Darum mangelt es an neuen Antibiotika
Sanofi in Frankfurt und Fraunhofer erproben ein mögliches Antibiotikum im Tierversuch - die Entwicklung braucht Zeit. Hersteller hadern mit Rabattverträgen und Preiserhöhungsverbot.
Sanofi in Frankfurt und Fraunhofer erproben ein mögliches Antibiotikum im Tierversuch - die Entwicklung braucht Zeit. Hersteller hadern mit Rabattverträgen und Preiserhöhungsverbot.
Der Präsident der hessischen Ärztekammer spricht von einer „Katastrophe“: Immer öfter können Arzneimittel nicht geliefert werden. Ersatz-Medikamente wirken oft schlechter.
Antibiotika sind die schärfsten Waffen gegen Bakterien. Aber langsam werden sie stumpf. Denn immer noch werden sie falsch und vor allem zu lange verschrieben.
Überflüssig und falsch: Antibiotika werden oft fehlerhaft verschrieben. Forscher haben nun versucht herauszufinden, wie die Vergabe verbessert werden kann. Ihr Ergebnis: Ein überwachter Managementplan.
Novartis schlug sein Vorprodukte-Werk in Frankfurt los – seitdem geht es mit ihm nur noch weiter bergab. Inzwischen ist der schlimmste anzunehmende Fall eingetreten.
Erreger, gegen die kein Antibiotikum hilft, machen Wissenschaftlern schon seit Langem Sorgen. In Amerika gab es jetzt einen extremen Fall.
Darm mit Charme? Die Bedeutung, die unser Bauch für unsere Gesundheit hat, ist enorm. Der Wissenschaftler Peer Bork klärt , was die Darmflora über uns verrät.
Ist es wirklich ein Problem, Antibiotika mit Milch zu schlucken? Unsere Autorin hat sich Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln angeschaut.
Krankenhauskeime sind lebensgefährlich. Deswegen gibt es straffe Hygiene-Regeln. Dennoch sterben jährlich nach Meinung von Experten 5.000 Patienten an mangelnder Sauberkeit. Warum? Eine OP-Schwester erzählt.
Die Vereinten Nationen haben die Ära der Antibiotika noch nicht abgeschrieben. Diese Woche ist in New York beraten worden, was die Staaten tun können, um unsere wichtigsten Medikamente zu retten. Wir haben dazu den Leiter des Robert-Kochs-Instituts in Berlin, Lothar Wieler, befragt.
Helicobacter pylori verursacht Magengeschwüre und Schlimmeres. Aber er kann auch vor Krankheiten schützen. Trotzdem soll er jetzt weitgehend ausgerottet werden. Nicht jeder hält das für eine gute Idee.
Multiresistente Keime sind nicht nur im Krankenhaus ein Problem – auch im Pflegebereich gibt es Nachbesserungsbedarf.
Krankenhauskeime sind eine Bedrohung, die jährlich bis zu 15.000 Menschenleben fordert. Zwar können Kliniken ihre Patienten nicht vor allen schützen – aber vieles besser machen.
Der Weltverbrauchertag steht in diesem Jahr unter dem Motto Antibiotikaresistenz. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt mündlich in Sachen Atomausstieg.
Die Sepsis gehört noch immer zu einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Das Risiko, daran zu erkranken, steigt auch für vermeintlich Gesunde. Eine bessere und schnellere Versorgung ist nötig.
Der Pharmakonzern Sanofi verliert mit seinem in Frankfurt hergestellten wichtigsten Medikament merklich an Umsatz. Dennoch lobt der neue Chef in Paris den Standort am Main.
Wenn Umweltaktivisten und Verbände wie Bioland die Agrarindustrie kritisieren, geht es oft um den Einsatz von Antibiotika. Jetzt wird klar: Biobauern nutzen sie selbst.
Forscher aus Frankfurt und Gießen untersuchen, wie sich antibiotikaresistente Bakterien ausbreiten. Auch die aktuellen Flüchtlingsströme haben sie dabei im Blick.
Das Antibiotikum Colistin ist eine effiziente Waffe gegen gefährliche Keime. Doch es bilden sich auch hier erste Resistenzen. Der Grund ist die Verwendung bei der Tiermast.
Kinder- und Jugendärzte wollen, dass weniger Antibiotika verabreicht werden. Das klappt nur mit Hilfe der Eltern. Ein Gespräch mit dem Kinderarzt Lutz Müller.
Der Kampf gegen die gefährlichsten Keime ist nicht verloren. Die öffentliche Hand sollte den Pharmafirmene neue Finanzierungsmodelle anbieten. Drei Optionen gibt es, meint der britische Regierungsberater.
Kohlenhydrate und ihre Erforschung, die globale Antibiotika-Krise, Brustersatz nach Krebs, ein winziger Teilchenbeschleuniger - das sind einige der Themen in unserer Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“.
Resistente Keime töten Menschen. Pharmakonzerne kehren jetzt in die Forschung für neue Antibiotika zurück. Aber sie wollen Hilfe von der Politik.
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Sandoz will bald keine Arzneiwirkstoffe mehr aus Frankfurt-Höchst liefern. Andere Pharmafirmen halten zwar an der Produktion fest, haben aber ihre Gründe, Heil in freiverkäuflichen Medikamenten zu suchen.
Der inflationäre Einnahme von Antibiotika könnte zur Katastrophe führen. Auf Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht das Thema deswegen auf der Tagesordnung des G-7-Gipfels.
Angela Merkel zur Visite in Frankfurt: Der Pharmahersteller Sanofi nimmt zusammen mit der Kanzlerin die neue Insulin-Fertigung in Betrieb. Doch der Besuch der Kanzlerin ist mehr: ein industriepolitisches Signal.
90 Mädchen und Jungen in einem Kindergarten im Kreis Limburg-Weilburg müssen vorsorglich Antibiotika schlucken: Der Grund: Eine Erzieherin hat sich mit dem TBC-Erreger infiziert.
Die Entwicklung neuer Medikamente ist langwierig und kostenintensiv. Das Beispiel der Antibiotika zeigt, wie wichtig neue Wirkstoffe auch für Industrieländer sind, um Infektionen mit multiresistenten Keimen in Schach zu halten.
In deutschen Ställen werden tonnenweise Antibiotika an Tiere verabreicht. Nach Ansicht vieler eine Gefahr für die Wirksamkeit der Mittel auch beim Menschen. Nun könnten einige Arzneien verboten werden.
Eon hat laut Medienberichten im vergangenen Jahr den größten Verlust der Konzerngeschichte verbucht, EU-Staaten wollen begrenzte Roaming-Gebühren weiter erlauben und der Bund zahlt eine Millionen-Finanzhilfe an Airbus für den Großraumflieger A350 aus.
Gegen Antibiotika resistente Keime gefährden die Gesundheit. Ein Teil kommt aus der Landwirtschaft, mehr aus Kliniken. Und die Haustiere?
Die europäischen Lebensmittel- und Gesundheitswächter berichten über immer mehr problematische Keime im Fleisch. Ein schlimmer Verdacht bewahrheitet sich jedoch nicht.
Dass Keime, die gegen Antibiotika resistent sind, meist aus der Massentierhaltung stammen, glauben große Teile der Bevölkerung. In einem neuen Gutachten betonen Risikoforscher aber, dass auch die Humanmedizin Gefahren erzeugt.
Ein gegen Antibiotika resistenter Keim hat sich in der Kieler Uniklinik ausgebreitet. Zwölf Patienten infizierten sich, mehrere starben. Die Stiftung Patientenschutz spricht von Überforderung.
Ein Antibiotikum, das Bonner Wissenschaftler entdeckten, weckt große Hoffnungen: Die Substanz vernichtet MRSA-Keime und könnte jahrzehntelang wirken, bevor die Bakterien sie so überlisten, wie sie es mit vielen gebräuchlichen Antibiotika schon geschafft haben.