Mehr Geld für Goethe-Institut
Das Goethe-Institut darf 2023 mit 15 Millionen Euro zusätzlich rechnen. Damit ist die angekündigte Mittelkürzung im Bundeshaushalt abgewendet. Der größte Teil des Betrags ist allerdings an eine Bedingung geknüpft.
Das Goethe-Institut darf 2023 mit 15 Millionen Euro zusätzlich rechnen. Damit ist die angekündigte Mittelkürzung im Bundeshaushalt abgewendet. Der größte Teil des Betrags ist allerdings an eine Bedingung geknüpft.
Nach anhaltender Kritik an den Sparplänen hat der Bundestag die zunächst geplanten Kürzungen für das Goethe-Institut jetzt zurückgenommen. 15,1 Millionen Euro mehr Förderung wurden beschlossen.
In Israel gibt es Streit um eine geschichtspolitische Veranstaltung des Goethe-Instituts, auf der es um empathisches Erinnern an den Holocaust und die Vertreibung Hunderttausender Palästinenser 1948 gehen soll.
Bisher gehörte der Kulturdialog verlässlich zum Selbstbild der Bundesrepublik. Auch das hat sich durch den Krieg geändert, wie die Etatkürzungen beim Goethe-Institut zeigen. Droht eine mentale Abschottung?
Vor fünfzig Jahren nahmen die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik diplomatische Beziehungen auf. Mithilfe des Westens wurde China zu jener Macht, die immer repressiver auftritt.
Giorgia Meloni hat nicht viel für die deutsche Sprache und Kultur übrig. Das Goethe-Institut in Italien ist deshalb wichtiger denn je. Doch es muss seine Arbeit einschränken.
Aus Menschen werden Feinde: Was es bedeutet, wenn Deutschland die eigene Kultur im Ausland nicht mehr fördert. Ein Gastbeitrag.
Der Bund will dem Goethe-Institut und anderen Institutionen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik deutlich weniger Geld geben. Weiß man so genau, was man da streicht?
Auch im Haushaltsentwurf 2023 soll das Goethe-Institut weniger Geld erhalten. Deutschlands Kulturvertretung im Ausland verliert rund zehn Prozent seiner Mittel.
In ihren letzten Jahren verschanzte sich Marlene Dietrich in ihrer Wohnung in Paris. Nur mit ein paar Freunden telefonierte sie – und mit unserem Autor. Ihre Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter hat er aufgehoben.
Die Bundesregierung streicht Stipendien und Förderprogramme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Was passiert, wenn Bildung kleingeschrieben wird?
Sparvorgaben und Strukturreform: Als Nebenjob hätte Carola Lentz es sowieso nie gesehen, ehrenamtliche Präsidentin des Goethe-Instituts zu sein. Nun aber muss sie mit Einschnitten kämpfen, in Kriegs- und Krisenzeiten.
Der nächste Fehltritt in der Antisemitismus-Debatte: Am Einstein-Forum wird Jean Améry, der hellsichtigen Kritiker des Antizionismus, zum Kronzeugen der Israel-Dämonie gemacht.
Amber Pansters und Finn Lakeberg haben sich einen Zweitberuf zugelegt: Die beiden Ensemblemitglieder von Tanzmainz kuratieren einen Teil des deutschen Tanzkongresses in Mainz und wollen vor allem Tänzerkollegen den Austausch ermöglichen.
In das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach Gymnasium in Berlin Mitte kommen häufig Schüler aus dem Ausland. Neuerdings vor allem aus der Ukraine.
Ruangrupa gerieren sich als politisch hellwache Macher der diesjährigen documenta. Warum nutzen sie das Forum dann nicht für Kritik an ihrer indonesischen Heimat?
Wolf Biermanns Besuch in Italien ist überschattet vom Krieg. Fast resigniert klingt er schon – und ruft dann „Paff!“ ins Mikrofon, um die Leute wieder wachzurütteln.
Die Dirigentin Oksana Lyniv ist die berühmteste ukrainische Musikerin der Welt. Bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sollte sie Musik von Peter Tschaikowsky dirigieren. Es ist ihr unmöglich. Dahinter steht ein Grundsatzproblem von europäischer Tragweite.
Russland wird wegen des Angriffs auf die Ukraine von Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen weltweit ausgeladen.
Yazan Khalili ist ein Sprecher des auf der Documenta 15 eingeladenen Künstlerkollektivs „The Question of Funding“. Er äußert sich zu dem Vorwurf, er habe Antisemitismus verbreitet.
Krankenpfleger werden händeringend gesucht. Auch deswegen organisierte man in Stuttgart ein teures Modellprojekt. Es scheiterte. Dabei war das Problem von Beginn an offensichtlich.
Der Libanon ist ein von Katastrophen und Korruption gebeuteltes Land. Die Kunst aber bleibt standhaft, auch wenn viele Menschen das Land frustriert verlassen.
Auf seiner Jahrespressekonferenz in München zog das Goethe-Institut Bilanz und sprach nicht von deutscher Kultur, sondern nur von global-diversen Ideen für 2022.
Der Bundesrepublik Deutschland gehört eine mondäne Stadtvilla in New York. Jetzt ist der Architekt David Chipperfield mit ihrem Umbau betraut. Die Ideen für eine künftige Nutzung gehen weit.
Vielfalt oder Aneignung? Die Oper spielt seit jeher mit der Andersartigkeit. Immer öfter heißt es jedoch: Inszenierungen würden kulturelle Stereotype bedienen. Wie gehen Bühnen- und Kostümbildner damit um?
Das Goethe-Institut wird siebzig Jahre alt, feiert sich selbst und zieht Bilanz. Nur von deutscher Kultur ist auffallend wenig die Rede.
Während Bundesligaspieler Hunderttausende Euro einstreichen, können die meisten Leistungssportler vom Sport allein nicht leben. Sie müssen sich schon in ihrer aktiven Zeit um eine Zweitkarriere bemühen. Wie das gelingt und wer hilft.
Ein Podium im Berliner Wissenschaftskolleg sollte die Anliegen des „Netzwerks Wissenschaftsfreiheit" und der „Initiative Weltoffenheit" zusammenführen. Warum fiel ihre Resonanz in der Öffentlichkeit so unterschiedlich aus?
Bei einer Explosion in einer schiitischen Moschee sind am Freitag im Nordosten Afghanistans dutzende Menschen getötet worden. Die Taliban sprechen von einem Anschlag. Ein IS-Ableger reklamiert die Tat für sich.
Traditionell zum Geburtstag des Dichters werden seit 1955 die Goethe-Medaillen vergeben. In diesem Jahr erhielten die Auszeichnung Wen Hui, Princess Marilyn Douala Manga Bell und Toshio Hosokawa.
Rabih Mroué gastiert mit Installationen und Performances häufig in Rhein-Main. Nun ist er Mitkurator des Festivals „This Is Not Lebanon“.
In Belarus wurden wichtige Kultureinrichtungen und Medien geschlossen. Jetzt wirbt Präsident Lukaschenko um die Künstler und Intellektuellen seines Landes, stellt ihnen jedoch harte Bedingungen.
Das Goethe-Institut und der DAAD in Minsk werden geschlossen. Mit der konsequenten Vernichtung kultureller Freiräume will der Staatsapparat von Präsident Lukaschenko das Land isolieren und die Bevölkerung disziplinieren.
Das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Auslandsdienst beenden ihre Arbeit in Belarus. In Berlin spricht man von einem Schritt, der Belarus international weiter isolieren werde.
Seit zwölf Jahren steht der ehemalige Sitz des Goethe-Instituts an New Yorks Fifth Avenue leer. Jetzt soll das Gebäude endlich nach Plänen von David Chipperfield saniert werden.
Eigentlich sollte sie Lehrerin werden. Doch Oksana Lyniv schaffte innerhalb weniger Jahre den Aufstieg zur Dirigentin. Ein Gespräch über Opernsouffleusen, Mahler als Prophezeiung und die deutsche Sprache im Selbststudium.