Mißfelders Erben
Die Junge Union ist ein Trainingslager. Wie schmiede ich Bündnisse, wie schalte ich Gegner aus? Benedict, der Haudegen, und Kapuzenpullipaul kämpfen um das Amt des Vorsitzenden.
Die Junge Union ist ein Trainingslager. Wie schmiede ich Bündnisse, wie schalte ich Gegner aus? Benedict, der Haudegen, und Kapuzenpullipaul kämpfen um das Amt des Vorsitzenden.
Martin Walser hat sein Verhältnis zum Judentum überdacht. Gemeinsam mit Susanne Klingenstein erinnert er in Überlingen an den jiddischen Romancier Sholem Yankev Abramovitsh.
Das Gespenst eines rückschrittlichen Nationalismus und des Endes der EU wird beschworen. Aber es sind nicht die Anhänger der Unabhängigkeit Schottlands, die Europa gefährden.
Bis zum Ersten Weltkrieg traf sich das Alte Europa in Opatija an der österreichischen Adria. Dann änderte sich alles. Ein Nostalgiezug fährt heute in die für immer verlorene Epoche.
Intrigen, Sparzwang, Zickenkriege und Liebesgeschichten: In Frankreich werden Zweifel an der Notwendigkeit eines Kulturministeriums laut.
Thomas Mann, als Schriftsteller und Musikliebhaber genial, war als Kunstkenner allenfalls bürgerlicher Durchschnitt. So lautet das gängige Urteil. Zwei Lübecker Museen beweisen nun das Gegenteil.
„Lügen und andere Wahrheiten“ über Beziehungsnöte in einer deutschen Mittelstadt ist ein derzeit typischer deutscher Film. Das heißt nicht unbedingt Gutes.
Viele afrikanische Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs kamen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Eine Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt erinnert an dieses fast vergessene Kapitel.
Trevor Christensen macht Nackt-Porträts. Allerdings behalten die Porträtierten dabei ihre Kleider an. Nackt ist hier nur der Fotograf selbst. Warum er das macht, erzählt er im Interview.
Trevor Christensen macht Nackt-Porträts. Allerdings behalten die Porträtierten dabei ihre Kleider an. Nackt ist hier nur der Fotograf selbst.
Eine Frau mit Blumenkranz, zwei Jungen, deren Arme das Landeswappen formen: Graffiti, Aufkleber und Schablonenbilder entwickeln sich in der Ukraine zu einer staatstragenden Kunstform.
Was den Berufsweg von Politikern angeht, so kommt heutzutage die Ochsentour zwar immer noch vor, es finden aber verstärkt Quereinstiege statt.
Ein Kupferschmiedemeister hat sich seinen Traum von einer eigenen Brennerei erfüllt. Heute besitzt er Patente und einen gut bestückten Whiskykeller.
In Düsseldorf und Köln eröffnen die Galerien, und mittendrin erklärt Jonathan Meese malend den Parsifal – und viele andere Absonderlichkeiten.
Ein Jahr nach dem Tod von Marcel Reich-Ranicki erscheint jetzt seine Geschichte der deutschen Literatur. Sie ist auch das funkelnde Porträt ihres Verfassers.
Politikerinnen werden im Internet sexistisch beleidigt. Mit steigendem Bekanntheitsgrad werden die Belästigungen schlimmer. Teilweise wird ihnen mit Mord gedroht. Sogar von verurteilten Gewalttätern.
Das Buch seiner ehemaligen Partnerin kratzt am Ruf des französischen Präsidenten. Inzwischen haben die Behauptungen der früheren Première Dame eine politische Wirkung entfaltet, die sich angesichts der gescheiterten Krisenpolitik Hollandes als verheerend erweist.
Warum vermachte der Sammler Cornelius Gurlitt seine Bilder dem Berner Kunstmuseum? Eine Ausstellung in Aarau liefert Hinweise. Sie führen zu dem im Nationalsozialismus verfemten Maler Karl Ballmer zurück - und zum Gegenwartskünstler Marc Bauer hin.
Sie überlebte Auschwitz und verliebte sich in den Sohn des Vorzeigeregisseurs der Nationalsozialisten, Veit Harlan: Das unglaubliche Leben der polnischen Schriftstellerin Krystyna Žywulska, die heute hundert Jahre alt geworden wäre.
Schloss Janowitz war für Karl Kraus der Schutzraum, den er brauchte, um „Die letzten Tage der Menschheit“ zu schreiben. Die Hausherrin Sidonie Nádherný wurde seine Muse und Schicksalsfrau. Ein Baustellenbesuch.
Ohne seine Ritterburg wäre dieser Luftkurort nur ein besonders hübsches Fachwerkstädtchen in Mittelhessen. Mit der Burg aber ist er ein Magnet. Leichte Reibungen zwischen der adeligen Familie Solms-Braunfels und der Gemeinde wirken zusätzlich anziehend.
Michel Houellebecq prophezeit seinem Land eine schlechte Zeit. Wann aber erscheint endlich sein nächstes Buch?
Die Filme des preisgekrönten Künstlers Teboho Edkins sind sparsam in ihren Mitteln, aber massiv in ihrer Wirkung. Aufgewachsen als Sohn eines Südafrikaners und einer Deutschen in Lesotho zeigt er die Probleme seiner Heimat.
Kurz nach der Nuklearkatastrophe in Japan vor fast dreieinhalb Jahren nahm sich eine Frau das Leben - weil sie fliehen musste. Der Atom-Konzern Tepco ist nun verurteilt worden.
Macht- und prachtvoll war der Klerus vor Luther: Merseburg feiert seinen Kirchenfürsten Thilo von Trotha, der die Bedeutung des Buchdrucks begriff - und ihn für seine Zwecke einzusetzen wusste.
Vor siebzig Jahren eroberten vorrückende amerikanische Einheiten, eine französische Division und der bewaffnete Widerstand die französische Hauptstadt zurück. Zwei Pariser Ausstellungen erinnern an die Tage im August 1944.
Er lässt sie los, und sie kommen immer wieder zu ihm zurück. Hans Löbens ist begeistert vom Brieftaubensport. Bei jungen Leuten ist der immer weniger beliebt.
In seiner Wohnung am Rande von Paris empfängt der Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt den deutschen Publizisten Reiner Stach, um mit ihm über eine gemeinsame Leidenschaft zu reden: Franz Kafka.
Auf schriftliche Bewerbungen gibt Gerhard Luther wenig. Praktisches Talent und Zuverlässigkeit der Bewerber sind ihm wichtig. Wer in seiner Tischlerei lernen will, ist erst mal Praktikant.
Kein Anbau von Gehry, keine Sponsoren: Warum die Corcoran Gallery in Washington, eines der ältesten Kunstmuseen des Landes, zerschlagen wird.
1975 hatte er als Jurastudent mit dem Entrümpeln angefangen, später avancierte er zum bekannten Umzugsunternehmer und Berufskläger. Jetzt starb Klaus Zapf im Alter von 62 Jahren.
Zu Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders war der Familie Wohlstand wichtiger als Geborgenheit. Die Kinder litten an seelischer Unterernährung. Das Porträt eines Nachkriegskindes.
Gespräche sind im Berghain nicht üblich: Der sagenumwobene Club in Berlin wird zehn Jahre alt und feiert sich selbst mit einer Kunstausstellung. Die neun ausstellenden Künstler verwandeln Partyrelikte in Reliquien.
Arthur Conan Doyle ist der Schöpfer von Sherlock Holmes. Aber wirklich stolz war er auf seine Geisterfotografie. Der Literaturhistoriker Bernd Stiegler löst diesen merkwürdigen Fall mit zwei neuen Büchern.
Salzburg erfindet sich und seine Kulturlandschaft gerade neu. Doch zur Festspielzeit gibt es eine liebgewordene Tradition: Die Galerien zeigen ihre besten Künstler. Ein Rundgang durch die Stadt zeigt: Das Programm kann sich messen lassen.
Am 6. Oktober wird in Frankfurt die kommerziell wichtigste Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur verliehen: der Deutsche Buchpreis. Die Longlist setzt konsequent aufs Bewährte. Mit schwer erträglichen Auslassungen.