Opium fürs Tanzvolk
Papier für Papier: Die Kunstsammlung des Ballets-Russes-Stars Serge Lifar hat in Genf nicht nur Fans entzückt. Ein historischer Augenblick für die Moderne.
Papier für Papier: Die Kunstsammlung des Ballets-Russes-Stars Serge Lifar hat in Genf nicht nur Fans entzückt. Ein historischer Augenblick für die Moderne.
Die Haute Couture blüht wie lange nicht mehr. Neue Märkte helfen der alten Pariser Handwerkskunst. Auf der Modewoche in Paris kippt die Stimmung so, dass Dita von Teese in der ersten Reihe weint.
In China beginnt das Jahr des Drachen. Das Neujahrsfest im Reich der Mitte beschert Europas Luxusbranche ein zweites Weihnachtsgeschäft.
Exklusiv für die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Karl Lagerfeld einen Kommentar zur Wulff-Debatte illustriert – auch nach fast sechs Jahrzehnten in Paris verfolgt er aufmerksam die deutsche Politik.
Sie schenkte den Frauen bequeme Hosen, Modeschmuck aus falschen Perlen und das kleine Schwarze: Der Look von Gabrielle Coco Chanel zählt noch immer zu den meistkopierten der Welt.
Früher war der Fächer sein Markenzeichen, heute trägt Karl Lagerfeld Jeans und Fingerhandschuhe: Der Exzentriker ist ohne Zweifel der wichtigste deutsche Modeschöpfer - und noch immer nicht zu bremsen.
Von pompösem „Modeschöpfer-Blödsinn“ will Jil Sander nichts wissen. Die deutsche Designerin glaubt nun mal, es sieht schlicht und einfach besser aus, sich schlicht und einfach zu kleiden.
Sie war Model und Muse Karl Lagerfelds. Heute arbeitet Inès de la Fressange für die Schuhmarke Roger Vivier - als Hofnarr, wie sie sagt.
Schlangenlinien: RTL nähert sich der Lebensgeschichte des Modefürsten Karl Lagerfeld zwar detailliert und auch neuartig, aber leider allzu ehrfürchtig.
Trotz steigender Opferzahl sind derzeit nur neun Prozent der Radfahrer bereit, einen Helm aufzusetzen. Verkehrsminister Ramsauer droht nun mit einer Tragepflicht.
Viele wollen in der Dritten Welt helfen, aber nur wenige packen wirklich an. Ein deutscher Ökobauer und fünf Studienfreundinnen gehen eigene Wege.
Abwarten und Champagner trinken als Daseinsform: Beim Prêt-à-porter herrschen zugleich Aufbruchstimmung und Unsicherheit. Notizen aus einer flauen Saison.
Auch mit 78 Jahren ist Karl Lagerfeld ein vielbeschäftigter Mann: Nach der Saison macht er weiter mit den Fotos für die Kampagnen. Der Erfolg gibt ihm Recht.
Die aufregenden Metamorphosen einer Mode-Ikone: Justine Picardie erzählt das Leben der Coco Chanel, indem sie sich den Schlüsselorten der Biographie widmet und sie auf sich wirken lässt.
Seit dem Tod Coco Chanels vor vierzig Jahren laufen aus vielen Quellen die Bäche zusammen, um den Mythos, den die letzte große Couturière um sich selber spann, gründlich zu unterspülen. Wie sich dabei zeigte, ist die Wahrheit viel aufregender als das sentimentale Konstrukt, das die Sechzigjährige ihren ersten Biographen diktierte.
Ein neues Buch enthüllt, dass Coco Chanel als Agentin für die Nazis arbeitete. Das passt in das Bild einer Frau, die kühl und berechnend ihren Erfolg vorantrieb. Das Modehaus jedoch sieht seine Fassade nicht bröckeln.
FRANKFURT, 22. August. Einem aufmerksamen Beobachter hätte es auffallen können. Im Mai noch sagte Marc Jacobs, er würde es hassen, in Karl Lagerfelds Fußstapfen bei Chanel treten zu müssen. "Ich glaube, Alber Elbaz wäre ein wunderbarer ...
Marc Jacobs soll neuer Chef-Designer des Modehauses Dior werden. Somit wäre er der Nachfolger von Skandal-Modeschöpfer John Galliano. Eine neue Herausforderung für einen Mann, der eigentlich schon alles hat.
Es war 1940, als Coco Chanel ihren Offizier traf. Sie war 57 Jahre alt. Ihr Geschäft lief leidlich, fünf Jahre zuvor war ihr Geliebter Paul Iribe an Herzversagen gestorben. "Es gibt nichts Schlimmeres als das Alleinsein", sagte sie zu Freunden. Baron Hans Günther von Dincklage, den sie vermutlich vor dem Krieg schon einmal getroffen hatte, muss ihr wie eine Lichtgestalt vorgekommen sein.
Hal Vaughan spürt Coco Chanels Rolle in den Jahren der Okkupation nach, Eddi Hartmann untersucht die Strategie hinter den Jugendprotesten und Marianne Koch gibt wertvolle Hinweise, wie man sein Herz schützt.
Um Gabrielle Chanel wird es nicht still. Nach zwei Verfilmungen ihres Lebens erscheinen immer weitere Monographien über jene Frau, die den einen Coco und den anderen Agentin F-7124 mit dem Codenamen Westminster war. Damit bezog sich die deutsche Abwehr auf den britischen Liebhaber der Pariser Modedesignerin, den zweiten Herzog von Westminster, Hugh Richard Arthur Grosvenor, genannt Bendor.
War die größte Modeschöpferin des vorigen Jahrhunderts eine Nazi-Agentin? Hal Vaughan spürt der Frage nach, welche Rolle Coco Chanel in den Jahren der Okkupation spielte.
Kein Respekt vor der Polizei, dem Staat und den Überwachungskameras: Bei den Unruhen in London hat sich gezeigt, wie wenig die höchste Dichte von Kameras wert ist, wenn die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Plünderer glauben offensichtlich nicht an die Wirksamkeit der technischen Wunderwaffen.
Jede Zeit hat ihre Kunst, ihre Sexualmoral und ihre Ausnahmen, ihre Gifte und Torheiten - bei uns sind es neben einer angeekelten Selbstverständlichkeit des Geschlechtlichen das Hungern und das Optimieren. Das sind, relativ zu anderen Epochen betrachtet, ganz erhebliche Torheiten, und sie wollen auch nicht so schnell verschwinden.
Retro ist immer noch der wichtigste Trend bei Sonnenbrillen. Zitiert wird alles - Hauptsache, man sieht das Individuelle: Von Blütenornamenten über Cat-Eye-Optik aus den Fünfzigern bis hin zu Perlmuttrahmen.
Normalerweise gehen Trends den Weg von der Subkultur hinauf in die Haute Couture und von dort in die Massenmode. Manchmal aber gehen sie auch ganz seltsame Wege – die Goldkette etwa: Die findet man heute nur noch an älteren Damen und jüngeren Hip-Hoppern.
Wenn man den Untergang von Escada verstehen will, muss man verstehen, warum Escada heute einen gewissen Hautgout hat. Ausgerchnet bei jenen, die die Marke gross und bedeutend gemacnt haben: Vermögende Frauen in besseren Lagen westdeutscher Dörfer und Kleinstädte in der Provinz. Kleinstädte wie jene, aus der ich stamme. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als Escada und MCM auf dem Gipfel des Geschmacks verortet wurden. Man darf darüber heute nicht mehr reden. Es ist peinlich. Es ist verboten, und vermutlich werde ich jetzt im Konzertverein geschnitten.
Es gibt Themen, mit denen macht man sich keine Freunde. Und es gibt Trennendes, an dem die deutsche Klassengesellschaft schmerzlich im einfachsten Gegensatz zum Vorschein kommt: ich schon. Du nicht. Nun ist dieses Blog vor 99 Beiträgen damit angetreten, eine offene Aussprache über den deutschen Elitenbegriff, genauer, den Elitenbegriff des alten Westdeutschlands anzufachen, und ich möchte nicht 100 Beiträge schreiben, ohne nicht zumindest einmal den Fressfeinden, die an den Stützen der Klassengesellschaft nagen und schmatzen, ins Auge zu blicken und genau das sagen: Ich schon immer. Ihr niemals. Und ihnen damit meinen Gesellschaftsfinger in die Augen zu rammen.
Irgendwann hat man genug Krisenpornographie gesehen. Irgendwann reicht es mit Absatzeinbrüchen, Seuchen und Verlusten. Die materielle Welt ist ja noch vorhabden, man kann sie sofort haben und kaufen, wenn man sie will. Es gibt keinen Grund, imit dem staatlich garantierten Daciaabo sparsam dem sparsamen Ende entgegen zu gehen, aber alle Gründe der welt, in einem Sunbeam durch das sonnenüberflutete Italien nach Rom zu fahren.