Wenn Eltern für ihre Kinder wählen
In fast allen Bundesländern entscheiden die Eltern, ob ihr Kind aufs Gymnasium gehen soll oder nicht. Ihre Wahl ist oft nicht die beste. Politiker schrecken vor Veränderungen zurück.
In fast allen Bundesländern entscheiden die Eltern, ob ihr Kind aufs Gymnasium gehen soll oder nicht. Ihre Wahl ist oft nicht die beste. Politiker schrecken vor Veränderungen zurück.
Ein „Shitstorm“ brach über das Frankfurter Carl-Schurz-Gymnasium ein, nachdem Medien über eine geplante Kreuzfahrt für Schüler berichteten. Dabei sei die Studienreise beinahe CO2-neutral, sagt der Schuldirektor und erhebt Vorwürfe.
Und entschlackt die Lehrpläne! Statt angeblich Unentbehrliches schematisch abzuhaken, sollte der Schulunterricht in Religion, Literatur oder Politik lieber länger und gründlicher bei einem Thema verweilen.
Nach der vierten Klasse wird entschieden: Für das eigene Kind nur das Beste. Und das ist in den Augen vieler Eltern eben die höchste Schulform. Für die Kinder wird das schnell zur Qual.
Erst kürzlich wurde vor dem EuGH über die Entlassung eines Chefarztes wegen seiner zweiten Ehe gestritten. Jetzt macht die Sonderrolle der Kirche als Arbeitgeber schon wieder Furore – diesmal geht es um die Heiratspläne eines homosexuellen Lehrers.
In Deutschland fehlen Fachkräfte. Zuwanderung ist ein Mittel dagegen – an Gymnasien für die Berufsausbildung werben ein anderes. Genau das hat die Agentur für Arbeit jetzt vor.
Die gute Nachricht vorweg: In Wiesbaden steigt die Zahl der Schüler. Doch mit dem Kindersegen kommen besonders Gymnasien an ihre Kapazitätsgrenze. So will das Land den Engpass bekämpfen.
Eltern sind prinzipiell konservativ. Dass sie eine neue Schule annehmen, ist nicht selbstverständlich. Was helfen kann, zeigt das Beispiel des Gymnasiums Nord.
Die weiterführenden Schulen sind voll bis an den Rand. Den abgelehnten Schülern bleibt die Wahl zwischen einem langen Schulweg und einer Privatschule.
Bayern kehrt zurück zum neunjährigen Gymnasialgang, begabte Schüler sollen die elfte Klasse aber auslassen können. Wird das die ersehnte Ruhe ins System bringen?
An einem Gymnasium in Frankfurt ist es nach Masernfällen zu Schulverboten gekommen. Fälle an anderen Schulen seien derzeit nicht bekannt, erklärte das Gesundheitsamt.
Nach Berichten, dass Weihnachten an einer deutsch-türkischen Schule nicht mehr Unterrichtsgegenstand sein soll, haben deutsche Politiker die Einbestellung des Botschafters gefordert. Das Gymnasium widersprach der Verbotsmeldung jetzt.
Die Einführung des G8-Abiturs war bei Schülern, Eltern und Lehrern umstritten. Doch Bildungspolitiker setzten die Reform durch – und wollen sie jetzt wieder rückgängig machen.
Ein Gymnasium in Dänemark steckt Schüler mit dänischen und ausländischen Wurzeln in unterschiedliche Klassen. Die Kritik ist groß, doch es gibt auch Verständnis.
Das Gymnasium Nord in Westhausen eröffnete nach nur viereinhalb Monaten Bauzeit. Der ersten Fünftklässler-Jahrgang wurde am Montag begrüßt.
Für ein Geschichtsprojekt zum Thema Rechtsextremismus haben Rostocker Schüler einen NPD- und einen AfD-Politiker eingeladen. Die Linkspartei findet das verantwortungslos - der Schulleiter versteht die Kritik nur zum Teil.
Die Plätze für weiterführende Schulen sind vergeben - teilweise im Losverfahren. Während G8-Schulen und altsprachliche Gymnasien Kinder abweisen, bekommen andere Schulen nicht eine Klasse voll.
Mit Kürzungen zu Lasten von Gymnasien hat das hessische Kultusministerium viele Lehrer, Eltern und Schüler gegen sich aufgebracht. Nun geht Minister Lorz auf die Kritiker zu - zumindest hört er sie an.
Weil die Hessische Landesregierung Geld für Inklusion und Ganztagsschulen braucht, kürzt sie in der Oberstufe. Eltern sehen das Abitur bedroht.
Die Opposition fordert die Landesregierung auf, die Kürzungen in der gymnasialen Oberstufe zurückzunehmen. Derweil haben die Elternbeiräte von sechs Frankfurter Gymnasien zum gemeinsamen Protesttag aufgerufen.
Für plötzliche Wenden ist die Frankfurter Schulplanung allemal gut, das zeigt auch der Fall des Gymnasiums Nied. Es werden wohl nicht die letzten gewesen sein. Ein Kommentar.
Während es im Westend wohl bald das vierte öffentliche Gymnasium gibt, findet sich in anderen Stadtteilen kein einziges. Jetzt soll auch das zu diesem Schuljahr in Höchst eröffnete Gymnasium nicht wie geplant in Nied stehen.
Das Staatliche Schulamt Frankfurt sieht das Verfahren für die Schulplatzvergabe bestätigt. Die Schülerzahl steht auf Rekordhöhe, einige Herausforderungen werden noch kommen.
Um mehr Ganztagsangebote machen und die Inklusion vorantreiben zu können, will das Land die Lehrerstunden an Gymnasien kürzen. Dagegen gibt es Protest. Minister Lorz geht auf die Gymnasien zu.
Wenn Plätze an Gymnasien fehlen, will die FDP sie auch nach Leistung vergeben. Der Landeselternbeirat ist empört, die Stadt Frankfurt gelassen.
Soll das Lehrerurteil oder der Elternwille gelten? Beim Schulwechsel aufs Gymnasium sind die Fronten verhärtet, welche Entscheidung die bessere sei. Nun liegen harte Daten zum ewigen Streit über den Zugang zur höheren Schule vor.
Eltern wollen ihre Kinder aufs Gymnasium bringen und dann möglichst nur Bestnoten sehen. Wenig später beklagen sie die Einser-Inflation. Eine Analyse.
Wessen Kind schon an der Wunschschule abgelehnt worden ist, könnte wenig Erfolg mit einer Klage haben. Denn ein grundlegendes Urteil von 2013 sagt, dass Aufnahmeverfahren nicht neu aufgerollt werden müssen.
Noch nie war der Ansturm aufs Gymnasium so massiv wie heute. Die Folgen für Eltern, Schüler und Lehrer sind zermürbend – und die Politik weiß es besser.
In Frankfurt dürfen 500 Schüler nicht an gewünschte Gymnasien in Wohnortnähe wechseln. Stattdessen werden sie quer über die Stadt verteilt. Vor allem aufgebrachte Eltern aus bürgerlichen Wohngegenden protestieren.
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann warb auf dem Bildungsforum der Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. dafür, möglichst viele Schüler an Gymnasien zuzulassen. Er erntete heftigen Widerspruch.
Im Streit um fehlende Schulplätze verteidigt der Direktor des Lessing-Gymnasiums den Vergabemodus. Und er weist darauf hin, dass Schulen bei Überbuchung sehr wohl das Recht zur Auswahl hätten.
Weil ihre Kinder nicht an ein von ihnen gewünschtes Gymnasium können, sind viele Frankfurter Eltern aufgebracht. Über die Aufnahme an Gymnasien bestimmen derzeit die Schulleiter.
Fast 3000 Kinder sollen im kommenden Schuljahr auf ein Gymnasium gehen, das kann Frankfurt nicht allen bieten. Nun schalten sich auch Integrierte Gesamtschulen in die Diskussion und sprechen sich gegen den Bau weiterer Gymnasien aus.
Frankfurts Bildungsdezernentin Sarah Sorge sieht keine Chance für den kurzfristigen Ausbau der beliebten Schulen. Dass die Stadt die Planung von weiteren Gymnasien verschlafen hätte, findet sie nicht.
Nun ist es so weit. Der Bedarf an Plätzen auf dem Gymnasium wuchs über die vorhandenen hinaus - sehenden Auges. Von einer politischen Bankrotterklärung und einem Projekt, das zu spät begann.