Vorsprung dank Doping
Was tun oder lassen mit den Russen – das ist die drängende Frage im Sport. Die Leichtathleten haben eine Antwort gefunden. Auch wenn sie bizarr erscheint.
Was tun oder lassen mit den Russen – das ist die drängende Frage im Sport. Die Leichtathleten haben eine Antwort gefunden. Auch wenn sie bizarr erscheint.
Das IOC empfiehlt, russische Athleten wegen des Ukraine-Kriegs auszuschließen – nicht aber russische Funktionäre. IOC-Mitglied Richard Pound findet diese Praxis fragwürdig, verteidigt aber „symbolische Gesten“.
Die erst 17 Jahre alte Olympia-Teilnehmerin Eya Guezguez ist tot. Die Seglerin aus Tunesien starb bei einem Trainingsunfall. Ihre Schwester Sarra überlebte das Unglück.
Russische Sportler sind (weitgehend) aus dem Spiel, Verbände und Funktionäre allerdings bleiben Teil von IOC und FIFA. Verwunderlich ist das nicht, empörend sehr wohl.
Nach Olympia in Peking können die letzten Volunteers die Corona-Zwangsquarantäne verlassen. Hoffentlich muss niemand zurück nach Schanghai – sonst könnte es mit dem emotionalen Wiedersehen noch dauern.
Nur nicht so viel Druck aufbauen, klar. Aber sonst? Sport-Influencer nimmt nicht mal Sophia Thomalla ernst. Rodeln? Dressurreiten? Lieber nicht. Tennis? Nur wenn Sie Egoisten fördern wollen. Eine Glosse.
„Schlag ins Gesicht der Opfer“: Beharrlich ahnungslos, was Doping angeht, will der Sportausschussvorsitzende Frank Ullrich Aufsicht über die NADA führen. Das sorgt für Kritik.
Angesichts des Ukrainekrieges muss das IOC sich fragen, welche Konsequenzen es ziehen will aus Putins Pervertierung der Werte. Alte Vorstellungen und Rituale wie das Nationenprinzip gehören hinterfragt.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will weiterhin keine russischen Funktionäre ausschließen und hat dabei auf seine olympische Charta verwiesen.
Der ukrainische Olympia-Teilnehmer Wladislaw Heraskewitsch fordert eine Untersuchung der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees gegen die russischen IOC-Mitglieder. Einige von ihnen würden offen den Krieg unterstützen.
Bei Olympia fiel Wladislaw Heraskewitsch mit seinem „No War in Ukraine“-Schild auf. Nun fordert er eine Untersuchung der Ethikkommission gegen russische IOC-Mitglieder, insbesondere Jelena Issinbajewa.
Die Paralympischen Spiele in Peking sind Geschichte. Die Bilanz fällt nicht nur wegen des Krieges in der Ukraine zwiespältig aus. Gastgeber und das Paralympische Komitee zeigen sich fasziniert.
Erik Lesser hat sich am Sport gerieben bis zuletzt. Zum Abschied der Karriere schenkt er ukrainischen Athleten über Instagram eine Stimme. Wie wurde er zu dem politischen Sportler, der er heute ist?
Viele Athleten beweisen gerade, was wirklich zählt: Verantwortungsgefühl, Herz, Verstand und eine klare Positionierung angesichts von Putins Gewalt. Die großen Sportführer können einpacken.
Russlands Präsident hat den Weltsport über 15 Jahre umgarnt, umschmeichelt und gekauft. Nun behaupten einige, er sei nicht mehr „der gleiche Mann“. Dabei war, ist und bleibt Putin Putin.
Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, über die Rolle rückwärts des IPC, bewegende Momente mit dem ukrainischen Kollegen und den Irrweg des Sports mit den Spielen in China.
Noch vor einem Monat war Wladimir Putin Tribünengast bei der Eröffnung der Olympischen Winterspielen in Peking. Immer wieder gab es Treffen mit IOC-Präsident Thomas Bach. Nun müht der sich um Distanz.
Von Boxen über Ringen bis Schießen: Zahlreiche internationale Verbände werden von Putins Vertrauten beherrscht. Einige von ihnen verbindet eine obskure Vergangenheit.
Alle Leichtathletik-Events finden ohne Teilnehmer aus Russland und Belarus statt. Die Volleyball-WM wird Moskau entzogen. Im Tennis gelten Ausnahmeregeln. Ein Überblick.
Der Präsident des Fecht-Weltverbandes ist das Paradebeispiel für Oligarchen, die den Sport regieren. Nun musste Alischer Usmanow aufgrund der Sanktionen sein Amt niederlegen.
Der Fußball-Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA folgen dem Entschluss des IOC, Russland nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen zu lassen. Damit steht auch Russlands Teilnahme an der WM in Qatar auf der Kippe.
Russland wird von der Fußball-WM in Qatar und vielen weiteren Wettbewerben ausgeschlossen, der Taekwondo-Weltverband entzieht Wladimir Putin den schwarzen Ehrengürtel: Das stößt auf heftige Kritik und viel Unverständnis.
FIFA und UEFA schließen russische Fußballteams von allen Wettbewerben aus. Das IOC ruft dazu auf, Athleten und Funktionäre aus Russland und Belarus vom internationalen Sport auszusperren.
FIFA und UEFA teilen mit, dass die Entscheidung „bis auf Weiteres“ gelte. RB Leipzig zieht indes kampflos ins Viertelfinale der Europa League ein.
Raketen, Bomben und Schüsse in der Ukraine reichen offenbar immer noch nicht für einen Weckruf. Wenn die Sportverbände nicht sofort handeln, wird sich der Hass demnächst auf dem Spielfeld entladen.
Während die Welt in Aufruhr ist, prüft der Sport Paragraphen. Die zweite Verbandsreihe setzt die Fifa unter Druck, während der Chef der deutschen Behindertensportler zum Boykott der Russen bei den Paralympics drängt.
Der Verein der deutschen Sportler-Vertreter sieht keinen anderen Weg für den organisierten Sport als einen Boykott der Aggressoren. Wieder lassen die Athleten Verbände und Politik hinter sich.
Das Internationale Olympische Komitee hätte niemals so kulant auf das russische Staatsdoping reagieren dürfen, wie es das tat. Niemals. Und wo bleibt eigentlich der Meinungs-Rittberger im Fall Kamila Walijewa?
Felix Rijhnen spricht im Interview über seine Erfahrungen bei Olympia, das Gefühl, Teil eines Science-Fiction-Films zu sein, und den Wandel zwischen den Welten Eisschnelllauf und Speedskating.
Wie gewonnen, so zerronnen: Daniela Maier soll die Bronze-Medaille im Skicross wieder abgeben, die sie erst gar nicht wollte. Doch nun wird der deutsche Skiverband Einspruch einlegen.
Vettel fährt nicht in Sotschi, der DOSB empfiehlt seinen Sportlern, nicht in Russland anzutreten, die UEFA wird Sankt Petersburg das Champions League-Finale entziehen: So reagiert der Sport auf den russischen Angriffskrieg.
Karla Borger ist die Präsidentin von Athleten Deutschland. Im Interview spricht sie über die Reform des Spitzensports, das Verhalten des IOC während Olympia – und die Zukunft des Medaillenspiegels.
Weltweit wird die Rolle des IOC kritisiert. Nichts zu tun, sei nicht neutral, es sei Abdankung, kommentiert etwa die australische Zeitung "The Age".
Nach der verpatzten Olympia-Kür der 15 Jahre alten Kamila Walijewa stand auch die Trainerin stark in der Kritik. Nun äußert sich die Eiskunstläuferin erstmals öffentlich – und wählt erstaunliche Worte.
Nach der moralischen Misere in Peking ist der Moment günstiger denn je, die Kräfte zu bündeln. Die Athleten wollen mitbestimmen – und das sollen sie.
China, Uiguren, Kamila Walijewa, Wladimir Putin: Es gab bei Olympia 2022 viele Themen abseits des Sports. Nun sind die Spiele vorbei – und die internationalen Medien ziehen ein teils deutliches Fazit.