Braucht Griechenland mehr Geld?
Müssen die Euro-Finanzminister schon im September das Hilfsprogramm für Athen nachjustieren? Ja, sagt ein hoher EU-Beamter. Andernfalls droht angeblich eine Milliarden-Finanzlücke.
Müssen die Euro-Finanzminister schon im September das Hilfsprogramm für Athen nachjustieren? Ja, sagt ein hoher EU-Beamter. Andernfalls droht angeblich eine Milliarden-Finanzlücke.
Am Donnerstag besucht Finanzminister Schäuble Griechenland. Wie geht es weiter mit seiner Schuldenkrise? Prominente Ökonomen erwarten einen Schuldenschnitt.
500 Millionen Euro speziell für kleine und mittelgroße griechische Unternehmen wollen die europäischen Partnerländer offenbar mobilisieren. 100 Millionen davon stemmt Deutschland alleine.
Infolge der Finanzkrise kämpfen viele griechische Banken ums Überleben. Der Bankenrettungsfonds des Landes hat nun zwei weitere Pleiteinstitute in eine andere Bank integriert.
Kardinal Peter Turkson ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Heute ist er einer der einflussreichsten Männer des Vatikans. Im Interview mit der F.A.Z. ruft er die Krisenstaaten Europas dazu auf, ihre Ansprüche herunterzuschrauben.
„Hellenisches Öffentliches Fernsehen“ heißt Griechenlands neuer Staatssender. Nachrichtensendungen zeigt er derzeit nicht.
Bekommt Griechenland noch mal Hilfe von den anderen Europäern? Das halten viele für möglich - jetzt auch Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Portugal und Irland können ebenfalls auf weitere Hilfe hoffen.
„Alle, die Geld haben, müssen helfen. Anders geht es nicht“, heißt es aus dem Finanzministerium. Zahlen soll, wer teure Autos fährt, ein eigenes Schwimmbad hat oder Yachten und Hubschrauber besitzt.
Der französische Europaminister fordert, dass der Euro-Rettungsfonds ESM griechische Banken direkt rekapitalisiert. Er sieht so für Griechenland bessere Bedingungen auf den Kapitalmärkten.
Athens Reformen reichen nicht: Um attraktiv für (private) Investoren zu werden, muss das Land es leichter machen, Unternehmen zu gründen, Eigentum schützen und noch viel Bürokratie abbauen.
Die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Athen erfolgt bis Oktober in mehreren Raten. Das hat die Eurogruppe am Montagabend beschlossen. Bis Herbst kann Griechenland mit 6,8 Milliarden Euro rechnen.
Griechenland weiß immer noch nicht, worauf es nachhaltiges Wirtschaftswachstum gründen soll. Solange sich das nicht ändert, hat der Staat keine Zukunft - auch wenn er den Haushalt saniert.
Die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland wird in Raten erfolgen und an Bedingungen geknüpft. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss werden die Finanzminister des Euroraums nach Informationen der F.A.Z. an diesem Montag treffen.
Bis zur letzten Minute verhandeln die internationalen Geldgeber der Troika und die Regierung in Athen über die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Hilfskredite für Griechenland. Am Montag soll die Troika ihren Bericht den Euro-Finanzministern vorlegen.
Die Kanzlerin erweist sich in dem Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ als Spielverderberin. Schuldenschnitt für Griechenland? „Sehe ich nicht.“
In Südeuropa verkauft Adidas weniger als erhofft - wegen der Wirtschaftskrise. Doch insgesamt soll es dem Unternehmen nicht schlechter gehen, sagt der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer.
Die EZB weist Berichte zurück, nach denen der deutsche Notenbanker Jörg Asmussen Zypern gedroht habe, das Hilfsprogramm abzubrechen. Und der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warnt vor einem Schuldenschnitt in Griechenland.
Die EU macht mobil: Zumindest der Wille ist groß, gemeinsam die teils hohe Jugendarbeitslosigkeit auf dem Kontinent zu verringern. Gut fünfeinhalb Millionen Menschen unter 25 Jahren sind auf Jobsuche.
Im hochverschuldeten Griechenland gehen die Reformbemühungen kaum voran. Neuen Spekulationen über einen Schuldenschnitt ist Kanzlerin Merkel jetzt entgegengetreten. Bundesregierung und Europäische Zentralbank wollen stattdessen Fortschritte im Land sehen.
Enttäuscht aufgenommene chinesische Konjunkturdaten und die Regierungskrise in Portugal belasten den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch.
In Griechenland bleibt die Lage weiter schwierig. Von einem Ultimatum möchte die EU-Kommission zwar nicht reden, doch die Finanzminister der Eurozone wollen endlich Taten sehen.
An diesem Mittwoch wollen Europas Staatschefs ausmachen, wie sie die hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Griff bekommen. Junge Menschen haben vor allem in den Krisenländern wenig Perspektive.
Erdgas aus Aserbaidschan soll Europa unabhängiger von Russland machen. Über die genaue Route wurde lange gestritten. Nun ist klar: Das Gas soll nicht über die geplante Nabucco-Leitung fließen, sondern über eine Trans-Adria-Pipeline durch Griechenland. Das freut den griechischen Regierungschef Samaras.
Das Geld ist da, aber es gibt zu viele bürokratische Hindernisse, um es auch zu bekommen. Nach Ansicht der Beratungsgesellschaft PwC muss sich nicht nur das ändern, sondern auch die Tourismusbranche Griechenlands konsolidieren. Und eine Förderbank wäre gut.
Ein Vergleich des Europäischen Statistikamts offenbart riesige Preisunterschiede in Europa. Die teuersten Länder sind Norwegen und die Schweiz – Deutschland liegt vor allem bei den Preisen für Fleisch deutlich über dem EU- Durchschnitt.
Der Eurogruppen-Chef Dijsselbloem hat gefordert, dass die Geldgeber-Troika ihre Überprüfung für Griechenland dringend abschließen muss. Sonst drohe eine Verzögerung bei der nächsten Hilfszahlung. Auch der IWF erhöht angeblich den Druck auf Griechenland.
Die griechische Privatisierungsbehörde Taiped kämpft gegen das Desinteresse ausländischer Investoren. Selbst für lukrative Unternehmen bekommt sie kaum attraktive Angebote.
207 Milliarden Euro an Krediten wurden bisher nach Athen überwiesen. Fast 160 Milliarden davon gingen nach Recherchen von Attac an Banken und reiche Kapitalanleger. Die Zeche zahlten die griechischen Bürger.
Die Abschaltung des staatlichen Rundfunks spaltet die griechische Regierung. Regierungschef Samaras ist jetzt mit einem Kompromissvorschlag gescheitert. Sollte die Regierung daran zerbrechen, drohen Neuwahlen.
Die letzten zehn Kilometer sind stets am härtesten. Auch für Griechenland.
Bislang stemmt die Troika aus EU, EZB und IWF die europäischen Hilfsprogramme für verschuldete Länder gemeinsam. Doch zwischen Brüssel und dem Internationalem Währungsfonds gibt es immer mehr Unstimmigkeiten.
Der Chef des Euro-Krisenfonds schimpft im F.A.Z.-Interview über den IWF und empfiehlt langfristig ein rein europäisches Krisenmanagement. Regling erwartet neue Aufgaben - und keine Hindernisse aus Karlsruhe.
Nach der Schließung des staatlichen Rundfunks und Fernsehens steckt Griechenland in neuen Turbulenzen. Streiks lähmten am Donnerstag die Verwaltung und den Verkehr. Journalisten streikten den zweiten Tag in Folge. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle.
Für die Krisenhilfe für Euro-Staaten ist derzeit die so genannte Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission zuständig. Doch auf Dauer müssten die Staaten die Hilfsprogramme selbst stemmen, sagte Rettungsfonds-Chef Regling der F.A.Z. Zugleich kritisierte er den IWF.
Griechenland muss in seine angeschlagenen Banken offenbar weniger Milliarden stecken als erwartet. Nach der Rekapitalisierung der vier größten Institute werde der Fonds bis zu sieben Milliarden Euro übrig haben, erklärte am Mittwoch Notenbankchef Georgios Provopoulos.
Heute geht es vor dem Bundesverfassungsgericht um den Rettungsfonds ESM, vor allem aber um Geldpolitik - oder, besser gesagt, um das, was die Europäische Zentralbank so nennt.