauen“ kommen fast keine Männer vor. Und das ist auch gut so und hat seinen besonderen Grund.
Waldsee ist überall: Die ZDF-Komödie „Ein ganz großes Ding“ ist erzählerisch ganz kleines Karo, dafür aber hinreißend gespielt.
Das ZDF widmet dem legendären Showmaster Hans Rosenthal zu dessen 100. Geburtstag eine Hommage. Der Film „Rosenthal“ spart nicht aus, wie unsensibel der Sender dem Holocaustüberlebenden begegnete.
Franz macht bei den unter Mitschülern angesagten Coolnessproben nicht mit. Seine Eltern sind besorgt. Dann tritt Zoe in sein Leben und mischt die Familie auf. Einen besseren Film als „Flunkyball“ hat uns die ARD lange nicht gezeigt.
Körperhorror im Kleiderschrank: Die ARD-Serie „Die nettesten Menschen der Welt“ wagt viel und gewinnt – im linearen Fernsehen läuft sie nur in einer Nacht.
Das Münchner Filmfest endet und – empfiehlt sich als erste Adresse für unabhängiges, junges Kino. Die Branchenleute kommen miteinander ins Gespräch, das Publikum geht mit. Die Bilanz ist nicht schlecht.
Niki Stein und Tatiana Nekrasov zeigen in ihrem Hörspiel „Streife“, dass der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn ein Rätsel bleibt. Könnte es so, wie hier vorgestellt, gewesen sein?
Der Film „Bring mich nach Hause“ stellt die Frage, wo die Grenzen moderner Medizin liegen und wann ein Mensch sterben darf. Es hätte vielleicht ein guter Film werden können.
Mit Mystery-Thrillern haben es ARD und ZDF nicht so. Falls sie es probieren, geht es fast immer schief. Mit dem Film „Die Heimsuchung“ ist das anders. Er stellt uns vor ein schönes Rätsel.
Es beginnt mit einer Verkehrskontrolle und einem tödlichen Unfall. Dann wird es immer seltsamer: Der Film „Gefangen“ ist eine Bilderballade von Leben und Tod. Und stellt uns vor viele Fragen.
Der ARD-Dreiteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes“ handelt von einem realen Fall. Fast dreißig Jahre sucht ein früherer LKA-Chef nach seiner verschwundenen Schwester. Sie ist eines der Opfer der „Göhrde-Morde“.
Implodierende Verzweiflungsbilder: Im Sühnedrama „Wir wären andere Menschen“ übt Matthias Brandt Vergeltung für eine lange zurückliegende Tat. Kollateralschäden nimmt er gerne in Kauf.
Im „Tatort: Ich hab im Traum geweinet“ endet die Fastnacht mit einem brutalen Kater. Die Kommissare landen miteinander im Bett. Einen Mord gibt es auch. Das nennt man filmischen Ausnahmezustand.
Sex, Gewalt und irritierend gute Laune: Kornél Mundruczó inszeniert Molnárs Vorstadtlegende „Liliom“ mit Robotergreifarmen, und Theresia Walser veranstaltet in ihrem neuen Stück ein Blutbad in der Fußgängerzone. Zwei Premieren bei den Salzburger Festspielen.
Das ZDF hat sich einen ost-westdeutschen Kriminalfall anno 1988 im Harz ausgedacht: „Walpurgisnacht“. Trotz Annäherungen gestalten sich die Ermittlungen problematisch.
Ein einzigartiger Fall der deutschen Kriminalgeschichte: Der Film „Ein Kind wird gesucht“ schildert auf beeindruckende Weise den wahren Fall des vermissten Mirco S.
In dem ZDF-Krimi „Lotte Jäger und die Tote im Dorf“ steht die Ermittlerin vor einer unlösbaren Aufgabe. Das könnte reizvoll sein, würde sich der Film vor lauter Spannungsmätzchen nicht überschlagen. Es ist alles zu überdreht.
Wenn die ARD einen Horrorfilm dreht, wird am Ende immer ein Psychodrama daraus. Daran führt auch in „Teufelsmoor“ kein Weg vorbei.
In ZDF-Krimis werden zu oft Babys entführt und Familien erschüttert. Dass man sich „Der Kommissar und das Kind“ dennoch gut ansehen kann, liegt vor allem an Roeland Wiesnekker, dem Hauptdarsteller.
Eine Ökobäuerin wählt einen heiklen Nebenjob: Sie verdingt sich als Escort-Lady. Das tut dem Familienleben auf dem Bauernhof nicht eben gut.
Bilder, die Raum zum Sehen geben, Szenen und Dialoge, die Platz zum Selberdenken lassen: Der Fernsehfilm „Wunschkinder“ begleitet ein Paar mit Nachwuchssorgen – vom Arzt bis ins russische Kinderheim.
In „Lotte Jäger und das tote Mädchen“ bringt eine Kommissarin ein Verbrechen aus der DDR-Zeit ans Licht. Die Täter, allesamt hohe Parteikader, kamen damals davon. Das soll sich ändern.
Internetfernsehen für Mittvierziger: Die Mini-Webserie „Der Lack ist ab“ bietet in zunächst zehn Episoden von jeweils zehn Minuten intelligente Unterhaltung. Kai Wiesinger holte als Koautor, Regisseur und Hauptdarsteller ein illustres Ensemble an Bord.
Der Film „Die Seelen im Feuer“ sollte eigentlich von dem düsteren Thema Hexenverfolgung handeln. Aber beim ZDF geht auch so etwas nicht ohne Lovestory.
Der Fernsehfilm „Es ist alles in Ordnung“ lässt die Gewalt in der Familie eskalieren. In seiner offenen Deutung ist er eine der besten Studien über häusliche Konflikte der letzten Jahre.
Matthias Brandt ist in der Rolle des Stalkers in „Eine verhängnisvolle Nacht“ nicht zu beneiden. Er muss nicht nur gegen den Täterstempel, sondern auch gegen Robert DeNiro anspielen.
Doppelte Böden, so weit das Auge reicht: Der „Tatort. Die schöne Mona ist tot“ zeigt, wie gut ein Krimi sein kann.
Olaf Schubert und Oliver Welke machen aus dem Deutschen Fernsehpreis eine Satire-Show: eine noch nie gesehene Selbstironie des ZDF. Das Gedenken an den verstorbenen Dirk Bach fiel etwas knapp aus.
Dominik Graf zeigt, wie Heikles im Fernsehen dargestellt werden kann. Der Intrigen-Krimi „Das unsichtbare Mädchen“ handelt ebenso klar wie dezent von Kinderprostitution.
Ein Teenager, drei Tote, eine Familie unter Schock - und die Frage nach der Schuld: In Niki Steins Krimi-Drama „Vater Mutter Mörder“ gibt es keine mildernden Umstände.
Ist Christian Wulff eine tragische Figur? Wäre sein Fall ein Stoff für Kino oder Fernsehen? Wir haben bei drei Filmemachern nachgefragt.
Wildkatzen sind die besseren Menschen: Silke Bodenbender geht in „Die Löwin“ für das ZDFauf Safari. Eine grandiose Naturkulisse überdeckt eine eher dünne Geschichte.