Tage im Echtzeitalter
Salman Rushdie kam, Israels Messestand blieb leer, Tonio Schachinger siegte – ein Blick auf die ersten Tage der Frankfurter Buchmesse von A wie Amichai bis Z wie Žižek.
Salman Rushdie kam, Israels Messestand blieb leer, Tonio Schachinger siegte – ein Blick auf die ersten Tage der Frankfurter Buchmesse von A wie Amichai bis Z wie Žižek.
Salman Rushdie ist zur Buchmesse nach Frankfurt gekommen. Wenn man den Schriftsteller trifft: Was könnte man ihn fragen? Am besten etwas besonders Originelles. Wir haben es versucht.
Am Sonntag erhält Salman Rushdie in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Am Freitag war er auf der Buchmesse zu Gast.
Beim EU-USA-Gipfel in Washington geht es um Zölle und Rohstoffe, an der Ostseeküste drohen Überschwemmungen und auf der Frankfurter Buchmesse beginnen die Publikumstage. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Aus den arabischen Ländern mehren sich die Absagen: Verleger und Buchmenschen protestieren gegen die Verschiebung der Preisverleihung an Adania Shibli.
Der Bundeskanzler reist nach Israel, in Polen stehen die Zeichen auf Machtwechsel und in Frankfurt wird die Buchmesse eröffnet. Der F.A.Z.-Newsletter.
Salman Rushdie schreibt ein Buch über das Attentat auf ihn.
Rushdie war 2022 bei einer Veranstaltung angegriffen und schwer verletzt worden. Seither ist er auf einem Auge blind. Nun will er die Gewalt mit Kunst beantworten – und über das Geschehene schreiben.
Literarisch verwurzelt in Indien trotz politischer Verfemung: Am 22. Oktober erhält Salman Rushdie in Frankfurt den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Eine Analyse seines Schreibens über und Leidens an Indien.
„Pretty much alright“: Salman Rushdie, der sich seit dem Angriff auf ihn kaum öffentlich zeigte, hat auf dem Berliner Literaturfestival einen Zoom-Auftritt.
Gott liebt Geschichten, und Indien gedeiht in deren Überfülle: Abraham Vergheses Roman „Die Träumenden von Madras“.
Herta Müller, Durs Grünbein, Salman Rushdie fragen in einem Brief an Lukaschenko nach seinen politischen Häftlingen. Von Maria Kolesnikowa, Viktor Babariko, Sergej Tichanowski und Dutzenden anderen fehlt seit Monaten jede Spur.
Salman Rushdie erhält den diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Das ist eine gute Nachricht. Denn der Schriftsteller verkörpert genau die liberale Meinungs- und Kunstfreiheit, gegen die sich die Fatwa im Kern richtet.
Dass Salman Rushdie trotz der Todes-Fatwa und dem Attentat von Chautauqua noch lebt, ist ein großes Glück. Dass er nun den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, ist sehr zu feiern.
2015 sprach er zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, nun wird Salman Rushdie zu ihrem Abschluss mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt.
Was sich die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis verleiht, bislang nicht traute: Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an Salman Rushdie – eine brillante und mutige Wahl.
1989 verhängte Irans Mullah-Regime eine Fatwa gegen Salman Rushdie. Nun bekommt der kompromisslose Streiter für Aufklärung und Meinungsfreiheit den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Darauf haben wir 34 Jahre lang gewartet.
„Ein wenig eingeschüchtert“ von der Liste seiner Vorgänger: Salman Rushdie bekommt an seinem Geburtstag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuerkannt.
Vor neun Monaten wurde der Schriftsteller Salman Rushdie lebensbedrohlich verletzt. Nun ist er erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Seine Botschaft: „Gewalt darf uns nicht abschrecken.“
Regisseur Ihsan Othmann hat ein ehrgeiziges Ziel: „Mem û Zîn“ soll bald uraufgeführt werden. Bei den Maifestspielen kann man Szenen der ersten kurdischen Oper erleben.
Ein halbes Jahr nach der Messerattacke auf Salman Rushdie erscheint dessen neuer Roman „Victory City“: ein Epos, das man als epische Kampfansage lesen muss.
Was bleibt, stiften Dichter, nicht Gewaltherrscher: Diese Überzeugung hat Salman Rushdie seinem Roman „Victory City“ schon vor dem Attentat auf ihn eingeschrieben. Umso drastischer wirkt das jetzt auf Deutsch erschienene Buch.
Acht Monate nachdem er das Attentat auf sich nur knapp überlebt hat, zeigt sich Autor Salman Rushdie dankbar. In einem Interview kritisiert er auch die aus seiner Sicht mangelnden Sicherheitsvorkehrungen an dem Tag.
Das Manuskript für „Victory City“ war fertig, bevor ein Attentäter Salman Rushdie vergangenes Jahr schwer verletzte. Der Roman handelt von Gewalt, Sprache – und einem Königreich der Frauen.
In seiner Autobiographie schreibt Prinz Harry, dass er im Krieg 25 Taliban getötet habe. Diese Äußerung irritiert nicht nur – sie bringt den öffentlichkeitshungrigen Royal und sein Umfeld in ernsthafte Gefahr.
Auch in diesem Jahr hat die erweiterte Feuilletonredaktion der F.A.S. darüber abgestimmt, wer die beeindruckendsten Kulturpersonen der vergangenen zwölf Monate gewesen sind. Auf wen die Wahl fiel, erfahren Sie hier.
Annie Ernaux, die Autorin der Selbstbehauptung, erhält den Nobelpreis für Literatur 2022. In den Tagen der Verleihung in Stockholm hält die Kritik daran an. Mittendrin eine Preisträgerin als distanzierter Stargast ihrer eigenen Feier.
Auf den ersten drei Plätzen: die iranischen Freiheitskämpferinnen, Serhij Zhadan und Salman Rushdie.
Vor zweieinhalb Monaten wurde Salman Rushdie bei einer Veranstaltung niedergestochen. Nun verrät sein Agent: Der Schriftsteller ist seitdem auf einem Auge blind und kann auch eine Hand nicht mehr bewegen.
Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an Annie Ernaux. Die Schwedische Akademie enttäuscht damit manche Erwartungen an eine rein politische Wahl und bleibt ihren eigenen Prinzipien treu.
Der Literaturnobelpreis geht an die Französin Annie Ernaux. Das gab die Schwedische Akademie an diesem Donnerstagmittag in Stockholm bekannt.
Trotz aufflammender Debatten über die Meinungsfreiheit in religiösen Fragen: Die Vorstellung vom Clash of Civilisations hat sich in einer Welt hybrider Identitäten nicht bewahrheitet.
Muslimische Staaten haben alle dasselbe Feindbild: die Meinungsfreiheit. Eine Chronik der Fatwas, Attentate und Morde.
Die Taliban tyrannisieren weiter afghanische Frauen, und um die Ortskräfte kümmert sich niemand mehr. Tausende IS-Mitglieder spuken in Syrien und Irak herum. Haben wir den Islamismus vergessen?
Die Meinungsfreiheit steht unter Beschuss. Wir brauchen mehr offene Debatten und zugleich Grenzen gegenüber Gewalt und Selbstjustiz.
Gelungene erste öffentliche Veranstaltung: PEN Berlin lässt im Berliner Ensemble zwölf seiner Gründungsmitglieder zur Feier von Salman Rushdie und der Meinungsfreiheit lesen.