Tokio will IOC-Pläne „nicht behindern“
Tokios Gouverneurin will der Verlegung des Olympia-Marathons nach Sapporo wegen der Sommer-Hitze in Tokio nicht im Weg stehen. Yuriko Koike betont jedoch, dass sie nicht glücklich sei mit der Entscheidung.
Tokios Gouverneurin will der Verlegung des Olympia-Marathons nach Sapporo wegen der Sommer-Hitze in Tokio nicht im Weg stehen. Yuriko Koike betont jedoch, dass sie nicht glücklich sei mit der Entscheidung.
Die Interessenvertretung der Spitzensportler und ihr Präsident rüsten sich für die Auseinandersetzung mit dem IOC über die Beteiligung am Milliarden-Erfolg der Spiele.
Halt den Mund und lauf: Weil die Politisierung des Sports zugenommen hat, pochen Verbände auf das Verbot politischer Gesten in Arenen. Dabei sind sie selbst nicht neutral.
Ministerpräsident Laschet und Sportmanager Mronz präsentieren in Berlin die Olympia-Initiative von Rhein und Ruhr. Für 2032 wird es wohl die einzige deutsche Bewerbung, die sich als Signal „gegen Rassismus und Antisemitismus“ versteht.
Der IOC-Beschluss, die olympischen Marathonwettbewerbe 2020 im kühleren Sapporo austragen zu lassen, stößt in Tokio auf heftige Kritik. Die Gouverneurin wagt einen kühnen Vergleich.
Das Internationale Olympische Komitee soll sich zur Wahrung von Menschenrechten verpflichten, auch um Machtmissbrauch oder sexualisierter Gewalt entgegenzuwirken, fordern Athletenverbände. Das IOC reagiert auf F.A.Z.-Anfrage indes sehr zurückhaltend.
Das IOC will die Athleten 2020 in Japan vor den hohen Temperaturen schützen und Konsequenzen ziehen. Bilder von Sportlern, die wie jüngst unter der Hitze zusammenbrechen, soll es nicht geben.
Nach der Sperre von Alberto Salazar, dem Kopf des Nike Oregon Projects, soll die Welt-Anti-Doping-Agentur nun auch die Athleten der Trainingsgruppe überprüfen. Das zumindest fordert der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.
Ein schwerreicher Kleinstaat kauft sich den großen Sport: Unter absurden Bedingungen findet die Leichtathletik-WM in Qatar statt, wo das Klima körperliche Betätigung eigentlich ausschließt. 50 Millionen ließ das Land dafür springen.
David Howman, Chef der Integrity Unit der IAAF, über die mögliche Zusammenarbeit mit Geheimdiensten, die Bedrohung durch Wettbetrug und Interessenkonflikte in der Welt-Anti-Doping-Agentur.
Athletensprecher Hartung zeigt sich enttäuscht vom Umgang des IOC mit dem russischen Doping-Skandal. Der Säbelfechter erneuert seine Forderung nach Beteiligung der Sportler an den Olympia-Einnahmen.
Sport- und Eventmanager Michael Mronz über eine private Bewerbung für die Sommerspiele 2032, das Potential der Region Rhein-Ruhr und die zentrale Frage ihrer Einwohner: Was habe ich davon?
Leichtathletik-Präsident Sebastian Coe über die Hitze in Qatar, den Globalisierungszwang seiner Sportart und WM-Vergaben unter seinem Vorgänger Lamine Diack.
Nachdem sich Bakery Jatta erstmals öffentlich geäußert hat zu der Diskussion um seine Person, äußert nun DOSB-Präsident Hörmann Unverständnis bezüglich der Proteste konkurrierender Vereine. IOC-Chef Bach ermahnt die Medien.
Der designierte Wada-Chef Witold Banka über seine Vorstellung vom Anti-Doping-Kampf, warum er nicht ins IOC drängt, und weshalb er findet, dass der afrikanische Sport unfair gegenüber der Konkurrenz ist.
Im schwierigen Verhältnis zwischen Südkorea und Japan geht es immer wieder auch um kleine Gesten: Südkorea stört sich nun an der „Flagge der aufgehenden Sonne“, die in Südkorea als Symbol für die der japanischen Besatzung gilt.
Der frühere Basketballprofi Johannes Herber ist Geschäftsführer von Athleten Deutschland – und bereit zum Kampf für Rechte und Anerkennung. In Richtung des skandalumwitterten Schwimmverbandes richtet er schon Mal deutliche Worte.
Der Fall Sun Yang sorgte bei der WM für viel Aufregung. Der Doper wurde vom Weltverband hofiert. Doch das ist nicht das einzige Problem, das die Schwimmer derzeit haben. Und der Protest wird immer größer.
Der Spitzensport steckt in einer Sinnkrise. Die laufende Reform wird daran nichts ändern. Zu seinem Erhalt müsste die Entstehung einer individuellen Leistung wieder in den Fokus rücken, im Sinne ihrer vorbildhaften Funktion. Das Gegenteil ist der Fall.
Weil eine Schlüsselrolle im russischen Dopingsystem eingenommen haben soll, sperrte das IOC Mutko 2017 lebenslang. Der ehemalige Sportminister klagte dagegen beim Cas – und bekam nun recht.
Der Stabhochspringer wurde als geschäftstüchtiger Salamitaktiker zur Legende. Als Sportpolitiker wurde er bisher in keinen Skandal verwickelt. Nun muss er sich aber gegen Vorwürfe wehren. Sergej Bubka hat viel zu verlieren.
95 IOC-Wahlberechtigte stimmten vor zehn Jahren über die Vergabe der Olympischen Spiele 2016 ab. Neun von ihnen wurden bestochen. Das behauptet der frühere Gouverneur des Bundeslandes Rio de Janeiro vor Gericht.
Mit einem brachialen Finale geht die IOC-Session zu Ende. Die Olympier versetzen dem Boxverband Aiba den K.o.-Schlag und reformieren die Vergabe der Spiele. Präsident Thomas Bach ist auf dem Gipfel seiner Macht.
Für die nächsten sieben Jahre muss das IOC mit seiner Wahl für Olympia 2026 leben. Es kann froh sein, dass es die überhaupt hatte. Mailand und Stockholm erreichten nur mit Ach und Krach die Zielgerade.
Die „Athleten Deutschland“ hatten vom IOC gefordert, einen „fairen Anteil“ aus den Werbeeinnahmen zu bekommen. Präsident Bach spricht sich dagegen aus, verspricht aber dennoch Wohltaten.
Fünf Bewerber blieben vorher auf der Strecke. Bei der Wahl des Ortes für Olympia 2026 gewinnen Mailand und Cortina d’Ampezzo. Da hilft auch der flotte Abba-Gesang der Bürgermeisterin von Stockholm nicht mehr.
Dem IOC gelingt es, einen der größten Sponsorverträge abzuschließen, die es je im Sport gab. Der traditionelle Sponsor Coca Cola schließt sich mit dem chinesischen Milchprodukt-Riesen Mengniu zusammen – und zahlt eine enorme Summe.
Im Konflikt mit dem IOC kämpft die Aiba nicht immer klug um ihre Zukunft. Immerhin ist nun der Marokkaner Moustahsane zum Interimspräsidenten gewählt worden. Dennoch bleiben viele Fragen.
Der Streit zwischen dem IOC und dem Boxverband wird immer bizarrer. Nun will ein russischer Funktionär 14 Millionen Euro auf den Tisch legen, damit die Aiba olympisch bleibt.
Nachdem das IOC die geänderten Resultate von Sotschi bestätigt, gibt es neue Bob-Olympiasieger und der Amerikaner Holcomb gewinnt zwei Silbermedaillen. Leider ist er schon seit zwei Jahren tot.
Das Internationale Olympische Komitee will zum Verbandssumpf im Amateur-Boxen Stellung nehmen. Eines steht fest: Der in Ungnade gefallene Aiba-Präsident legt sich nicht freiwillig auf die Bretter. Dabei geht es um viel.
Gegen 21 Athleten wird in der Affäre um Eigenblutdoping ermittelt. IOC-Präsident Thomas Bach fordert die Justiz auf, an allen Beteiligten ein Exempel zu statuieren. Aber es gibt auch gute Nachrichten.
Er wird verdächtigt, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein: Weil auch wegen seiner Person dem Boxverband Aiba das Aus bei den Olympischen Spielen droht, hat Gafur Rachimow nun seinen Rücktritt angekündigt. Damit verbindet er eine Hoffnung.
Tsunekazu Takeda, der Olympia 2020 nach Tokio geholt hat, tritt unter dem Druck französischer Korruptionsermittlungen zurück. Dennoch bestreitet er ein Fehlverhalten und will seine Unschuld beweisen.
Nach der Entscheidung der deutschen Wettbewerbsbehörde zur Lockerung olympischer Werberegeln zugunsten der Selbstvermarktung der Athleten schließt die EU ein Verfahren gegen das IOC nicht aus.
Das Bundeskartellamt billigt den Athletinnen und Athleten in seinem jüngsten Urteil mehr Spielraum bei der Selbstvermarktung zu. Das deutsche Beispiel könnte Schule machen – und nicht nur das IOC verärgern.