Keiner filmt für sich allein
Die Kunst und ihr Preis: Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ erzählt davon, wie der große Regisseur Georg Wilhelm Pabst unter den Nazis trotz allem weiter Filme drehte.
Die Kunst und ihr Preis: Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ erzählt davon, wie der große Regisseur Georg Wilhelm Pabst unter den Nazis trotz allem weiter Filme drehte.
Von Heuss bis Weizsäcker: Wie sind unsere ersten Bundespräsidenten mit der Schoa umgegangen? Was war öffentlich sagbar, was nicht? Der Zeithistoriker Norbert Frei hat dazu ein aufregendes Buch geschrieben.
Das Leid jener, die von den Nazis als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden, wurde erst spät anerkannt. Für Forscher und Nachkommen passiert bei der Aufarbeitung immer noch zu wenig.
Der Historiker Jürgen Zimmerer sagt, die Deutschen verfolgten ein „völkisches Konzept“ in ihrer Erinnerungskultur. Der Holocaust nehme zu viel Raum ein, Opfer des Kolonialismus würden ausgeblendet. Das ist Geschichtsverzerrung.
Heino präsentiert beim Frankfurter Oktoberfest Teile seines neuen Albums mit Interpretationen umstrittener Partysongs. Seine Anhänger stehen hinter ihm – auch bezüglich Gendern und anderem Sprachgebrauch.
Zehn Bundesbeauftragte haben einen Aufruf gegen Straftaten aus Hass veröffentlicht. „Menschen in Deutschland dürfen niemals wieder diskriminiert, herabgesetzt oder bedroht werden“, heißt es darin.
Ein heute 98 Jahre alter Mann aus Hessen hatte mit 18 Jahren seinen Dienst als Mitglied des SS-Wachbataillons im KZ Sachsenhausen angetreten. Es könnte eines der letzten Male sein, dass ein Wachmann vor Gericht steht. Wenn er denn verhandlungsfähig ist.
Lange hatte die AfD bei muslimischen Migranten keine Chance. Doch manches spricht dafür, dass sich daran etwas ändert. Manche in der AfD jedenfalls bemühen sich um diese Wähler.
Der Historiker A. Dirk Moses stellt geschichtliche Großverbrechen nebeneinander. Mit postkolonialer Attitüde betreibt er die Umwertung der Erinnerung an den Holocaust. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag hat mit großer Mehrheit für die Errichtung einer weiteren Gedenkstätte in Berlin gestimmt. Sie soll an das Leid vieler Zeugen Jehovas erinnern
Wieso auch Türken Almans sein können und wieso Minirock und Kopftuch gut zusammengehen: Migrationsforscherin Naika Foroutan über deutsche Muslime und Rassismus als Standortnachteil im Wettbewerb um die besten Fachkräfte.
Er hatte Ausdauer, bis der Erfolg kam: Ein Besuch bei dem Schriftsteller Dinçer Güçyeter in Nettetal am Niederrhein.
Im Bockenheimer Depot begeistern die Roma-und-Sinti-Philharmoniker ihr Publikum mit Werken von Bach, Bartók und Bihari.
Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel spricht über die Vermittlung von Werten im Polizeidienst, Gewalt gegen Polizisten – und darüber, wie die Sicherheit auf der Straße erhöht werden kann.
Die Grimme-Preise haben in diesem Jahr ein breites Spektrum. Prämiert werden der ZDF-Film „Die Wannseekonferenz“, die Netflixserie „Kleo“, das Team von „Kontraste“ (RBB) – und das Sandmännchen.
Der Rosenstraßen-Protest war die größte Demonstration während der NS-Diktatur. Was diese mutigen Frauen wagten, führt mitten hinein in die Debatten der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Die Sinti und Roma wollen einen Staatsvertrag mit der Bundesregierung schließen. Aber in der Minderheit gibt es Streit, wer ihn aushandelt. Zwei Verbände konkurrieren miteinander.
Antisemitismusvorwürfe gegen Hugo Ball +++ Zeitzeugnisse +++ Wilhelminische Autorität +++ Böckenförde-Diktum +++ Wider das Vergessen
Ich bin die Tochter einer Holocaustüberlebenden – erst meine Nachforschungen führten mich zu den Nachkommen ihres Retters. Nicht einmal seiner eigenen Familie hatte der Reichsbahnarbeiter von seiner mutigen Tat erzählt. Ein Gastbeitrag.
Fast 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs steht in Hessen demnächst ein ehemaliger KZ-Wachmann vor Gericht. Es könnte der womöglich letzte Prozess wegen der Naziverbrechen sein.
Mallorcas Hauptstadt ist sehr schick und teuer geworden. Doch der Linienbus bringt einen in 15 Minuten in eine Welt, in der es weit weniger sorgenfrei zugeht.
Der Vorschlag des hessischen Sozialministers Kai Klose über ein eigenes Gesetz zur Integrationspolitik stößt nicht nur in der Opposition, sondern auch bei den Ausländerbeiräten auf scharfe Kritik.
Ein gemeinsamer Internetaufritt dreier Frankfurter Institutionen bündelt das Wissen über die Stadt in der NS-Zeit. Eine App bietet sogar kuratierte Audio-Rundgänge.
Es kommen wieder deutlich mehr Flüchtlinge nach Deutschland. Im ostthüringischen Greiz haben sie sich viel überlegt, um damit umzugehen. Doch gegen Politik und Bürokratie ist schwer anzukommen.
Am kommenden Sonntag stimmt Chile über eine neue Verfassung ab. Das Referendum findet weltweit Beachtung. Auf „F.A.Z. Einspruch“ widmete sich Hartmut Rank dem Verfassungsentwurf. Seine Kritik daran ist allerdings in vielen Aspekten nicht überzeugend. Eine Erwiderung.
Der Rapper Marteria stammt aus Rostock. Er erinnert sich, wie vor 30 Jahren in Lichtenhagen der Mob tobte. Doch er sagt auch: Wir hielten dagegen.
Bei der Gedenkfeier für die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma in Auschwitz geht es mehr um die Gegenwart als um die Vergangenheit. Das liegt auch am Krieg – und daran, wie es Sinti und Roma in der Ukraine ergeht.
Wenn sich der Staat zur Vielfalt bekennt, braucht er dafür keinen Regenbogen: Die Farben der deutschen Flagge sollten reichen. Einzelinteressen stehen nicht über der Gemeinschaft. Auch das gehört zur Staatsräson.
Nach jahrelangem Streit hat Tschechien mit dem Abriss einer Schweinemastanlage auf dem Gelände eines ehemaligen NS-Konzentrationslagers begonnen. Dort waren während des Zweiten Weltkriegs 1300 Sinti und Roma inhaftiert. Jetzt soll auf dem Gelände eine Gedenkstätte entstehen.
Das dreißigste Rudolstadt-Festival hatte den Länderschwerpunkt „Titos Erben“, lockte raffiniert mit den Klischees von Balkanmusik – und zertrümmerte die dann kenntnisreich. Musiker aus Kuba kamen auch.
Ein 101 Jahre alter ehemaliger KZ-Wachmann ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er war angeklagt, im Konzentrationslager Sachsenhausen Beihilfe zum Mord an Häftlingen des NS-Regimes geleistet zu haben.
Um die anatomische Sammlung der Reichsuniversität Straßburg zu ergänzen, wurden KZ-Häftlinge ermordet. Über das Verbrechen klärt nun eine Studie auf.
Um die anatomische Sammlung der Reichsuniversität Straßburg zu ergänzen, wurden KZ-Häftlinge ermordet. Über das Verbrechen klärt nun eine Studie auf.
Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) erreicht zwar typischerweise weniger als 5 % der Zweitstimmen, muss sich aber kaum Sorgen um den Einzug in den Landtag machen. Wie erklärt sich das?
Eine Italienerin führt durch die Gedenkstätte Dachau. Oft begleitet sie Menschen, in deren Familien über diese Zeit kaum gesprochen wurde.
In Esch-sur-Alzette ist das Museum des Widerstands um einen Anbau des Architekten Jim Clemes erweitert worden. Auch konzeptionell verfolgt das Haus einen breiteren Ansatz.